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Lifeball – so war er für mich

susanne, am 19. Juli 2010

Der Lifeball am Samstag ist vorbei. Was bleibt sind ein paar Erinnerungen. Von unterschiedlichsten Seiten werde ich nun gefragt: “Und? Wie wars?” Tja, und da muss ich überlegen. Es war gut, aber die Erwartungen waren höher.

Mein Highlight

Ich bekam die Möglichkeit eines coolen Stylings und durfte ziemlich viel Champagner gratis schlürfen. Das alleine ist eigentlich schon großartig. Der Red Carpet war sehr interessant. Ich finde es unglaublich wie viel Mühe sich so manche Ballgäste mit ihrem Outfit gemacht haben. Respekt! Die Stimmung ist ausgelassen. Man fotografiert und wird fotografiert. Ich habe ein paar Promis gesehen, die sich meiner Meinung nach ruhig etwas ausgefallener für den Lifeball aufbrezeln hätten können. Aber das absolute Highlight optischer Natur war für mich Kenny Kröger aka. Miss Chantal St. Germaine. Dieser riesige Mann in High-Heels und Silberoutfit hat es mir angetan. Für mich eine Entschädigung für die abgesagte Modeschau. Damit hätte er auch frisch vom Laufsteg des Designer-Duos Viktor & Rolf steigen können. (Warum? Siehe dazu diesen Blogbeitrag.)

Kenny Kröger

Die Show

Als der Regen hereinbrach war ich froh, in mein Minihandtäschchen vorsorglich einen Regenschirm gezwängt zu haben. Damit musste ich auch nicht die doofen T-Mobile Regenüberzüge anziehen, wodurch plötzlich hunderte von Menschen – darunter auch Prominente wie Bill Clinton – zu wandelnden T-Mobile Werbeträgern wurden. Für den Lifeball war es schlimm, aber T-Mobile hätte nichts besseres passieren können. In gewisser Weise, war der Abbruch der Show gar nicht so Schade – abgesehen von der Modeschau natürlich – denn die Moderation von Christoph Feuerstein und Barbara Rett war eigentlich kaum zu ertragen. Vorallem mit den Kindern (Fragt mich nicht, welche Rolle die da hatten. Habe es von meiner Warte aus nicht mitbekommen.). Ich finde es immer furchtbar wenn Kinder auf die Bühne gezerrt werden, weil sie ja doch so süss sind. Und dann stellt Frau Rett im Dirndl die Frage, die völlig ohne Zusammenhang daherkam, was sich die kleine Maria (Der Name ist frei erfunden. Hab ihn mir einfach nicht gemerkt.) denn nicht wünsche. Und die Antwort ist: “Friede und dass alle auf ihre Gesundheit achten.” Aha. Wartet kurz. Ich muss mal kotzen. Wie bieder ist das denn? Wo ist der exzentrische Lifeball geblieben? Da will man von Klischees befreien und bringt dafür andere?

Rathaus versus Burgtheater

Naja, es kam dann eben das Unwetter und der Rathausplatz musste geräumt werden. Für mich gab es zwei Möglichkeiten: Rathaus oder Burgtheater. Ich entschloss mich zuerst ins Burgtheater zu gehen. Da sollte es schließlich noch Auftritte geben. Aber vom Ambiente dort war ich furchtbar enttäuscht. Der Ball im Burgtheater hatte meiner Meinung nach nichts mit dem Lifeball zu tun. Sehr gediegen. Wenig ausgelassen. Zu elitär. Zu steif. Da traffen sich Geschäftsleute, um mit ihren Geschäftspartnern bei Champagner anzubandeln. Cotillion – das ja für einen Gesellschaftstanz steht, bei dem es um das Kennenlernen neuer Partner geht – wurde also neu interpretiert. Das Ganze im pinken T-Mobile-Schein, denn der Schriftzug wanderte per Scheinwerfer durch den weißen Saal. Overbranding? Ah, geh!

