Heinz Fischer for President?

susanne, am 30. März 2010

Letzte Woche fand die Auftaktveranstaltung zu Heinz Fischers Kandidatur für das österreichische Präsidentschaftsamt statt. Dazu wurden auch Blogger eingeladen. Als man bemerkte, dass man hauptsächlich männliche Blogger in der Blogroll auf heifi2010.at und als Gäste hatte, gab es einen Aufruf für weibliche Bloggerinnen doch auch dabei zu sein. Ein Aufruf, der mir im ersten Moment egal war, denn 1. wollte ich nie zur österreichischen Politik bloggen und 2. wird man bei Besuch solcher Veranstaltungen sehr schnell darauf reduziert für alles dort Gesagte oder Getane zu sein. Aber soziale Beziehungen bedeuten dann doch mehr als anfängliche Bedenken und so konnte ich die persönliche Bitte, die an mich herangetragen wurde, dann doch nicht abschlagen. Und hey, vielleicht kommt ja was Interessantes dabei raus, dacht ich mir!

Go heifi!

Was kann ich euch nun davon berichten? Im Großen und Ganzen decken sich meine Eindrücke mit denen von der lieben Veronika. Der offizielle Teil im MAK war, nun ja, ein bißl fad für meine Wenigkeit, mit einer Brise Peinlichkeit. Ein Obama ist der heifi ja nicht gerade. Dass sich beim Einzug des Kandidaten die Journalistenmeute vor ihn wirft und kaum ein Durchkommen ist, wirkte eigenartig. Mir wäre ein weltmännischer Einzug mit Gattin lieber gewesen, wo vom Rand aus, die Journalisten ihre Bilder machen können. Inhaltlich setzt man auf Werte wie Gerechtigkeit. Aber eigentlich bleibt mir, insbesondere von der Rede des Bundeskanzlers Faymann, nur die sich immer und immer wiederholende Betonung auf die hohe Beliebtheit des Heinz Fischers in Erinnerung. “Er ist so beliebt, da hat er sicher alles richtig gemacht in den letzten 6 Jahren und das wird auch in einer weiteren Amtszeit so sein”, scheint mir die Schlussfolgerung der meisten Wortmeldungen zu sein.

Ich frage mich ja schon länger, wozu Österreich einen Präsidenten eigentlich braucht. Die theoretische Macht tatsächlich einzusetzen ist ja eigentlich ein No-Go. Hugo Portisch sieht das sogar an diesem Abend positiv und meint, dass die Rute im Fenster viel wichtiger ist. Naja, dem kann ich mich nicht ganz anschließen. Dennoch braucht eine Familie ein Oberhaupt – egal ob männlich oder weiblich. Und der Heinz, der ist schon so eine Vaterfigur. So ein gemütlicher. Fast eher eine Großvaterfigur. Daher gönne ich ihm – auch aus rein irrationalen Gründen – das Präsidentenamt. Hinzu kommt jedoch noch, dass die diesjährige Gegenkandidatin Barbara Rosenkranz, für mich absolut nicht wählbar ist. Darum hat der Heifi auch meine Unterstützung.

Übrigens, bei der Rosenkranz wird immer stark von den Sympathisanten thematisiert, dass sie ja so eine gute Mutter ist und dazu noch so erfolgreich. Hmm…wann ist so etwas jemals bei einem Mann wirklich relevant?

Hinein ins Politgetümmel

Ich war dann auch noch am Badeschiff, wo es eine heifi2010 Auftaktparty gab. Ich muss ja sagen, dass mir die Jugendkampagne ganz gut gefällt und auch die extra Webseite heifi2010.at finde ich recht gelungen. Auf der Party war ich dann doch eindeutig fehl am Platz. Wirkte wie ein Treffen des VSStÖ und da pass ich dann irgendwie nicht dazu. Obwohl…ich war an dem Abend auffällig rot gekleidet. Eigentlich sehr unabsichtlich. Der Frühling kommt und ich wollte meine roten Accessoires mal wieder ausführen. Als ich dann aus der UBahn ausstieg und zur Veranstaltung ging, fiel mir ein, dass ich wie der Super-Fan wirken musste. War mir schon etwas peinlich.

susl goes red

Heinz Fischer ließ sich dann auch am Badeschiff blicken mit seiner Margit und die ging dann auch von Tisch zu Tisch und schüttelte jedem die Hand. Promi-Stalker der ich bin, hab ich mich gleich mit ihr ablichten lassen von Lena.

