Verkühlte Knöchel

Was hat man früher bloß während dem Stillen gemacht? Vielleicht besinnlich nachgedacht und innig das Kind angestarrt. Ich tu das auch meist. Aber so an die 10-12 mal am Tag ist das dann doch nicht immer so dermaßen spannend, sodass ich, allem Elektro-Smog zum Trotze, zum mobilen Gadget meiner Wahl greife, um entweder diverse Kanäle in die Welt da draußen zu checken, Kindle zu lesen, zu spielen oder einen Online Shop Warenkorb zu füllen und dann nie auf „Zur Kassa gehen“ klicken, weil der Warenwert einfach so dermaßen lächerlich hoch ist, dass mein Kind wohl nie eine vernünftige Zukunft hätte.

Manchmal werfe ich dann doch die einen oder anderen Dinge wieder raus und klicke auf abschließen. So kann es dann passieren, dass man sich im Winter Schuhe bestellt, die man erst in vielen, vielen Wochen anziehen kann. Denn sie sehen einfach nur gut mit entblößtem Knöchel aus und als Mutter ist man mittlerweile zu alt, um sich modisch zu einer Blasenentzündung hinreißen zu lassen.

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Deswegen hält sich auch mein Verständnis in Grenzen für all jene, die derzeit mit ihren Sneakers, Hochwasser-Hose und kurzen Socken, so dass eben der Knöchel hervorblitzt, unterwegs sind. Ich habe es letzte Woche kurz versucht. Bei 4 Grad. Es ist gegangen, aber angenehm ist anders.

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Diese Online Shops machen es einem aber auch nicht leicht. Da stehen diese Models immer im perfekten Winteroutfit für wärmere Gefilde da. Oder für härtere Menschen. Vielleicht liegt es am Breitengrad. Zu südlich, um tatsächlich gegen Härte abgehärtet zu sein. Zu nördlich, um es nicht wirklich warm zu haben.

Mir bleibt nichts anderes übrig, als auf meine Schuhe zu starren und auf wärmere Zeiten zu warten. Und darauf, dass ich im Sommer dann meine online Warenkörbe mit Wintermäntel fülle. Wem geht es noch so?

Wir durften für unseren Kunden Nespresso ein Bloggershooting zum Launch der neuen, entkoffeinierten Grands Crus im wunderschönen Palais Coburg organisieren. Mit dabei Maria von Stylekingdom, Lena von Mit Handkuss und Madeleine von Dariadaria.com. Das Ergebnis sind großartige Bilder, auf denen alle wie Filmdiven aussehen. Sie wären mir alle mal ein sympathischerer Ersatz für George Clooney als Jean Dujardin. Auch wenn der Name einfach so schön über die Lippen geht…Schau Düschardäää. Wunderbar! Wie dem auch sei, ich schweife ab. Ich war begeistert von der Professionalität der Bloggerkolleginnen. Nicht zuletzt, da mir plötzlich alle Gesichtszüge zu entgleisen scheinen, sobald ich merke, dass eine Kamera auf mich gerichtet ist. Für sie war das jedoch gar kein Problem, ganz im Gegenteil. Bei Tony Gigov als Fotografen, scheint es aber auch besonders leicht zu fallen.

Ein Voting auf der Nespresso Fanpage entscheidet, welche der Drei zum renommierten Bocuse D’Or nach Lyon & der Präsentation der neuen, entkoffeinierten Grands Crus fahren darf. Für ein “Like” gibt es die Chance auf ein Decaf-Testpackage.

Übrigens: Wichtig hinter der Kamera stehen? Kann ich.

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Im Käfig mit einer 12-Jährigen

Wie macht man einen eher mittelmäßigen Song zu einem Hit? Man macht etwas, das von der Musik ablenkt. Wie eben ein Musikvideo, das provozieren könnte. Ja, diese Strategie hat man schon oft gesehen. Sex sells und darum darf damit auch gerne die Provokation hervorgerufen werden. Nur sind wir 2015 schon sehr abgestumpft was sexuell aufgeladenes Bildmaterial angeht, hat uns doch 2013 schon ein Song, der auch “rapey” sein könnte, nicht besonders aufgeregt, sondern Dauerbeschallung gebracht. Was ist schockierender als angedeutete Vergewaltigung? Richtig: Pädophilie.

Damit spielte Sia schon gekonnt im Video zu “Chandelier“, denn warum steckt man sonst ein Mädchen (das großartig eine noch großartigere Choreographie tanzt) in eine Outfit, das bei nicht genauerem Hinsehen vermittelt, dass die Kleine nackt sein könnte. Hier war zumindest der Song auch stark. Bei dem kürzlich veröffentlichten Video zu “Elastic Heart” geht die Künstlerin noch mal einen Schritt weiter und die kleine Tänzerin darf mit Shia LeBeouf in den Käfig, um eine animalische Geschichte zu erzählen. Er nur im knappen Höschen, sie wieder im gewagten Hautton-Body. Der Song dazu ist schwach. Die Aufregung dafür umso größer.

