Babypuder für Unpünktliche mit fettigem Haar

Was für ein Titel für einen Artikel. Egal. Es fast zusammen, worum es hier geht und wer weiß, vielleicht wird danach ja oft gegoogelt. ;)

 

Letzte Woche bin ich über einen Trick gestoßen, der verspricht fettiges Haar weniger ungewaschen aussehen zu lassen. Er lautet: Babypuder ins Haar!

 

Ja, den kannte ich noch nicht. Von zig unnützen Tipps in Frauenzeitschriften ist das genau der eine, der wie für mich gemacht zu sein scheint. Nicht, dass ihr jetzt denkt, dass meine Kopfhaut das Fett wie wild abgibt und ich da ständig irgendwelche Probleme damit hätte. Nein. So ist das nicht. Hach, dieses bloggen, da entstehen gleich wieder Gerüchte. Ganz im Gegenteil also. Ich bin da sogar etwas zwanghaft. Ich hasse es, den Tag mit ungewaschenen Haaren zu beginnen. Auch wenn es angeblich gut ist, die Haare mal schön in ihrem vollsten Fettglanz erstrahlen zu lassen, halte ich das nicht gut aus. Fühlen sich meine Haare nicht sauber an, fühlt sich mein ganzer Körper nicht sauber an. So ist das nun mal.

Jetzt gibt es nur ein Problem bei mir. Ich bin nicht gerade der pünktlichste Mensch. Schon gar nicht am Morgen. Termine um 9 Uhr in der Früh sind für mich eine Qual. Nicht nur wegen meiner Liebe zu meinem Schlaf und kuscheligen Bett, sondern auch, weil ich einfach ein Morgenprogramm habe, das recht aufwendig ist.

 

Da geht es weniger um die Morgentoilette sondern eher um meinen inneren Frieden. Ja, richtig gelesen: Innerer Friede. Wer hier öfter reinschaut, weiß, dass ich ein Yogi bin oder zumindest versuche zu sein. Früh morgens läutet also der Wecker. Dann kommen mein innerer Schweinehund und meine Gliedmaßen zu Wort, die jeden Tag meinen, dass das wohl ein Witz sein soll, ernsthaft aufzustehen, um gleich körperlich aktiv zu sein. Die tun sich dann zusammen, überreden meine guten Vorsätze und stellen gerne mal den Wecker auf Snozze. 10 Minuten später das selbe Spiel. Da sich dieses bei mir früher oft um die 3 bis 4 mal wiederholt hat, wurde mein LG – wer auf Rezeptforen und Co öfters unterwegs ist, weiß, dass das die offizielle Abkürzung für Lebensgefährte ist, Luxusgatte, Liebesgefährte oder Lebensguru würden zu meiner bessere Hälfte beispielsweise aber auch gut passen – mit der Zeit etwas unentspannt und ich weiß nun, dass es unangenehme Folgen für den weiteren Tagesverlauf mit ihm hat, wenn ich nicht zumindest nach dem ersten Snozze aufstehe. Mein LG ist also der Bodyguard meiner guten Vorsätze, die dann die Überhand gewinnen. Raus aus dem Bett und so tun als wäre das schön und die Yogamatte aufgerollt. Es folgen ca. 60 Minuten Ashtanga Yoga und darauf 10 Minuten Meditation bei der ich versuche meinen Kopf völlig frei zu machen. Etwas, das für mich sehr wichtig geworden ist. Wenn ich dann aber weiß, dass ich um 9 Uhr irgendwo sein soll, dann wird das oft knapp und vor allem nicht sonderlich leicht davor den Kopf friedlich und stressfrei zu halten. Jetzt könnte man sagen, dass ich einfach früher aufstehen sollte. Darauf kann ich nur antworten: Ja eh. Theoretisch. Es ist auch so, dass ich mir vornehme extra früher loszufahren für ein Treffen und dann trotzdem zu spät dran bin. Ich hasse Unpünktlichkeit, auch an mir. Es ist auch schon viel besser geworden. Besiegt habe ich das jedoch noch nicht. Working on it.

