Ich mag kein Mängelexemplar

susanne, am 14. Oktober 2009

Frau Kuttner hat es geschafft und ist mit ihrem Buch “Mängelexemplar” in der Bestsellerliste. Das freut mich sehr! Ich mag Sarah Kuttner. Finde sie ist eine humorvolle und interessante Moderatorin. Aber, ob ich ihr das Lob auch für ihre schriftstellerisches Werk geben kann?

Mängelexemplar

Leider muss ich das verneinen. Die Sprache mag zwar verspielt und lässig sein, so wie Frau Kuttner ja auch spricht, aber wirklich mitreißen konnte mich das Buch nicht. Dabei wurde es mir von vielen verlässlichen Quellen aus meinem Umkreis empfohlen. Word-of-Mouth par excellence quasi. Dennoch. Nichts. Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen.

Leider nein

Ich sehe dafür verschiedene Gründe:

Erstens, ich hatte noch nie eine Depression oder einen Panikanfall. Soetwas muss zwar eigentlich kein Grund sein, dass man sich in eine Geschichte hinein findet, dennoch war für mich die Nachvollziehbarkeit der Situation der Hauptfigur so wenig gegeben. Dabei wird überall davon berichtet wie treffend dieses Buch die sogenannte “Quarterlife Crisis” beschreibt. Als ob alle Mitte Zwanzig Jährigen mit irgendeiner Lebenskrise zu kämpfen hätten, vielleicht auch noch in Zusammenhang mit einer schlechten Kindheit! Ich bin da mitten drinn und hab genauso viel oder genauso wenig Krise wie mit 18, als sich auch viel in meinem Leben verändert hat und es galt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Natürlich macht einem das älter werden zu schaffen und der Druck ist groß, aber Krise? Das soll für meine Generation sprechen? Naja, nicht zu vorlaut sein, vielleicht kommts ja noch.

Zweitens, war mir die Geschichte zu flach. Eine junge Frau ist unzufrieden mit der Gesamtsituation, hat Ballast aus der Kindheit, trennt sich von ihrem Freund und hat Liebeskummer, Nervenzusammenbruch, Krankheit, neue Liebe und zum finale das große Learning. Ja ,eh gut, was will man mehr. Ich weiß es auch nicht. Mir war es zu fad.

Zusammengefasst, die Sprache macht Spaß, wobei sie vielleicht etwas zu sehr MTV-isch ist, der Rest hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.

Übrigens, für alle die wie der Stern meinen, Kuttner hätte DEN Roman zu Psychokrankheiten geschrieben hier eine Empfehlung meinerseite: “Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen”. Darin geht es um ein junge Frau mit Schizophrenie. Hat mich damals mehr gefesselt als “Mängelexemplar”.

Update: Ich mochte auch das Buch von Charlotte Roche nicht. Feuchtgebiet hat mich tatsächlich von vorne bis hinten genervt. Dabei finde ich auch die Roche eigentlich interessant und unterhaltsam als Moderatorin. Vielleicht sollt ich nicht mehr auf Moderatorinnen-Gequassel reinfallen und mir deren Bücher kaufen.

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iPhone, Paris, Hochzeit?

susanne, am 13. Oktober 2009

Heute geht es in meinem Blogbeitrag gleich um mehrere Dinge gleichzeitig, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben: Eine iPhone Applikation, die Pariser Fashionweek und meine anstehende Hochzeit nächstes Jahr. Meine Mama würde sagen: “Typisch, mit einem Ar… auf zehn Kirtag sein wollen.” Aber liebe Mama, es gibt ein verbindendes Element und das ist Mode, Fashion, Couture!

Die iPhone Applikation

Als iPhone Userin, stöbere ich immer wieder gerne im App Store, um mein Handy zu pimpen. Dabei probiere ich gerne viel aus und entdecke so manch lustige bis brauchbare App. Wer zum Beispiel bei mehreren Gläschen Bier mit dem Ultimate Fart Maker daher kommt, staubt einiges an Bewunderung ab.

