Kinderwagen: Eine Glaubensfrage

Die Zeit schreitet voran. Unser kleiner Nachwuchs ist jetzt im siebten Monat und eine gewisse Schwangerschaftsroutine hat sich eingestellt. Die Schwangerschaftswochen, die für Schwangere eigentlich viel interessanter sind als das Monat, sind blitzschnell umgerechnet, damit das kinderlose Gegenüber mit meiner Antwort auf die Frage, wie weit ich denn bin, auch etwas anfangen kann. Meist bekomme ich dann ein erleichtertes Dankschön retour, das ich nur zu gut kenne, denn mir ging es davor auch nicht anders mit den kryptischen SSW-Angaben.

Mein Bauch und mein Gewicht haben sich drastisch verändert. Im Freibad blicke ich neidisch auf die schlanken Teenies und denk mir insgeheim: „Dir wird’s auch irgendwann so gehen.“ Um mich dann gleich wieder zu korrigieren und anzuspornen mit: „Dort kommt ich auch bald wieder hin, sogar besser“. Ansage!

Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist ansonsten problemlos und unspektakulär verlaufen, wenn man davon absieht, dass es schon sehr flashig ist, wenn man spürt wie sich in einem drinnen, ein Mensch bewegt. Aber irgendwie ganz realisiert habe ich das ja ohnehin nicht.

Da mich alle fragen, ob ich schon die einen oder anderen Dinge besorgt habe, dachte ich mir, dass ich mir vielleicht wirklich die einen oder anderen Dinge besorgen sollte. Der Mann an meiner Seite hat mir widerwillig zugestimmt („Großartig. Kinderwagen schauen ist meine absolute Lieblingsbeschäftigung.“ #eyeroll), also ging es ins Babyfachgeschäft, um sich Kinderwagen, Beistellbett und Autositz zu besorgen. Der Gedanke dahinter: Irgendwie muss das Kind ja transportiert werden vom Spital nach Hause und irgendwo sollte es auch schlafen können. Sonstige Nestbau-Ambitionen halten sich bei mir noch in Grenzen. Ich mein, Oktober, das ist ja noch sooooo laaaang hin.

Wie dem auch sei. Nach ausführlicher Beratung haben wir uns für den Bugaboo Cameleon als Gefährt der Wahl entschieden. Ich war etwas vorbelastet, da zwei Freundinnen von mir sehr zufrieden davon berichtet hatten, bei unserem Besuch in Stockholm im Frühjahr jede/r, ja, wirklich jede/r stylishe Mum und Dad einen vor sich herschob und er eigentlich ganz gut ausschaut – ja, ich muss mir das Ding täglich ansehen, da soll es auch schön sein. Eigentlich hätte mir ein Modell von Stokke sogar besser gefallen, aber da es bei uns vorm Haus am Stadtrand auch recht holprig ist, wollte ich ein etwas geländegängigeres Modell (sofern man beim Cameleon davon sprechen kann) als den reinen Stadtflitzer. Alle anderen Leistungsmerkmale scheinen zu passen, darum haben wir nicht lange überlegt und gekauft.

Sehr beruhigend war es dann für mich, einige Tage später zu hören, wie erfahrene Mütter über unsere Wahl, die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben. Naja, ich geb zu, ganz so intensiv war die Reaktion nicht, aber irgendwie kam es mir so vor. Zu niedrig, die Tasche zu unpraktisch, kein passendes Preis-Leistungsverhältnis. Wieder andere beschwichtigten und Tage später hörte ich, dass Brio das Maß aller Dinge sei.

Nun ja, gekauft ist gekauft. Und ich steh zu unserer Entscheidung. Aber eines habe ich gelernt: Der Kinderwagen ist eine Glaubensfrage. Ein richtig oder falsch gibt es nicht. Dafür kenne ich  mich jetzt mit ganz neuen Marken aus, die zuvor keine Rolle in meinem Leben gespielt haben, die aber anscheinend sehr stark identitätsstifend sind. Ich werde also eine Bugoaboo Mama. Was das genau heißt, werde ich wohl noch erfahren.