 

Nun, um zum Kopfwaschproblem zurück zu kommen. Man kann es sich bereits denken: Das Yoga- und Meditationsprogamm lässt wenig Zeit dann auch noch ausgiebig Haare zu waschen und zu trocknen. Zumindest oftmals wenn eben ein Termin frühmorgens ansteht. Die Lösung: Babypuder. Einfach in den Haaransatz und dort gut verteilen. Für blondes Haar spitze. Bei dunklerem Haar bin ich mir nicht sicher. Man bekommt zwar einen leichten weißen Schimmer, aber besser als fettige Strähnen alle mal. Das Schöne daran ist, dass Babypuder auch noch gut riecht und damit die Haare weniger ungepflegt wirken. Trockenschampoo ist natürlich auch eine Alternative, aber das bekommt man nicht unbedingt in jedem Drogeriemarkt.

 

Was lernen wir daraus?

 

1.) Keine morgendlichen Termine mit mir vereinbaren.
2.) Babypuder ist eine Wunderwaffe.

 

Habt ihr schon einmal Babypuder für das Haar verwendet oder Trockenschampoo? Habt ihr sonst noch Haarpflege-Tipps?

Wenn dir dieser Artikel gefällt, wäre dieser auch was für dich: Veganes Haar: Der Selbsttest

15 Kommentare

  1. Ich hab den Trick vor Jahren mal probiert, hab das auch in diversen Frauenmagazinen gelesen. Allerdings taugts mir nicht. Ich muss meine Haare eigentlich täglich waschen, weil sie sonst wieder nachfetten. Ja viele sagen das ist nicht gut, aber meine Friseurin meint, wenn ich mich damit wohler fühle, soll ichs machen. Auf meinem Blog gibt’s in Kürze übrigens einen Produkttipp für schnell fettendes Haar :)

  2. Also wenn ich meine taillenlangen Haare jeden Tag in der Früh waschen und föhnen würde, würde ich wohl nix anderes mehr machen ;) Für mich bedeuten 10:00 Termine schon körperliche Qual, auch ohne morgendliches Haarewaschen.

    Ich verwende meist Trockenshampoo. Ideal ist das aber auch nicht, weil das Zeug weiß ist und meine Haare schwarz. Ich bürste da immer wie eine Blöde rum um das rauszukriegen und das is total mühsam. Vom Gedanken her funktionierts aber super. Ich bind die Haare dann lieber kunstvoll zusammen, da fällt das wirklich nicht auf. Vor allem mit eingeflochtenen Zöpfen und so. Kriegt man mit etwas Übung sogar in der Morgenstarre hin :)

  3. @Lisa oh, da bin ich aber auf den produkttipp gespannt.

    @foxy ja, mit frisuren tricksen mach ich dann auch oft. :) trockenshampoo muss ich mir auch unbedingt mal zulegen und ausprobieren.

  4. Für deine blonden Haare ist das sicher super. Das sprüht man sich drauf, lässts trocknen, schaut dabei aus als wär man in einen weißen Farbkübel geplumpst und bürstets nach 2 Minuten wieder raus. Echt super das Zeug wenn man helle Haare hat.

  5. hi,

    ich hab beides schon probiert und finde die ergebnisse nicht zufriedenstellend. ich wasch meine haare nicht jeden tag, das ist mir zuviel aufwand und brauch ich auch nicht. falls es mal unerträglich aussieht und die zeit fehlt, dann lieber kappl drauf und später waschen. ich denk, haartücher etc. tun den gleichen job

  6. Also ich schwör auf Trockenshampoo. Gibt es übrigens schon in jedem Drogeriemarkt – ist nur leider oft gut versteckt. Mittlerweile sogar schon von der DM Eigenmarke zu haben ;)

  7. Anderer Trick: abends Haare waschen. Ich bin übrigens auch keine Frühaufsteherin (also nur gezwungenermaßen wegen Arbeit) und ich kenn auch sehr viele ähnlich gepolte Menschen. “Wir” sind also nicht in der Minderheit denk ich, was nur leider auch nicht weiterhilft, aber geteiltes Leid ist ja nun mal halbes Leid, oder? ;)

  8. hab jetzt auch trockenshampoo ausprobiert. da werd ich kein fan davon. fühlt sich unangenehm an und saut das bad ein. aber vielleicht hab ich auch die falsche technik.

  9. Für alle, die wie ich dunkle Haare haben, sollten mal versuchen, die Haarbürste vor dem Auskämmen anzufeuchten, dann sieht man keine Rückstände vom Babypuder mehr!!

  10. Sehr interessanter Artikel. Hab mir deinen Blog in meinen Favoriten abgespeichert und bin sicher hier ein Stammgast. Hoffe du veröffentlichst in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann hast du eine Stammleserin gewonnen :-)

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