Da ich vor allem wegen dem echten Lifeball hier war und um Spaß zu haben, beschloss ich auf die Musikacts zu verzichten und begab mich ins Rathaus. Dort gab es dann das gegenteilige Ambiente zum Burgtheater. Ausgelassene Stimmung. Einiges an nackter Haut – manche schöner, manche weniger schön, aber wen schockiert das bitte noch? Ich habe getrunken, ich habe getanzt, ich hab ein paar nette Leute kennengelernt. So. Aber viel anders ist es bei einer anderen Party dann auch nicht. Irgendwie beschlich mich die ganze Zeit das Gefühl: Der Lifeball ist Mainstream geworden. Ist das schlimm? Nein. Aber irgendwie umhüllt die Marke Lifeball ein Flair. Ich nenne es mal Underground-Flair – was so nicht stimmen kann, da es ja immer schon ein Medienspektakel war. Davon ist dann aber am Ball selber nichts mehr zu fühlen. Wahrscheinlich war es das, was mich enttäuscht hat bzw. mir gefehlt hat. Das Spektakuläre am feiern war nicht da. Noch enttäuschender war jedoch, dass ich tatsächlich so mancher Ort sehr schlechte Schwulenwitze und -aussagen gehört habe. Für so manchen Partygast, ist der Lifeball die größte Aufrisszone mit geringer Hemmschwelle.

Nichtsdestrotrotz würde ich sagen: Einmal sollte man es erlebt haben.

Hier noch mein Outfit und ich mit Herrn Kenny Kröger. Mehr Fotos gibt es hier (leider etwas durcheinander).

sue liechtenecker

sue liechtenecker

sue liechtenecker

sue liechtenecker & kenny kröger

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Anglizismen eingedeutscht

susanne, am 29. Juni 2010

Vor kurzem haben wir ein paar Tage in Bella Italia verbracht. Kaum über die Grenze wollte ich unbedingt Radio hören, denn ich finde die italienische Sprache sehr schön und dieser wollte ich mich schonungslos aussetzen – auch wenn ich kein Wort verstehe. Dabei fand ich einen Werbespot äußerst witzig. Ich nehme an, dass es um ein Handy ging. Jedenfalls haben wir zwei Wörter in dem Spot verstanden: “Navigatore Touchscreen”. Das hört sich schon sehr lustig an aus dem Munde eines Italieners. Also das Wort “Touchscreen” mein ich jetzt. Dabei sind Italiener genauso wie die Franzosen dafür bekannt, Anglizismen eher skeptisch gegenüber zu sein. Genau diese Annahme brachte uns dann während der Autofahrt dazu über das Eindeutschen so mancher Wörter im Sprachgebrauch nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug:

  • Touchscreen = Berührbildschirm
  • Laptop = Schoßaufsatz
  • Newsletter = Nachrichtenbrief
  • Clutch = Klaue
  • Blackout = Schwarzaus

Man bilde daraus nun einen Satz: Als ich aus meiner überdimensional großen Klaue meinen Schoßaufsatz mit Berührbildschirm nahm, hatte das Gerät ein völliges Schwarzaus.

Was für ein Unsinn. Soll heißen: Ich mag die deutsche Sprache sehr, bin aber dennoch kein Feind von Anglizismen. Außer sie werden zu oft eingesetzt, weil dem jeweilige Sprecher keine Alternativen in der eigenen Sprache dazu einfallen bzw. er/sie meint, dass es sich ja auch so cool anhört. Vor kurzem leider in extremer Ausführung erlebt. Da hört man dann zum Beispiel, dass Marken bitteschön einen “human touch” bräuchten und doch endlich für eine “digital experience” sorgen sollten. Dafür wären dann sogenannte Content Directors zuständig oder ein CTO – Chief Twitter Officer….und so weiter und so fort.

Was ist euer liebster Anglizismus?

Übrigens, was wäre ein Italienurlaub ohne klischeehaften Ohrwurm: Gianna Nannini – Bello e impossibile! ;)

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Letztens in der Sauna…

susanne, am 25. Mai 2010

Aufmerksame Blogleser wissen sicher, dass ich ein regelmäßiger Saunagängerin bin. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich will mich in der Sauna entspannen und die Wärme genießen. Dabei setze oder lege ich mich auf mein Handtuch und dann…tja, dann bin ich ruhig. Vielleicht unterhalte ich mich auch mit jemanden den ich kenne in der Sauna. Aber das war’s. Wenn es mir zu heiß wird, gehe ich raus. Ich reibe nicht die ganze Zeit an mir rum, wetze nicht auf meinem Platz hin und her, mache keine Dehnübungen oder stöhne oder räuspere mich nicht ständig. Aber es gibt Personen, die das tatsächlich machen. Eine der genannten störenden Tätigkeiten alleine, ist zwar auch nicht fein, aber noch irgendwie zu akzeptieren. Aber alles auf einmal? Das ist zuviel! Respektlos! Nervend!