Der Kinderwagen wurde übrigens in schwarz gewählt. Das lässt sich zu jedem Outfit gut kombinieren.

pregnancy

Mein Urlaubscocktail

Auch wenn mein Arzt meint, dass ich ruhig alles Essen kann und ein Glaserl Sekt in der Schwangerschaft auch noch niemanden geschadet hat, so will man ja als verantwortungsbewusste Bald-Mutter nicht unnötige Gefahren eingehen. Das heißt, dass ich doch eine Liste an Dingen vermeide.

Ganz oben auf dieser Liste: Alkohol – Auch wenn ich vielleicht mal nippen könnte, stellt sich die Frage: Was hab ich denn davon? Da lasse ich es doch lieber gleich weg. Mit dem Ergebnis, dass mir mein Freitagabend-Bier, mein Samstags-Cocktail und so generell mein Alkohol-Genuss fehlt. Ja, das mag nach Alkoholikerin klingen, aber ich steh offen dazu. Als Tochter von Weinproduzenten gehört der Genuss mit Promille für mich zur Lebensqualität. Wobei ich festgestellt habe, dass alkoholfreies Bier auch gut schmeckt.

Der Mann an meiner Seite hatte vor Jahren eine alkoholfreie Zeit. Die scheint aber jetzt völlig vorbei zu sein. Man hat fast das Gefühl, jetzt wo ich nichts trinken kann, fallen ihm die kreativsten Drinks ein. Nur eben für sich selbst bzw. für Freunde und Familie. Aber ich werde sie alle einfordern, sobald ich kann.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Satz ein, den ich bei Bekanntgabe der Schwangerschaft immer wieder zu hören bekomme: „Genieß die Zeit!“ Ich grüble und grüble und grüble über diesen Satz. Was genau soll ich genießen? Gut, in der ersten Zeit, kann das wohl niemand ernst gemeint haben, aber da wusste es auch kaum jemand, denn zur Übelkeit kann mir doch keiner geraten haben, sie toll zu finden. Aber auch jetzt. Meine Figur nimmt seltsame Formen an – auch wenn ein Babybauch nichts Hässliches ist, so ist es jetzt kein Idealkörper. Und nein, es ist einfach nicht schön, wenn man nicht mehr in seine Sachen passt. Ich bin viel kurzatmiger und habe weniger Ausdauer. Das Wissen, dass da ein kleiner Mensch in einem ist, ist schon manchmal genial und manchmal aber auch wahnsinnig beängstigend. Ich verzichte unter anderem auf Sushi und rohen Teig – zwei Dinge, die mir natürlich gerade jetzt noch umso mehr fehlen. So sehr, dass ich bei der Zubereitung eines Kuchens vor Kurzem ganz grantig wurde. Den Alkoholverzicht habe ich schon erwähnt. Dann wäre da noch, dass das Baby einfach noch nicht da ist und die Wartezeit doch recht lang meiner Meinung nach. In einer Zeit in der alles immer gleich verfügbar ist, ist das fast 10-monatige Warten schon ganz schön lang und ungewohnt. Vielleicht meinen diese Glückwünscher genau das. Genieß noch die Zeit ohne Kind. Hmm…find ich auch komisch.

Ihr seht, hier komme ich nicht weiter. Also zurück zum Alkohol.

Neben diversen Antialkoholischen Getränken, gibt es ebenso alkoholfreie Cocktails. Beim Blogger City-BBQ im Hotel Imperial Riding School wurde mir ein besonders leckerer kredenzt: Basil Smash! Eigentlich ist es ein Gin Basil Smash, aber eben für mich ohne Gin. Da musste ich gleich nach dem Rezept fragen und hab es dankenswerter Weise zugeschickt bekommen, um es in weiterer Folge hier zu teilen.

Da ich derzeit im Urlaubsmodus bin, war das der perfekte Cocktail, um in ein paar entspannte Wochen zu starten. Für den Mann an meiner Seite, gibt’s die Gin Variante. So sind wir beide dann entspannt. Jeder auf seine Weise :-) Dabei kann ich die Zeit dann tatsächlich genießen!

Rezept:

Gin Basil Smash alkoholfrei

Gin Basil Smash: 

5 cl Gin (in unserem Fall Tanqueray No. Ten)

3 cl frische Zitrone

2 cl Simple Sugar (1 Teil Zucker Zucker, 1 Teil Wasser)

Viel Basilikum eine gute Hand voll

Sommeroption: 

Mit Club Soda auffüllen

Für die alkoholfreie Variante … Gin weglassen Soda als Filler benutzen!

