ATV (Life) Backstage

susanne, am 27. Januar 2010

Ich wurde von ATV, genauer gesagt von Judith, eingeladen zu einer kleinen Backstage-Reportage zu ATV Life – die neue Sendung für den Ex-Sendeplatz von Dominic Heinzls HiSociety ab Februar. Hier nun also meine Eindrücke, mein Interview mit Kerstin Ruhri, eine der Moderatoren der Sendung und warum ich meinen Traumjob gefunden habe.

ATV Life behind the scenes – nur nichts ausplaudern

Ich durfte bei der Redaktionssitzung der ATV Life Redaktion mit dabei sein. In einem verrauchten (wohl eine typische Journalistenatmosphäre) Besprechungszimmer finden sich die 12 Redakteure ein und bringen ihre Ideen und Vorschläge für die Sendung ein. Dabei sollen präzise Stories vorgebracht werden, denn eine Idee ist schnell mal gut, aber ist sie auch einen Bericht wert?

Inhaltlich darf ich ja leider nichts verraten verständlicher Weise und somit kann ich auch nicht mehr berichten wie es ohnehin schon in den Medien zu lesen ist. ATV Life wird keine reine Society Sendung. Den Vergleich zu Heinzls HiSociety versucht man zu vermeiden, genauer gesagt, will man das gar nicht hören. Man will Service und Reportagen bieten und dazu eben auch Lifestyle und Society. Mir persönlich wäre eine reine Promi-Sendung ja lieber. Mit internationalen Klatsch und Tratsch. Dafür den Z-Promis in Österreich keine zusätzliche Bühne bieten. Damit könnte man sich auch schön von Chili abgrenzen. Aber naja, mich fragt ja keiner und vielleicht trifft ja das neue Magazin den Nerv der Zeit.

Eins darf ich verraten – denn das steht auch im aktuellen TV-Media – Thomas Gottschalk beim Opernball wird man auch bei ATV Life miterleben. Das finde ich eine tolle Sache. Damit ist der Opernball mal wieder interessant, auch wenn ich kein Gottschalk Fan bin, die ORF-Berichterstattung mit deren Moderatoren kann man nur toppen.

Kerstin Ruhri im Gespräch

Kerstin Ruhri und Sue Holzer

ATV Life, so hört man, will neben Prominews mit Servicethemen punkten? Was kann man sich darunter vorstellen?

Es wird um Themen gehen, die den Leuten auf der Seele liegen: Probleme des Alltags, was für die Gesellschaft wichtig ist. Dazu bieten wir Servicethemen, aber auch Societyberichte, wenn es passt. Wir werden insgesamt breiter und wollen mit leichteren Themen in den Hauptabend führen. Wir sind auf jeden Fall keine Kopie von HiSociety.

Läuft man damit nicht Gefahr nicht Fisch und nicht Fleisch zu sein? Also weder richtiges Service- noch Societymagazin?

Nein, absolut nicht. Es gibt genügend internationale Beispiele wo dieser Themenmix richtig gut funktioniert.

„Es gibt mehr Ordinäre als Extraordinäre“, schreibt der deutsche Journalist Michael Jürgs über die Berliner TV-Society in seinem Buch „Seichtgebiete“. Noch stärker gilt das für Wien: weil Österreich kleiner ist (eine Society-Sendung aber ausreichend „Promis“ braucht). Wie wird ATV Life damit umgehen?

Gar nicht, da wir eben keine reine Societysendung sind. Ich würde aber niemand als Ordinär bezeichnen.

Wie wichtig ist ATV Life die Einbindung von Facebook, Twitter und Co in die Sendung wie es schon bei “Am Punkt” der Fall ist? Ist das ein Thema, schließlich wird live moderiert?

Nicht so sehr, aber über unsere Webseite werden wir zusätzliche Infos und Services zur Sendung bieten.

Wie stehst du persönlich zu den neuen sozialen online Medien?

Ich bin bei Facebook registriert, bin aber kein leidenschaftlicher Facebooker. Ich finde es vor allem schön, mit Freunden im Ausland so im Kontakt bleiben zu können.

Liest du Blogs und wenn ja welche?

Nein, eigentlich gar nicht.

