Schwanger, schwanger, schwanger

, am 30. Oktober 2010

Nein. Nicht ich. Definitiv nicht ich. Ich bin nicht schwanger. Mir kommt nur vor, als ob die Welt um mich rum einfach schwanger ist. Also die Frauen um mich rum.

Ja, ich möchte Kinder. Jetzt gleich? Nein. Noch nicht. Ich mein, ich würd nicht nein sagen, wär ich jetzt schwanger. Aber der Zeitpunkt ist schon recht ungünstig gerade. Dennoch frag ich mich, wie ich das jemals unter einen Hut bringen soll. Ich würde gerne ich bleiben, aber seien wir uns ehrlich, so ein Kind zwingt einem schon zur Selbstaufgabe bis zu einem gewissen Grad. Und hey, der Figur tut es auch nicht unbedingt gut. Ja, ja, wie oberflächlich, ich weiß. Ich will halt nicht nur mit Begeisterung auf mein Kind starren und kein normales Gespräch mehr führen können, weil meine ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist, dass meinem Nachwuchs ja nicht langweilig wird.

Gut. Ich bin unfair. Nicht alle Mütter sind so. Oder? Ja. Doch. Schon. Oder? Ja. Hach.

Credit: jstar

Folgendes Negativbeispiel:

Neo-Mama lädt zu sich ein, um mal wieder zu plaudern. Der Kleine ist kaum ein Jahr. Süss, aber noch zu klein, um tatsächlich mit fremden Leuten zu interagieren. Da sitzt er also nun – ja, sitzen kann er schon, wenn auch noch nicht so gut, wie mir erklärt wird, auch wenn ich gar nicht weiß, ab wann ein Kind gut sitzen können muss -  und will beschäftigt werden. Er steht auf Uhren. Und ich trage dazu noch eine knallgelbe. Da wird von Neo-Mama gleich brav darauf hingewiesen: “Na schaaaau!!! Was hat die Susi da? Ja, eine gelbe Uhr! Das hast du ja noch gar nicht gesehen! Die gefällt dir, oder? Magst du sie angreifen?” Wusste gar nicht, dass meine Freundin in so einer Niedlich-Stimme sprechen kann, aber sie tut es. In extremo. Nein, ich werde nicht gefragt, ob ich möchte, dass er sie mit seinen mit Speichel vollgesabberten Fingern angreift. Ist ja ein Kind und das ist ja sooo süss, das darf alles. Hmm. Da spielt man mal mit, weil man will ja schließlich eine gute Freundin sein und sich für den Kleinen interessieren. Also wird die Uhr abgenommen. So schnell kann ich gar nicht schauen, ist sie auch schon im Mund des Knaben, um Sekunden später durch die Luft zu sausen. Gut. War eh nicht teuer die Uhr. Aber jetzt mal plaudern. Wie geht’s so? Ja, eh gut. Schon anstrengend mit Kind. Er bekommt jetzt Zähne…blablabla…krabbeln tut er noch nicht….blablabla. Eine Stunde später und wir hatten noch kein anderes Thema. Hmm…Nein, versteht mich nicht falsch. Wie schon gesagt, ich mag Kinder sehr gerne. Grundsätzlich verstehe ich auch, dass die Dinge rund um das Kind einen beschäftigen und man es auch anderen erzählt. Aber hört man dann auf sich für andere Dinge zu interessieren?

Vor einiger Zeit habe ich den Film Kindsköpfe gesehen. Darin kommen zwei Arten von Frauen vor: Die Mütter und Ehefrauen einerseits und die scharfen, jungen Töchter andererseits. Die Ehemänner sind natürlich hinter den scharfen jungen Dingern her und ganz ehrlich, ich wär’s auch. Gut, der Film ist grottenschlecht und spielt mit Stereotypen, aber dennoch, ich bin jetzt Ehefrau. Bin ich jetzt kein scharfes junges Ding mehr? Meinen Mann zu heiraten, war eine Entscheidung, die rein mit unserer Beziehung zu tun hatte und ganz und gar nichts mit gesellschaftlichen Zwängen. Und ich bin sehr froh darüber Frau Liechtenecker zu sein. Dennoch habe ich das Gefühl, dass mir der Mief der langweiligen Ehefrau, die sich auf das Kinder kriegen konzentriert, die Haushaltsrechnung in Ordnung hält, sich um die Einkäufe kümmert, kocht (alles Dinge, die ich nicht mache bzw. sehr schlecht darin bin) anhängt, ganz einfach nur deswegen, weil ich jetzt Ehefrau bin. Das Abenteuerliche, das Interessante, das Frische ist mit dem Label verschwunden. Ein scharfes junges Ding ist nicht verheiratet, nicht wahr?

Und dann gibt es da noch Frauen wie Mila Jovovich oder Emma Thompson die Interviews geben in denen sie sagen, “In erster Linie bin ich Mutter”. Zwei Frauen mit großen Karrieren und beide sagen “In erster Linie bin ich Mutter”. Wo ist denn da die Emanzipation geblieben? Ich bin ja jetzt wo ich verheiratet bin nicht in erster Linie Ehefrau. Ja, ich weiß, ich weiß, das kann man so nicht vergleichen. Die Verantwortung die ein Kind mit sich bringt ist immer da, aber dennoch möchte ich in erster Linie ich sein und nicht meine Rollen, die ich einnehme(n muss).

Ich freue mich darauf einmal Mutter zu sein. Ehrlich. Aber nicht jetzt. Und wenn es einmal so weit ist, werde ich wahrscheinlich die ärgste Übermutter überhaupt und völlig glücklich damit sein. :) Und nur zur Sicherheit: Ich kenne auch Mütter die ganz anders sind.

Fotocredit: J. Star

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Das wahrhaftige Notizbuch

, am 30. Oktober 2010

Beim herumschmökern bei Modepilot habe ich die genialen Notizbücher von Archie Grand entdeckt. Wer sie dafür nützen möchte um Notizen über gewissen Personen zu führen, hat dazu die passende Beschriftung zur Auswahl. Hier meine Favoriten:

notizbuch

Das eine oder andere Notizbuch wäre jedoch ziemlich leer, wenn ich mich an die Title halten würde. :)

Kategorien: Fashion,Mode | Keine Kommentare »
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