Zubereitung: 

Basilikum in einen Shaker geben. Zitronensaft zufügen und kräftig „muddeln“ man kann auch optional einfach eine halbe Zitrone mit dazugeben, dann muss man allerdings die Menge des

Zuckers abschmecken. Das Geheimnis ist die Balance zwischen Süße uns Säure!

Anschließend den Gin einfüllen hier kommt es sehr auf die Qualität des Gins an. Ich bevorzuge Gins die recht zitruslastig sind für diesen Drink.

Nun kräftig mit Eiswürfeln shaken und durch ein feines Sieb in ein Glas mit Eiswürfeln abseihen. Wichtig ist, dass ein Metallshaker benutzt wird, damit bei der Herstellung wenig Licht an das Basilikum kommt. Ansonsten

wird der Drink durch die Reaktion Chlorophyll + Licht, nicht grün. Ähnlich wie bei der Herstellung von Pesto.

Für mehrere Personen kann man den „Basilikumsaft“ auch im Vorfeld herstellen. Man nimmt einen Mixer mit Metallaufsatz, schmeckt Süße und Säure ab und fügt die dementsprechende Menge an Basilikum hinzu. Danach mixen, wieder fein durch ein Sieb geben und dunkel und kühl lagern. Hier ist wichtig, dass wirklich keine festen Bestandteile (Basilikumstückchen) mehr in dem Saft enthalten sind, da der Saft sonst schnell braun wird!

Hält sich ca. 2 Tage.

Drinks mit frischen Zutaten werden Grundsätzlich ohne Trinkhalm serviert, da man die Aromen auch über die Nase aufnehmen sollte. Durch einen Trinkhalm ist die Nase viel zu weit entfernt!

 

365 Yogachallenge – What happened?

Es ist ruhiger hier geworden. Ich hätte auch viel zu erzählen gehabt in den letzten Wochen, aber ich wusste nicht, ob ich das öffentlich tun möchte. Aber vielleicht fragt sich der eine oder andere, wie es um meine #365Yogachallenge so steht.

Eloquent.at ist für mich eine Spielwiese meiner Gedanken und für die Dinge, die mich so interessieren. In den letzten Monaten ist für mich ein spannendes Thema hinzugekommen, das mich wiederum von anderen abgelenkt hat. Im Konkreten: Ich habe einen kleinen Untermieter bei mir, der/die seit einiger Zeit meinen Körper beansprucht und ihn wohl noch für ein paar Monate recht verändern wird. Mr. Wunderbar und mich freut das außerordentlich, auch wenn wir beide eher von der ungeduldigen Sorte sind und 9 Wochen Vorbereitungszeit langen 9 Monaten (oder eigentlich länger, wie ich gelernt habe) vorziehen würden.

Jetzt ist das immer so eine Sache mit dem Bloggen. Wie öffentlich will man darüber schreiben, dass man schwanger ist? In den ersten drei Monaten gar nicht. Es könnte ja soviel noch passieren. Jetzt, Anfang des 5. Monats, wissen erstens, die Menschen im näheren Umfeld bereits Bescheid und zweitens, ist man schön langsam in die Rolle reingewachsen, sodass man (ich) nicht täglich von Unsicherheit geplagt wird. Oder von Übelkeit.

Was mich auch schon zu meiner #365yogachallenge bringt. Groß war mein Vorhaben und meine Motivation. 365 Tage Yoga machen. Dabei jedes Monat eine ausgewählte Position vertiefen. Und dann erfahre ich genau im ersten Monat der Challenge, dass wohl einige Positionen bald nicht mehr so günstig sein werden. Denn auch wenn ich als geübte Yogini Yoga relativ normal weiter betreiben kann bis zum Ende, so müssen so manche Übungen in der Schwangerschaft dann doch nicht sein. Abgesehen davon, dass sich meine Yoga Routine in den ersten Monaten einfach nicht mehr durchziehen ließ, da Übelkeit mein ständiger Begleiter war. Die größte Fehlbenennung der Menschheit ist übrigens der Begriff Morgenübelkeit. Rein auf den Morgen, wollte sich das bei mir nicht beschränken. An täglich Yoga war nicht zu denken.