Ich hatte einmal die Freude mit einer Frau alleine in der Sauna zu sein. Die dachte sich wohl: “Frauen unter sich. Da kann ich ja meine Beine dehnen!” Und schon spreizte sie zuerst das eine, dann das andere Bein hoch und ich bekam Ausblick auf…naja…alles. Obwohl…eigentlich nicht auf alles, denn es war ganz gut verdeckt durch sehr buschiges Gestrüpp, wenn ihr wisst was ich meine. Auch nicht gerade schön.

Der Saunagast

Heute hat es tatsächlich jemand geschafft, alle diese Angewohnheiten auf einmal zu praktizieren. Nach einem ausgiebigen Training seit 7 Uhr früh, freue ich mich zum Abschluss auf den gewohnten Saunagang. Runter mit der Wäsche und rein in den Brutkasten. Wie ich feststelle, ist schon jemand da. Wohl schon länger, dem Schweiß nach zu urteilen, der ihm über den Körper rinnt. “Hat sicher gerade einen Aufguß gemacht. Der wird bald gehen,” denk ich mir. Denkste. Ich mache es mir gemütlich und lege mich auf mein Handtuch. Die Wärme entspannt mich und entlohnt mich für die Anstrengungen. Dann geht es los. Wisch, wisch, wisch. Knacks, knacks, knacks. “Ah, der macht sich bereit, um rauszugehen. Gleich geht er. Schau wie der schwitzt.” Wieder knacks. Ich schau hin, ob er aufsteht. Nein, doch nicht. “Gut. Manche müssen es echt übertreiben. Naja.” Und wieder versinke ich in meiner Entspannung. Hust, hust. Räusper, Räusper. Wisch, wisch. Der Schweiß spritzt in alle Richtungen. “Oh Mann, wenn es ihm zu heiß ist, soll er rausgehen!” Tut er aber nicht. Er bleibt. Denn er muss ja noch seine Dehnübungen machen. Und hoch die Arme! Erst den einen. Dann wisch, wisch. Dann den anderen und wisch, wisch. Dazwischen natürlich immer wieder knacks, knacks, denn er muss sich ja dazu leicht hin und her bewegen. Dann den Nacken lockern. Eh klar. Stöhn, stöhn. Sehr wichtig.  “Aaaaaaaaaah!” macht er. “So, jetzt müsst er’s aber haben,” denk ich mir. Knacks, knacks. “Na bitte. Er steht auf.” Wisch, wisch. “Nein, tut er nicht.” In Wirklichkeit bereitet er sich auf das Grande Finale vor. Stöhn, stöhn, hust, knacks, wisch, wisch, knacks, stöhn, dehnen, wisch. “Na serwas!” entkommt es mir fast schon aus dem Mund. Dann hat er es tatsächlich geschafft. Schweißüberströmt stehr er geräuschvoll auf,…knacks, knacks…stöhnt noch einmal kurz und verabschiedet sich. “Endlich! Jetzt die Ruhe genießen,” freue ich mich und stelle fest, dass mir dafür schon zu heiß ist und gehe raus.

Übrigens, auf der Suche nach einem Bild für diesen Blogbeitrag gab ich Sauna in die Google Bildersuche ein und stieß auf dieses tolle Handtuch. Ein Brüller. *augenverdreh*

Quelle: tomwet.de

Quelle: tomwet.de

Was waren eure bemerkenswertesten oder unangenehmsten Saunaerlebnisse?

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30 Days Challenge Nr. 2 Ergebnis

susanne, am 20. Mai 2010

Liebe Leser, meine 30 Days Challenges haben ein Ende. Zumindest so wie sie bisher waren. In Zukunft werden die Challenges kürzer, dafür aber spektakulärer. Mitbestimmen dürft ihr natürlich auch wieder. Aber allzu viel will ich jetzt noch nicht verraten. Im Idealfall erfahrt ihr im Juni mehr und bekommt ab Juli was zu sehen. Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr darauf und bin gespannt wie die Reaktionen darauf sind.