Margit Fischer & Sue Holzer

Margit Fischer & Sue Holzer

Der Noch-Präsident Fischer war auch hier umringt von viiiiiielen Kameras und zu diesem Zwecke setzte auch er sich zu einigen Tischen dazu. Auch zu unseren. Was ziemlich unangenehm war, weil die Journalisten um uns herum sich nicht gerade zimperlich verhielten. Aber das war nicht das Beängstigende daran. Schlimmer war, dass ich Heinz Fischer gegenüber saß und merkte, dass ich nur als Statist diene um Nähe zur jungen Generation zu zeigen! Reden konnte ich ohnehin nicht mit ihm, so umringt von den drängenden Journalisten und wegen der lauten Musik – die ihm übrigen nach Abgang von Heinz Fischer leiser wurde. Bäh…da fühlt man sich benutzt! Und was bekomm ich dafür? Grausliche Weißweinspritzer gratis. Bin anscheinend sehr billig zu haben. Ein Freund aus der Politik meint dann noch dazu, dass Politik eben so ist, aber der Heinz Fischer auch viel mit Personen einzeln spricht. Naja, das kann man jetzt glauben oder aber auch nicht. Ich weiß auch, dass Politik stark so funktioniert, aber ich war nicht darauf vorbereitet so plötzlich und ohne Vorwarnung instrumentalisiert zu werden.

Heinz Fischer

Dem Ganzen noch nicht genug, gerate ich auch noch in ein ORF Interview. Plötzlich steht die Kamera vor mir und die Reporterin will von mir wissen, warum ich hier bin und was ich zur Jugendkampagne sage. Normalerweise laufe ich in solchen Situationen schnellstens davon. Da ich jedoch selbst schon öfters Interviews vor laufender Kamera führen musste, weiß ich, wie froh man ist, wenn einem nicht alle gleich angsterfüllt aus dem Weg gehen. Ich doofer Menschenfreund. Und plötzlich höre ich mich schon in die Kamera plappern. Ich, die ich ursprünglich gar nicht hier sein wollte. Gott sei Dank habe ich keine Ahnung, wann und ob mein Statement ausgestrahlt wurde. Ich denke, meine Wortmeldung war auch nicht gerade weltbewegend.

Also, ihr seht. Völlig politisch mag ich mich hier noch immer nicht äußern, aber meine Eindrücke wollte ich dennoch niedergeschrieben haben. Vielleicht wollt ihr euch aber zur Präsidentschaftswahl äußern, dann nur zu, ich freu mich über Kommentare. Und wenn ihr am kleinen Stimmungsbarometer teilnehmt, wäre es auch fein.

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30 days Challenge Nr. 2 Voting

susanne, am 30. März 2010

Bei mir tut sich momentan sehr viel. Was ja auch sehr gut ist, aber leider leidet mein Blog ein bißchen darunter, insbesondere meine vielen Ideen für die 30 days Challenge. Was das ist, bitte einfach nachlesen im passenden Artikel.

So. Da nun morgen der letzte Tag im März ist, habt ihr dieses Mal nur bis morgen Abend, also dem 31.3.2010, Zeit für die Challenge abzustimmen. Den ganzen April mach ich mich dann an die Umsetzung.

Was darf’s sein?

Vorschlag Nr. 1 – Music Rediscovery:

In 30 Tagen meine gesamte CD-Sammlung durchhören!

Ihr kennt das doch sicher. In Zeiten von iPod und Co hört man einfach seine CDs nicht mehr – bei manchen muss ich auch sagen, Gott sei Dank! Trennen möchte man sich von den Musiktrophäen, für die man sich extra auf die Pirsch begeben hat, aber auch nicht. Der eine oder andere Klassiker ist ja schließlich dabei und verglichen mit der Tonqualität von MP3s sollte man das auch niemals.