Jetzt in Woche 17 ist alles besser und ein Bäuchlein zeichnet sich auch schon ab. Für jemanden wie mich, die immer relativ bauchlos durchs Leben schritt, entsteht das Gefühl einer Wampe. Aber hey, das wird noch ärger. Dafür bin ich beruhigt, weil es jetzt mit dem Yoga wieder besser geht. Der Kreislauf spielt zwar noch immer etwas verrückt in der Früh, aber ich bin nicht völlig antriebslos. Von den Profi-Posen habe ich mich dennoch jetzt mal für das Erste verabschiedet. Es geht eher darum, nicht nichts zu tun, als großartige Ziele zu erreichen.

So. Jetzt ist es draußen. Ihr könnt also erwarten, dass sich das eine oder andere Baby-Thema hier einschleichen wird.

Ein Ausschnitt der ersten Learnings der ersten 17 Wochen:

  • Manche Menschen erraten, dass man schwanger ist, weil sie meinen, dass man anders auf sie wirkt – mehr in sich ruhend. Hmm…
  • Den ersten Herzschlag zu hören, ist eine sehr flashige Angelegenheit.
  • Asos hat die schönsten Anziehsachen für Schwangere.
  • In den Wiener Spitälern muss man sich schon sehr früh für die Geburt anmelden.
  • Seife mit Granatapfel-Duft riecht einfach widerlich – könnte auch generell so sein, fällt mir nur jetzt besonders auf.
  • Es gibt sehr gemeine Eltern, die ihren Kindern sehr gemeine Namen geben und dabei auch noch die Schreibweisen verunstalten. Zum Beispiel: Schantalle-Schakeline oder Brain Ulrich (Ich hoffe, dass es Brian und nicht Brain heißen soll und man sich nur verschrieben hat.). Mehr Inspirationen für derart schöne Namen findet man am Chantalismus Blog.

Zum Abschluss gibt es noch das heutige Yoga Bild:

yoga_eloquent

Ich bin ein politisch interessierter Mensch. War ich schon immer. Aber mein Interesse schwand, durch das Gefühl nicht vertreten zu sein. Von niemanden. Dann kamen neue Parteien. Die klangen spannend. Sind sie auch. Sie bringen Schwung in das angestaubte System. Aber ich kann mit keiner Partei in allen programmatischen Punkten übereinstimmen, schon gar nicht, wenn es ideologisch wird. Daraus ergibt sich die Wahl der größten Schnittmenge. Das ist ärgerlich. Ich will nicht gezwungen sein, einen Programmpunkt zu wählen, mit dem ich so gar nicht kann, nur weil ich drei andere Punkte sehr gut finde. Was ist das für ein System? Wie unflexibel! Und wie veraltet.

Passt es in eine moderne Welt, in der Informationen so vielfältig und rasch zugänglich sind, gleichzeitig aber kaum Verstanden werden und der Widerspruch zwischen Besinnung auf lokale Werte und Angleichung von Werten auf globaler Ebene täglich gelebt wird, dass man sich für die eine und einzige Weltanschauung entscheiden soll?

Keep calm and vote for me

Alle reden von der Generation Y und wie sie arbeiten und leben möchte. Das arbeiten ist das Eine, aber wie sieht es mit der politischen Mitbestimmung aus? Wenn wir unser Geld für unsere Ideen schon nicht mehr bei Banken holen, sondern Investoren suchen – seien es große oder viele kleine in Form von Crowdfunding. Wenn sich die Wirtschaft und die Gesellschaft in einem rasend schnellen Tempo ändern, warum nicht auch die Politik? Wenn das Gebot der Stunde für die Generation Y und die Wirtschaft von heute lautet „disruptive“ zu sein, warum soll das nicht auch für die Politik gelten?