Welche Zuseherzahlen erwartest du dir für ATV Life?

Da habe ich keine konkreten Erwartungen.

Du bist Newcomerin als ATV-Moderatorin – aufgeregt? Wolltest du immer schon Moderatorin werden?

Nein, ich wollte eigentlich nicht Moderatorin werden. Den Weg zum zuerst zum Radio bzw. zu Medien allgemein war eher ein Zufall. Aber es macht mir Spaß und darum bin ich hier. Was die Moderation von ATV Life angeht bin ich sehr aufgeregt und gespannt!

Was wäre dein persönlicher Erfolg, den du mit ATV Life erreichen möchtest?

Viele Zuseher, die sagen “das interessiert mich, das schau ich mir gerne an”.

Wie beurteilst du die österreichische Senderlandschaft und wie siehst du ATV darin?

TV kann ich nicht beurteilen, da ich bis jetzt wenig Privat-TV Erfahrung habe.

Dein Eindruck von ATV bisher?

Sehr gut, von Anfang an sehr gut. Das Team ist spitze. Mit hätte nichts besseres passieren können.

Mein ATV und ein Traumjob

Judith führte mich noch durch das ATV-Imperium – wenn man es so nennen kann – und stellte mich unterschiedlichen Mitarbeitern vor, die mit mir alle bereitwillig über ihre Arbeit plauderten. Grundtenor: “Der ORF hat für das was wir machen ein Vielfaches an Personal und Budget.” Das scheint zusammenzuschweißen, denn die Stimmung ist gut – zumindest war das mein Eindruck.

Dabei traf ich auch auf Sylvia Saringer, weiteres Aushängeschild des Senders und sehr nett! Sie durfte ich auch in die Maske begleiten und dort habe ich gesehen, dass man Makeup, mit einem Gerät wie es auch für Bodypainting verwendet wird, unglaublich fein auftragen kann, sodass es kaum sichtbar ist. Hightech in your Face!

Außerdem hab ich bei ATV Leute getroffen, die einen absoluten Traumjob haben. Diese “armen” Menschen müssen täglich alle Serien, Filme und Dokus schauen. Sie wählen aus was gespielt wird und legen fest, wo man am besten Werbepausen einfügt. Beruflich fernschauen! Bezahlt werden für King of Queens ansehen! What a Job!

Also, ATV ist ein Sender der mehr als erwachsen geworden ist und das ist gut so. Auch wenn sich über manche Sendungen von ATV streiten lässt, mehr Sendervielfalt tut Österreich gut.

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30 days Challenge

susanne, am 12. Januar 2010

Das neue Jahr ist noch recht frisch. Zeit genug also sich etwas vorzunehmen für 2010. Grundsätzlich halte ich ja nichts von Neujahrsvorsätzen, aber die 30 days Challenges von Matt Cutts gefallen mir so gut, dass ich sie gerne für mich selbst umsetzen möchte und zwar mit eurer Hilfe.

Das soll so funktionieren:

Ich schlage 2 Challenges jedes Monat vor und ihr könnt abstimmen, welche ich davon umsetzen soll. Natürlich könnt ihr in den Kommentaren auch weitere Challenges vorschlagen. Ich berichte in Folge natürlich auf eloquent.at wie es mir bei der Umsetzung ergangen ist, was es gebracht hat, ob es etwas verändert hat oder ähnliches.

Challenge-Abstimmung Nummer 1:

Ihr habt die Wahl zwischen einer sportlichen und einer künstlerischen Challenge.

Challengevorschlag Nr. 1 – Kraulen lernen:

Ich kann schwimmen – das gleich vorab. Ich kann jedoch nicht kraulen. Also der einzige Schwimmstil der nicht aussieht als ob man im Wasser planschen würde. Wenn ich es versuche, sieht es eher so aus als würde ich im Wasser ertrinken. Aber da ich ja seit einiger Zeit 4 mal pro Woche schwimmen gehe, wollte ich ohnehin kraulen lernen. Die 30 days Challenge wäre ein Ansporn dabei auch Fortschritte zu machen. Also: 30 Tage lang kraulen üben und das Ergebnis als Video posten.