Meine bescheidene Meinung? So wie der Schelm denkt… Wie oversexed sind wir mittlerweile schon, dass ein kindlicher Körper – sei er nackt oder nicht – mit Erotik oder mehr in Verbindung gebracht wird? In dem Video erkenne ich eher eine künstlerische Vater-Tochter Szenarie als eine Lolita Verführung. Mit einer poetischen Tänzerin, deren Ausdrucksstärke durch ihr Alter noch mehr wirkt. Es gibt sicherlich erwachsene Frauen, die genau so gut, vielleicht sogar besser tanzen können. Aber die Energie, die dieses Mädchen transportiert, ist nicht nur in ihrem Tanz sondern auch in ihrem Gesichts- nein, Gesamtausdruck. Es entsteht eine Schere im Kopf und die fasziniert.

Sexueller Missbrauch an Kindern ist für mich eines der fürchterlichsten Verbrechen überhaupt. Punkt. Aber aus Angst vor dieser, müssen wir nicht den kindlichen nackten Körper oder “anzüglich” gekleideten mit oder ohne Interaktion mit einem Mann, der einfach nur einen nackten Oberkörper hat, unter Generalverdacht stellen. Das erinnert ja fast an die Rechtfertigung, warum Frauen verschleiert sein sollten, weil sie sonst zu aufreizend wären. Darüber den Kopf schütteln und sich gleichzeitig über dieses Video aufregen. Das passt nicht. Da hat man als Mutter ja bald Angst, den eigenen Sohn auf den Mund zu küssen.

Die Aufregung ist sicherlich beabsichtigt, aber dass sie funktioniert, ist schon ein bißchen traurig.

Eure Meinung zum Video? Yay or nay?

Wanderlust geht auch schön

Wandern und ich, das waren nicht immer die besten Freunde. Irgendwie fand ich das immer eine Beschäftigung für ältere Menschen und auch von der Kleidung her hielt sich bei mir die Begeisterung in Grenzen. Nun  wird man ja unweigerlich älter und damit einhergehend hat sich auch meine Wanderlust gesteigert. So richtig Gefallen am dazu passenden Outdooroutfit, konnte ich trotzdem nicht finden. Dennoch haben sich in den vergangenen Jahren einzelne Teile eingeschlichen. Nur ein wichtiges Ausrüstungsdetail habe ich bisher immer verweigert: Die passenden Schuhe. Denn ehrlich, diese klobigen Dinger kann man doch gar nicht schön machen. Daher war meine bisherige Besohlung für ausdauernde Outdooraktivitäten – auch im Winter – meine adidas Jogging High. Ja, wahre Außenbewegungprofis werden ihre Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber hey, sie haben ihren Dienst getan. Warme Füße sind für Anfänger und man kann ja eine rutschige Sohle auch als Gleichgewichtsübung sehen. Im Sommer habe ich meine geliebten Allzweck-Treter, dann doch in den Ruhestand geschickt, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt, da es tatsächlich ab und zu winterlich ist, absolut kein passendes Schuhwerk hatte, um den, vor unserer Haustür befindlichen, Wiener Wald zu nutzen.

Was tun also? Genau. Schnell mal Wanderschuhe recherchiert und siehe da, da hat sich was getan. Es gibt auch Ausführungen, die meine Vorliebe für den Coral-Ton in Kombination mit schwarz und grau treffen und so ein Tag wie heute, war die perfekte Gelegenheit um sie auszuführen. Danke an dieser Stelle an meinem Mister, der mir einen ausgiebigen Winterspaziergang ohne Kind schleppen oder schieben ermöglicht hat. Inklusive warmen Füßen, dank meinen neuen Trekking Boots. 10.000 Schritte waren damit heute kein Problem.

Jack Wolfskin Trekking Boots

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Schonzeit vorbei – Mama wants her body back

Mit dem neuen Jahr ist mein Mutterschutz nun offiziell vorbei. Für mich heißt das auch, dass die Schonzeit vorbei ist und ich meinen Körper wieder in Form bringen kann. Auch wenn ich die Schwangerschaftskilos eigentlich schon wieder los bin. Ich habe ca. 15 Kilo zugenommen und etwas mehr als 10 waren wenige Tage nach der Geburt wieder weg. Jetzt, dreienhalb Monate später, trage ich noch circa ein Kilo zusätzlich mit mir rum. Aber das könnte auch zum Teil meine neue Oberweite, dank dem Stillen, sein. Zumindest rede ich mir das gerne ein. Ich freue mich zwar schon wieder meinen Körper nach dem Abstillen wieder ganz für mich zu haben, aber die runden, prallen Dinger werden mir durchaus fehlen.