Jetzt aber zu meiner April-Challenge (Herrje, ich habs tatsächlich nicht früher geschaftt dazu zu bloggen.). Die ist eigentlich schon lange vorbei. Ihr wolltet, dass ich 30 Tage lang koche. Koche! Koche!!! Ich. Wie ist mir das gelungen? Um ehrlich zu sein, nicht so gut. Die Motivation war zu Beginn groß. Da gabs Pizza, selbstgemachtes Erdäpfelpüree, Paprikahendl, Specklinsen mit Semmelknödel,…

Und dann? Tja, dann war es stressig. Arbeit, Hochzeitsvorbereitung, Termine…insgesamt Zeitmangel. Und da ich nun mal nicht unbedingt schlecht koche, aber sehr langsam, fielen wir ziemlich schnell in alte Gewohnheiten. Bedeutet: Ich habe nicht 30 Tage lang gekocht. Für mich ist es keine Leidenschaft sondern Pflicht. Ich bin ein Freizeitkoch und werde es wohl auch bleiben. Essen und genießen ist mir lieber. Da schmeckt es auch besser.

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Das ist kein Blogbeitrag

susanne, am 15. April 2010

Ich mag Surrealisten grundsätzlich sehr gerne, aber kommt es nur mir so vor oder ist dessen Aushängeschild, Salvador Dalí, mittlerweile schon sehr abgedroschen? Aber Dalí ist ja Gott sei Dank nicht der einzige Surrealist und Dank der Serie Boston Legal bin ich wieder an einen seiner Kollegen erinnert worden: René Magritte. Da soll noch jemand sagen, Serienjunkie zu sein, sei was Schlechtes!

Das beste Bild: Die Pfeife. Darunter steht “Das ist keine Pfeife!” Hach, sowas mag ich. In diesem Sinne: Hier ein Blogeintrag, aber es ist kein Blogeintrag! Klaro?

Die Pfeife. Quelle: http://danielakulot.wordpress.com/2010/01/04/orientierungslos/
Die Pfeife. Quelle: http://danielakulot.wordpress.com/2010/01/04/orientierungslos/

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Heinz Fischer for President?

susanne, am 30. März 2010

Letzte Woche fand die Auftaktveranstaltung zu Heinz Fischers Kandidatur für das österreichische Präsidentschaftsamt statt. Dazu wurden auch Blogger eingeladen. Als man bemerkte, dass man hauptsächlich männliche Blogger in der Blogroll auf heifi2010.at und als Gäste hatte, gab es einen Aufruf für weibliche Bloggerinnen doch auch dabei zu sein. Ein Aufruf, der mir im ersten Moment egal war, denn 1. wollte ich nie zur österreichischen Politik bloggen und 2. wird man bei Besuch solcher Veranstaltungen sehr schnell darauf reduziert für alles dort Gesagte oder Getane zu sein. Aber soziale Beziehungen bedeuten dann doch mehr als anfängliche Bedenken und so konnte ich die persönliche Bitte, die an mich herangetragen wurde, dann doch nicht abschlagen. Und hey, vielleicht kommt ja was Interessantes dabei raus, dacht ich mir!

Go heifi!

Was kann ich euch nun davon berichten? Im Großen und Ganzen decken sich meine Eindrücke mit denen von der lieben Veronika. Der offizielle Teil im MAK war, nun ja, ein bißl fad für meine Wenigkeit, mit einer Brise Peinlichkeit. Ein Obama ist der heifi ja nicht gerade. Dass sich beim Einzug des Kandidaten die Journalistenmeute vor ihn wirft und kaum ein Durchkommen ist, wirkte eigenartig. Mir wäre ein weltmännischer Einzug mit Gattin lieber gewesen, wo vom Rand aus, die Journalisten ihre Bilder machen können. Inhaltlich setzt man auf Werte wie Gerechtigkeit. Aber eigentlich bleibt mir, insbesondere von der Rede des Bundeskanzlers Faymann, nur die sich immer und immer wiederholende Betonung auf die hohe Beliebtheit des Heinz Fischers in Erinnerung. “Er ist so beliebt, da hat er sicher alles richtig gemacht in den letzten 6 Jahren und das wird auch in einer weiteren Amtszeit so sein”, scheint mir die Schlussfolgerung der meisten Wortmeldungen zu sein.