Natürlich geht nichts von heute auf morgen. Doch irgendwann muss man anfangen. Nur wann? Oder sehe nur ich das so? Ich will keine Parteien wählen. Ich will Lösungen wählen. Lösungen für ein Problem. Oder noch besser: Lösungen ohne Probleme davor. Manchmal kann die richtige Antwort bei den Grünen liegen, manchmal bei der ÖVP und wiedermal ein andermal bei den Neos oder wo auch immer. Was solls. Ich brauch keine Ideologie. Ich brauche Lösungen und Umsetzungen. Kein zerreden und keinen Parteistellungskrieg. Wenn die Mehrheit für die Lösung von Partei X ist, dann soll sie den Lead für die Umsetzung haben.

Ja, ich weiß. Dieser Ansatz ist nicht perfekt und bei weitem nicht durchdacht. Es ist ein Gedanke. Ich wünsche mir mehr solche Gedanken, die einen Prozess in Gang bringen, der das politische System ändert, denn das heutige politische System ist nicht mehr zeitgemäß für das Hier und Jetzt und schon gar nicht für die Zukunft.

Teig-Sushi

Vor kurzem hat mein Partner in all Crimes, anlässlich meines Geburtstages ein Foto von mir gepostet, auf dem ich mir genüsslich rohen Teig von den Fingern lecke. So weit so gut, als ich mit den Worten „So süss, wie eine 2-jährige” darauf angesprochen wurde,  dachte ich mir nur: Richtig! Die Motivation der 2-jährigen Susi hab ich mir innerlich behalten. Warum?

Roher Teig – oder wie Natalie es vor kurzem benannte: Teig-Sushi – schmeckt einfach nur verdammt  lecker und lässt sich herrlich ablecken. Sehr oft besser, als das eigentliche Endprodukt (Sorry Jürgen..). Das kann dann schon mal zu trocken ausfallen, oder gar nicht mehr so süss wie in der Ursprungsform schmecken. Natürlich hat auch der Reiz des Verbotenen bzw. die Verknappung (Mann nimmt Schüssel schnell wieder weg) eine hohe Anziehungskraft, die das Zutatengemisch äußerst sexy machen. Bei meinem Mann darf man nur in Ausnahmefällen vom unfertigen Produkt naschen und bei Mama und Oma durfte ich nur die leeren Schüsseln ausschlecken, aber sicher nicht einmal schön mit dem Löffel in die ganze Masse rein. Immer das, was man nicht haben kann?

Früher, als ich noch keinen Mann hatte, der auch schon mal einfach so in der Früh aufsteht, um spontan für das Frühstück was zu backen (Ja, ich bin im Paradies), weil wir nichts da haben, da habe ich sehr oft Mamas Marmorkuchen-Rezept nachgebacken, aber nur um den rohen Teig zu naschen. Wenn ich dann genug hatte und/oder mir schlecht wurde, wurde der Rest in eine Gugelhupf-Form verfrachtet und in den Ofen geschoben, nur fürs Protokoll und der Rest interessierte mich dann schon nicht mehr.

Weil ich mal nicht so bin, teile ich das Teigrezept mit euch, fertig backen keine Vorraussetzung. Was ihr dann daraus macht – Gugelhupf, mit Obst belegen, weiß der Teufel – ist mir egal. Mir geht es nur um die lecker rohe Masse. Teig-Sushi eben.

Zutaten:

5 Eier

300 g Mehl

300 g Zucker

1/8l Öl

1/8l Wasser

etwas abgeriebene Zitronenschale (natürlich von einer unbehandelten Zitrone)

1/2 Pkg. Backpulver

1 Pkg. Vanillezucker

3-4 Esslöffel Kakaopulver

Die Eidotter mit Zucker, Öl, Wasser, Zitronenschale und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Eiweiß extra zu Schnee schlagen. Das ganze dann vermengen und Backpulver und Mehl unterheben. Einen Teil davon in eine extra Schüssel und den Kakao unterheben. Jetzt genießen!!!

Wer danach wirklich einen Marmorguglhupf daraus macht, gibt zuerst die helle oder die dunkle Masse in die zuvor ausgebutterte und mit Brösel bestreute Backform und leert dann die andere dazu. Einmal kurz mit dem Gummihund durch die Masse gerührt – aber nicht verrührt – und man bekommt eine schöne Marmorierung. Bei 180° ca. 45 Minuten lang backen und fertig!