Challengevorschlag Nr. 2 – Bananenkunst:

Kürzlich habe ich von dem Künstler Thomas Baumgärtel gelesen. Dieser Herr ist deswegen mehr oder weniger berühmt weil er Bananen in den unterschiedlichsten Variationen und Orten oder auf Objekten darstellt, sprayed, malt, installiert und mehr. Immer nur Bananen. Eine Hommage quasi an Andy Warhols Banane für ein Album von The Velvet Underground. Das finde ich witzig und interessant. Da dacht ich mir, es wäre doch nett 30 Tage lang jeden Tag Bananen darzustellen. Gemalt, fotografiert, in unterschiedlichen Posen, etc. Jeden Tag muss ich mir etwas einfallen lassen und das Bild dazu meinem Flickr-Stream posten. Das wär doch eine nette Challenge.

Bis 28.1.10 könnt ihr abstimmen. Ich sags gleich, mein Favorit wäre ja die Challenge Nummer 2 mit den Bananen.

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Kulturkritik

susanne, am 11. Januar 2010

Dieses ganze Dissen eines Films wie New Moon (siehe mein letzter Blogeintrag), der offensichtlich bei den Massen gut ankommt, erinnert mich an einen Artikel in der November 2009 Ausgabe des brandeins Magazins zum Thema Kunst und die Arroganz der sogenannten “Elite” gegenüber Popkultur. Darin heißt es:

Ein finnischer Problemfilm mit ungarischen Untertiteln ist ein Kunstwerk. Eine Hollywood-Produktion mit mehr als einer Million zahlender Kinobesucher kapitalistisches “Blendwerk”. Einen Bestseller liest man, wenn überhaupt, heimlich. Musik, die in der Hitparade landet, hat man nie gehört. Schön, wahr und gut ist nur das Randständige. Denn nur Kunst, die die Massen nicht verstehen und folgerichtig auch nicht kaufen wollen, entzieht sich den Machinationen des Kapitalismus. Was wunderlich ist, muss wahr sein.

Weiter:

Diese vermeintlich so “fortschrittliche” und “systemkritische” Einschätzung lebt vor allem aber von Geschmack und Arroganz.

Außerdem:

Dass Populärkultur ein Ausdruck der Demokratisierung des Kunstgeschmacks sein könnte, spielt eine Nebenrolle. Darin lebt die Verachtung der Eliten fort, die ihre “schönen Künste”, ihre Hochkultur über die des Volkes stellten.

Das unterstreicht sehr schön meine Wahrnehmung von so manchen Menschen. Die unbedingte Abgrenzung von der Masse und das sich Herausstellen indem man das was der Masse gefällt als schlecht abtut und sich Kunst-Statussymbole zulegt (sei es durch Kauf oder Konsum). Am besten ausgefallen oder schwer zugänglich. Das ist meiner Meinung nach übrigens nicht besser als eine Louis Vuitton Handtasche oder einen Porsche zu kaufen, das meist von eben den gleichen Personen als profan hingestellt wird.

Dazu ebenfalls ein kleiner interessanter Auszug aus dem brandeins:

Es geht um Wahrnehmbarkeit. Unterscheidbarkeit. Das ist die ganze Kunst. Und für diese Kunst ist nichts zu teuer, zu aufwendig. Das bestätigt auch die Evolutionstheorie, das Meisterwerk des Charles Darwin. In seinem “On The Origin of Species” taucht ein bunter Vogel auf – der Pfau. Dieses Tier fliegt miserabel, verfügt über keinerlei Bordwaffen, dafür aber über ein auffälliges Federkleid. Das Pfauenmännchen breitet diesen Schmuck gern zu einem Rad aus und begleitet diese Show mit einem durchdringenden Gekrächze. Er tut eigentlich alles, um gefressen zu werden. Wie kann sich ein solches Tier in der Evolution behaupten?, fragte sich Darwin. Es dauerte einige Zeit, bis er das Rätsel lösen konnte. Das auffällige Gehabe ist für Pfauenweibchen ein deutliches Zeichen für die Fitness und damit Überlegenheit ihres Partners. Der eitle Pfau ist ein idealer Reproduktionspartner. Er hat es nicht nötig, sich zu verstecken. Wer sich das leisten kann, muss schon ein toller Hecht sein. Wie der Pfau, so der Mensch.