Die ersten Wochen nach der Kaiserschnittgeburt, war nicht viel möglich, außer spazieren gehen und sanft Yoga. Jetzt habe ich aber wieder Blut geleckt und meine erste Nike Training Club Session abgehalten. Ich liebe diese innere Schweinehund-App. 30 Minuten Workout ohne Gewichte und trotzdem spürt man den Erfolg am ganzen Körper. Geilo! Mir geht es nicht um Gewichtsreduktion. Das eine Kilo mehr, ist keine große Sache, damit kann ich leben und mein Mister wohl auch. Mir geht es darum, die Bauchdecke wieder straffer zu bekommen. Das sitzt alles etwas locker. Sieht man zwar im bekleideten Zustand nicht, wirkt aber nicht so sexy, wenn man sich selbst im Spiegel sieht. Oder ein bauchfreies Foto macht in Liegestützposition und dabei merkt, wie der Bauch trotz Anspannung runterhängt und dann mehrere Anläufe braucht, um irgendwie den Bauch soweit einzuziehen, dass es nicht ganz so fürchterlich ausschaut, auch wenn der Bauch trotzdem noch hängt. So. Jetzt kennt ihr auch das Making-of des Beitragsbildes.

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Wie lässt sich Training mit dem Kind vereinbaren? Derzeit relativ leicht. Der Kleine muss nur gerade gegessen haben, dann schaut er Mama auch gerne von der Matte aus dabei zu, wie sie lustig herumspringt. Hier sei erwähnt, dass ich Burpees hasse! Nein, eigentlich sind sie großartig. Aber eigentlich fürchterlich…Naja. Jeder der Burpees schon mal gemacht hat, weiß, was ich meine. Der kleine Mister lacht zumindest immer recht freudig. Vielleicht sogar schadenfreudig? Ich werde das beobachten. 

Was steht sonst noch so am Bewegungsprogramm? 10.000 Schritte. Die soll man ja machen, dann ist man voll dabei auf der gesunden Seite des Lebens. Angeblich. Ich habe dankenswerterweise von Runtastic das Runtastic Orbit zur Verfügung gestellt bekommen. Da waren standardmäßig 8.000 Schritte vorgesehen. Die gehen sich mit einem Spaziergang pro Tag locker aus. Ich habe sie auch schon geschafft, mit einem Kind, dass einfach nichts anderes möchte, als den ganzen Tag herumgetragen zu werden. Da legt man schon mal die 8.000 nur in den eigenen vier Wänden zurück. Das und die Kombination mit einem Spaziergang machen die 10.000 Schritte zu einem Klacks. Und wenn man das ohnehin schon macht, dann ist es zumindest schön mit einer Vibration am Arm bei Zielerreichung belohnt zu werden. Außerdem ist die LED-Uhr am Handgelenk nachts sehr praktisch, um zu sehen, um welche Uhrzeit der kleine Mann gerade zu essen beliebt. Da muss man nicht groß ein Licht aufdrehen, das uns alle irgendwie aus dem Halbschlaf reißen würde. Stillen in the Dark, damit man sich einreden kann, dass man das vielleicht nur träumt?

Der Neujahrsvorsatz: 99% genießen

Die letzten Stunden des Jahres 2014 sind angebrochen und ihr werdet überschüttet mit Neujahrsvorsätzen und Jahresrückblicken. Was meinen Jahresrückblick angeht, so gibt es für mich ein Ereignis, der alles andere – egal ob negativ oder positiv - überblendet und zwar die Geburt meines Sohnes. Er ist die Liebesexplosion des Jahres! Und jeden Tag wird diese Liebe sogar noch stärker. Ganz schön heftig. Ja, es ist fordernd mit Kind. Aber wenn man mit seinem Partner ein eingespieltes Team ist, bekommt man das hin. Das Schönste daran ist, dass man mehr fokussiert auf die wichtigen Dinge im Leben. Und das Wichtigste ist: einfach glücklich zu sein mit seinen gesunden Liebsten. That’s it. Dazu brauche ich keinen Neujahrsvorsatz, denn das ist sozusagen, das Lebensziel schlechthin. Und was jetzt kommt, klingt furchtbar cheesy, aber: Zu 99% meines Lebens habe ich das Ziel immer erreicht. Die restlichen 1%, da wo das ganze Unglücklichsein, die Probleme und negativen Energien stecken, die möchte ich auch nicht missen. Sie machen die 99% der Zeit erst so richtig wertvoll und sie bringen mich immer weiter, auch wenn der kleine Prozentanteil manchmal der Dauerzustand zu sein scheint, nervt oder verletzt – denn die Zeit ist ja bekanntlich relativ und fünf Minuten Langweile können länger dauern, als eine Stunde geile Zeit. Um die 1% aber immer wieder in die richtige Relation zu setzen, hilft mein Sohn ungemein. Schon einmal an Sorgen beim Anblick eines Kinderlächelns gedacht? Eben. Auch darum ist er eines der besten Dinge, die mir je passiert sind.

Ich werde also für 2015 keine Neujahrsvorsätze fassen, sondern einfach die 99%-Zeit genießen.

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