 

Eloquent Teig

Neues Jahr, neue Yoga-Challenge

2013 hatte ich einen Vorsatz: 364 Tage Yoga zu machen. Warum 364 Tage? Ich bin erst am 2. Jänner auf die Idee gekommen.

Zu Beginn war ich sehr fleißig mit dem Posten von Bildern. Ich bekam sehr viel Zuspruch und insgesamt war es eine großartige Herausforderung. Mitte des Jahres sind wir in eine neue Wohnung übersiedelt. Ich habe nun einen fixen Platz für meine Yogamatte. Trotzdem ich immer noch meist gleich in der Früh nach dem Aufstehen meine Asanas angegangen bin, war ich aber nicht mehr vorm Bett und konnte der besseren Hälfte, die entsprechend später erst aufstand auf die Schnelle mein Handy in die Hand drücken, damit er schlaftrunken meine Challenge dokumentiert. Resultat: Die Fotos wurden seltener und immer mehr hegten den Verdacht, dass ich meine Challenge gestoppt hätte. Dem war aber nicht so. Ich war brav. Sogar an Tagen an denen ich krank war (mit entsprechend schonenden, eher meditativen Übungen). Aber ich gebe zu, die Motivation ließ nach. Gegen Ende des Jahres häuften sich die Momente an denen nur schnell für 10 Minuten die Sonnengrüße durchexerziert wurden oder ich hastig durch die Positionen gerast bin. Immerhin besser als gar nichts zu machen, aber auch nicht das was ich wollte. Außerdem bin ich zwar sicherlich stärker und flexibler geworden insgesamt. Aber der richtige Fortschritt in einzelnen Positionen fehlt mir. Dazu habe ich zuviel abgewechselt bei den Asanas.

Jetzt ist die Challenge vorbei. Einerseits waren die ersten Tage im Jänner eine Erleichterung. Nicht mehr täglich irgendwie das Yoga-Ritual einbinden sondern einfach mal sagen: “Ich mach heute nichts.” Ich habe seither dennoch hin und wieder “praktiziert”. Jedoch nur circa 2 mal wöchentlich. Andererseits fehlt mir die Routine und irgendwie muss ich mich körperlich betätigen um das Ergebnis meiner Essgewohnheiten nicht ausufern zu lassen und mich generell geistig und körperlich fit zu fühlen. Das Gleiche wie letztes Jahr zu machen wäre mir aber zu langweilig. Yoga ist jedoch das Einzige an dem ich ernsthaft über einen längeren Zeitraum dranbleibe. Das hat die Erfahrung gezeigt.

Darum bin ich zu folgendem Entschluss gekommen: Ab 1.2.2014 starte ich die #365YogaChallenge. Bis zum 31.1.2015 wird wieder jeden Tag Yoga gemacht. Was soll daran anders sein als letztes Jahr, außer, dass es einen Tag mehr ist? Ich sag’s euch. Ich setze mir diesmal Monatsziele. Eine Position, die ich in diesem Monat jeden Tag einbaue, um darin Fortschritte zu machen – oder auch nicht, was mir vielleicht zeigen würde, dass ich es einfach nicht besser kann. Das werde ich dann wohl sehen.

Im Februar starte ich mit: Utthita Hasta Padangustasana (A + B). Eine Position, die ich schon sehr lange kenne, auch immer besser darin wurde über die Jahre, aber den Eindruck habe anzustehen. Im Grunde geht es darum einen Fuß zu fassen, ihn nach vorne auszustrecken (5 Atemzüge lang) und danach seitlich zu strecken mit Blick in die entgegengesetzte Richtung (5 Atemzüge lang). Im Foto unten, das heute – also zum Start meiner neuen Challenge – aufgenommen wurde, seht ihr, dass ich eindeutig noch daran zu arbeiten habe. Keine meiner beiden Beine ist ganz durchgestreckt, meine Schultern sind nicht gerade, sprich die Schulter geht immer mit nach vor und meine Hüfte ist nicht offen genug, um das Bein wirklich gut seitlich zu strecken. Ich bin gespannt, ob sich das innerhalb des Monats ändert. Das Vorher-Nachher-Foto gibt es auf alle Fälle.

Auf meinem Tumblr gibt es alle Fotos vom letzten Jahr und jenen, die heuer hoffentlich noch folgen werden auf einem Blick.

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