Schön, nicht alles was Mainstream ist ist gut (wer auch immer das beurteilen kann), aber das wirkliche Leben ist doch so, dass niemand besser ist als ein anderer. Das Anderssein oder das Anderssein-wollen ist auch in Ordnung und normal, aber nicht indem man sich über andere stellt, sondern durch die Einstellung zu allem zu stehen was einem gefällt – ob Mainstream oder nicht, ob große Kunst oder Trash – ohne Gedanke wie das auf meine “Personal Brand” wirkt.

Vielleicht ist das aber auch zu hoch gegriffen und der Umstand, dass ich diesen Beitrag verfasse die Widerlegung meiner eben aufgestellten Formulierung, denn jeder ist wie er ist, egal welchem Statussymbol oder -verhalten er nachjagt.

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Twilight – eine Rechtfertigung

susanne, am 05. Januar 2010

Gut, eine Rechtfertigung bin ich eigentlich niemanden schuldig, darüber dass ich auf Twilight stehe. Aber die unterschiedlichen Reaktionen und meine gemischten Gefühle zu den Filmen, veranlassen mich dennoch dazu Stellung zu beziehen.

Alles nur Müll!

Wenn ich die meisten Menschen in meiner Umgebung vor ein paar Tagen gefragt habe, ob sie mit mir New Moon, den zweiten Teil der Twilight-Sage, ansehen wollen im Kino, bekam ich nur Ablehung für die Romanverfilmung bzw. meist ebenso für die Romanserie zu hören. Auch via Twitter bekam ich auf die Ankündigung, dass ich mir nun den Film ansehe hauptsächlich negative Rückmeldungen. Meist von Männern. Zugegeben, die Geschichte ist auch eher etwas für Frauen, obwohl ich nicht sehr auf Geschlechterstereotypen stehe.

Quelle: twilightthemovie.com

Quelle: twilightthemovie.com

Als ich den ersten Teil der Twilight Verfilmung gesehen habe (ich muss zugeben, dass ich die Bücher nie gelesen haben), dachte ich zu Beginn: “Was für ein schlechter Film mit noch schlechteren Schauspielern.” Und auch beim zweiten Teil erging es mir eigentlich nicht besser. Dennoch, irgendetwas fesselt mich und ich rede hier nicht von einem angeblich so gut aussehenden Robert Pattinson oder dem extrem gut gebauten Taylor Lautner. Naja, vielleicht ein bißchen. ;) Es ist die Mischung aus dem Mystischen mit Vampiren, Werwölfen und das was sie ausstrahlen. Das anziehende Verbotene, Geheime und die übernatürlichen Kräfte. Davon träumen viele, inklusive mir. Dazu die komplizierte Liebe. Ja, das ist der Teil an dem die meisten aussteigen, aber ganz ehrlich, Liebesdramen können so schön sein. Sie sind ergreifend. Im Fall von Twilight versetzt mich die Geschichte in meine Zeit als Teenie zurück, wo alle Gefühle so intensiv und alles so neu und alles so leidenschaftlich, gleichzeitig aber auch so dramatisch, war. Hier kann man den intensiven Gefühlen von früher wieder nachspüren.

Das ist meine Erklärung weshalb ich auf die Filme stehe. Und das obwohl ich den ersten Teil besser fand und die schauspielerische Leistung vor allem von Robert Pattinson nicht besonders gut finde. Die ganze Zeit fad dreinschauen hilft auch nicht weiter. Außerdem sind die Vampire zu überzeichnet in der Erscheinung: super blass und mit übertrieben leuchtenden Augen. (War das im ersten Teil auch schon so?) Also ich kenne ganz genau die Kritikpunkte, aber das hilft mir gefühlsmäßig nicht weiter. Da sagt das Herz wohl etwas anderes als der Kopf. ;)

Übrigens, Lena verfasst gerade eine Arbeit zu Twilight, die sie auch bloggen wird. Eine interessante Info daraus, die sie mir über Twitter gesteckt hat, über den mageren Body von Robert Pattinson und dem immens trainierten Körper von Taylor Lautner:

twitter lena new moontwitter lena twilight

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