Zur Challenge ist zu erwähnen, dass ich mehr als 30 CDs habe – nur falls ihr gezweifelt habt. Ihr werdet natürlich immer schön informiert welche…Perlen…ja, hoffentlich, ich hab fast keine Ahnung mehr, was da bei mir im CD-Regal verstaubt…ich mir zu Gemüte führe und könnt reinhören. Und als Gustostückerl verlos ich dann auch ein CD Exemplar an die Kommentatoren im Blogeintrag.

Vorschlag Nr. 2 – Chefin de Cuisine:

In 30 Tagen wird jedes Essen von mir gekocht!

Mein Zukünftiger und ich essen fast jeden Abend Selbstgekochtes. Meist auch sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass nicht ich koche, sondern er. Das hat sich aus dem Zusammenleben eingespielt, denn er kocht besser, schneller und noch dazu lieber. Dennoch kommen manchmal so kleine Vorwürfe, warum denn nur immer er kochen müsse. Wobei man auch sagen muss, dass auch Vorwürfe kommen, wenn ich koche und es zu lange dauert und dann nicht schmeckt. :) Aber wenn man kraulen lernen kann, kann man auch kochen lernen und wie heißt es so schön: Übung macht den Meister – ran an die Töpfe!

Meine Gericht werden natürlich auch fotografisch festgehalten für euch als Beweis.

Also bitte abstimmen!

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Humpty Dumpty Mode

susanne, am 09. März 2010

Beim blättern in meiner Lieblings-iPhone-App von Style.com bin ich mal wieder über ein Fashion-Highlight gestolpert des Designerduos Viktor & Rolf. Wenn es nach den beiden geht, gibt es bald Mäntel, die mich persönlich an Humpty Dumpty aus Alice im Wunderland – ach, wie passend zum Film, der gerade in den Kinos läuft – erinnern.

viktor & rolf 3viktor & rolfviktor & rolf2

Das Model droht unter dem Ungetüm unterzugehen.

Ich mag ja die verrückten und kreativen Entwürfe der beiden Designer. Die letzte ihrer Shows schaffte auch bereits eine Erwähnung hier auf eloquent. Die Präsentation der Herbst Kollektion und damit auch der riesen Mantel folgt jedoch einem besonderem Konzept. Die beiden Herren zogen dem Model live auf dem Runway immer eine schicht aus und drapierten sie dem nächsten vorbeigehenden Model um. Als das Model dann nurmehr ein Kleidchen an hatte wurde sie wieder bestückt, wieder mit Kleidung der vorbeiwandernden Models. Eine nette Idee, wie ich finde. Viktor & Rolf erklären das so, dass sie zeigen wollten, dass Fashion beides, extrem und tragbar, sein kann.

Meine erste Reaktion dazu war folgende:

sueholzer

Hier das Video zur Show von Viktor & Rolf:

Was meinst ihr zu den riiiiiiesen Mänteln?

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30 Days Challenge Ergebnis: Kraulen lernen

susanne, am 01. März 2010

Es ist soweit, ich kann euch das Ergebnis meiner ersten 30 Days Challenge präsentieren. Ich habe mich abgemüht und viel Wasser geschluckt, aber ich habe es geschafft. Ich schwimme fast schon wie ein Profi im Kraul-Stil. Nun ja, zumindest geh ich nicht unter und es schaut nicht allzu blöd aus.

Es war für mich eine gute Erfahrung etwas Körperliches neu zu lernen. Die Fortschritte belohnen die Mühen und man fühlt sich wieder wie ein Kind. Für alle die kraulen lernen wollen, meine wichtigsten Erkenntnisse waren:

  • Nach unten schauen, nicht nach vorne.
  • Ruhig bleiben, auch wenn man mal keine Luft bekommt.
  • Einen Rythmus für den Bewegungsablauf und für die Atmung finden.
  • Nach vorne über den Kopf greifen.
  • Mit dem restlichen Körper relativ stabil bleiben.
  • Und das Wichtigste, dass auch meine Yogatrainierin immer sagt: Genießen!

Auf Youtube findet man natürlich auch einige Anleitungen zum lernen, zum Beispiel diese hier:

So, jetzt aber zu mir und meinem Ergebnis für kraulen lernen in 30 Tagen:

Was meint ihr? Schaut doch ganz passabel aus.

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