Aber ich will euch doch eigentlich von einer ganz anderen Anwendung berichten und zwar der von Style.com. Auf Style.com findet man die aktuellen Modeschauen zum durchblättern. Mit der Applikation kann man das auch auf dem Handy. Außerdem die neuesten Blogbeiträge und Fotos von Partys. Zweiteres interessiert mich persönlich weniger. Gerade während der Fashion Weeks lassen sich damit die neuesten Modetrends verfolgen und das sehr einfach mit gewohnter iPhone-Foto-wegwisch-Technik. Das macht Spaß und ist für Fashionvictims fast ein Must-have!

Style.com

Pariser Fashionweek – Prêt-à-porter

Da letzte Woche auf der Pariser Fashionweek die neuen Frühjahrskollektionen vorgestellt wurden, habe ich eben mit dieser gerade vorgestellten iPhone App, das ganze Geschehen mitverfolgt und bekam mehr Designs, mehr Informationen und mehr Lust auf Frühlingsmode über mein Handy, als über die kurze Berichterstattung in anderen Medien (Internet ausgenommen).

Ein absolutes Highlight war für mich die Show von Viktor & Rolf! Die beiden holländischen Designer haben meine Traumkollektion entworfen. Die Farben und die Schnitte der Kleider – einfach schön. Gerade die Farbkombinationen sind für mich ein Highlight, weil sie kontrastieren und dennoch harmonieren. Leicht punkig aber trotzdem klassisch. Witzig sind die Entwürfe für die Abendroben. Hier wird zum Beispiel einfach ein wallendes Prinzessinenkleid scharf abgekantet. Angeblich diente die Wirtschaftskrise als Inspiration.

Hier meine Highlights:

(Alle Fotos von Style.com, Photo: Marcio Madeira)

Noch dazu hat eine meiner Lieblingsmusikerinnen Roisin Murphy bei der Show performt und die Designer verhalfen ihr ihren Babybauch nicht gerade “unauffällig” zu verstecken.

Roisin Murphy

Apropos Pariser Fashionweek: Kann sich jemand von euch noch an den Film Prêt-à-porter von Robert Altmann erinnern? Ich mag den Film! Vor allem das Ende, wenn Sonia Rykiel beschließt, dass alle Models nackt über den Laufsteg laufen, weil es nichts mehr zu zeigen gibt.

Das Hochzeitskleid

Da ich seit ca. einem Monat nun offiziell verlobt bin, bin ich bereits fleißig auf der Suche nach einem Hochzeitskleid. Style.com und die Pariser Fashionweek haben mir dabei insofern geholfen, als dass ich nun eine genaue Vorstellung von meinem Wunschkleid habe. Und sieht so aus:

Hochzeitskleid

Mein Problem: Erstens, habe ich vergessen von wem es ist und ich nicht mehr dieses Bild finde auf style.com. Zweitens brauch ich jetzt eine Schneiderin, die mir genau so ein Kleid macht, aber in weiß, weil ich kein anderes mehr möchte. :)

Wie findet ihr es?

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Twittern mit Lottosechser – ja oder nein?

susanne, am 04. Oktober 2009

Ich mag Twitter sehr gerne. Die Schnelligkeit als Feedback- und Austausch-Medium und der Zwang nicht zu schwafeln, da man auf 140 Zeichen begrenzt ist, kommt meinen Nutzergewohnheiten sehr entgegen. Dennoch bin ich mir manchmal nicht sicher, ob ich es genau so intensiv nutzen würde, würde ich einen Lotto Jackpot knacken. Wohl einfach deswegen, weil ich mir mit einem Lottosechser eine sehr lange Auszeit auf einer einsamen Insel mit wenig Kommunikation zu Außenwelt gönnen würde. Eine Zeit lang aussteigen. Ruhe vom Kommunikationsrauschen. Darüber habe ich auch mit Jürgen diskutiert, woraufhin er die Frage mal an seine Follower gestellt hat.

Liechtenecker

Die Antworten waren teilweise sehr witzig, für manche war die Frage nicht ganz nachvollziehbar. Hier zum nachlesen.

Antworten

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Was würdet ihr tun?

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