Ich frage mich ja schon länger, wozu Österreich einen Präsidenten eigentlich braucht. Die theoretische Macht tatsächlich einzusetzen ist ja eigentlich ein No-Go. Hugo Portisch sieht das sogar an diesem Abend positiv und meint, dass die Rute im Fenster viel wichtiger ist. Naja, dem kann ich mich nicht ganz anschließen. Dennoch braucht eine Familie ein Oberhaupt – egal ob männlich oder weiblich. Und der Heinz, der ist schon so eine Vaterfigur. So ein gemütlicher. Fast eher eine Großvaterfigur. Daher gönne ich ihm – auch aus rein irrationalen Gründen – das Präsidentenamt. Hinzu kommt jedoch noch, dass die diesjährige Gegenkandidatin Barbara Rosenkranz, für mich absolut nicht wählbar ist. Darum hat der Heifi auch meine Unterstützung.

Übrigens, bei der Rosenkranz wird immer stark von den Sympathisanten thematisiert, dass sie ja so eine gute Mutter ist und dazu noch so erfolgreich. Hmm…wann ist so etwas jemals bei einem Mann wirklich relevant?

Hinein ins Politgetümmel

Ich war dann auch noch am Badeschiff, wo es eine heifi2010 Auftaktparty gab. Ich muss ja sagen, dass mir die Jugendkampagne ganz gut gefällt und auch die extra Webseite heifi2010.at finde ich recht gelungen. Auf der Party war ich dann doch eindeutig fehl am Platz. Wirkte wie ein Treffen des VSStÖ und da pass ich dann irgendwie nicht dazu. Obwohl…ich war an dem Abend auffällig rot gekleidet. Eigentlich sehr unabsichtlich. Der Frühling kommt und ich wollte meine roten Accessoires mal wieder ausführen. Als ich dann aus der UBahn ausstieg und zur Veranstaltung ging, fiel mir ein, dass ich wie der Super-Fan wirken musste. War mir schon etwas peinlich.

susl goes red

Heinz Fischer ließ sich dann auch am Badeschiff blicken mit seiner Margit und die ging dann auch von Tisch zu Tisch und schüttelte jedem die Hand. Promi-Stalker der ich bin, hab ich mich gleich mit ihr ablichten lassen von Lena.

Margit Fischer & Sue Holzer

Margit Fischer & Sue Holzer

Der Noch-Präsident Fischer war auch hier umringt von viiiiiielen Kameras und zu diesem Zwecke setzte auch er sich zu einigen Tischen dazu. Auch zu unseren. Was ziemlich unangenehm war, weil die Journalisten um uns herum sich nicht gerade zimperlich verhielten. Aber das war nicht das Beängstigende daran. Schlimmer war, dass ich Heinz Fischer gegenüber saß und merkte, dass ich nur als Statist diene um Nähe zur jungen Generation zu zeigen! Reden konnte ich ohnehin nicht mit ihm, so umringt von den drängenden Journalisten und wegen der lauten Musik – die ihm übrigen nach Abgang von Heinz Fischer leiser wurde. Bäh…da fühlt man sich benutzt! Und was bekomm ich dafür? Grausliche Weißweinspritzer gratis. Bin anscheinend sehr billig zu haben. Ein Freund aus der Politik meint dann noch dazu, dass Politik eben so ist, aber der Heinz Fischer auch viel mit Personen einzeln spricht. Naja, das kann man jetzt glauben oder aber auch nicht. Ich weiß auch, dass Politik stark so funktioniert, aber ich war nicht darauf vorbereitet so plötzlich und ohne Vorwarnung instrumentalisiert zu werden.

Heinz Fischer

Dem Ganzen noch nicht genug, gerate ich auch noch in ein ORF Interview. Plötzlich steht die Kamera vor mir und die Reporterin will von mir wissen, warum ich hier bin und was ich zur Jugendkampagne sage. Normalerweise laufe ich in solchen Situationen schnellstens davon. Da ich jedoch selbst schon öfters Interviews vor laufender Kamera führen musste, weiß ich, wie froh man ist, wenn einem nicht alle gleich angsterfüllt aus dem Weg gehen. Ich doofer Menschenfreund. Und plötzlich höre ich mich schon in die Kamera plappern. Ich, die ich ursprünglich gar nicht hier sein wollte. Gott sei Dank habe ich keine Ahnung, wann und ob mein Statement ausgestrahlt wurde. Ich denke, meine Wortmeldung war auch nicht gerade weltbewegend.

Also, ihr seht. Völlig politisch mag ich mich hier noch immer nicht äußern, aber meine Eindrücke wollte ich dennoch niedergeschrieben haben. Vielleicht wollt ihr euch aber zur Präsidentschaftswahl äußern, dann nur zu, ich freu mich über Kommentare. Und wenn ihr am kleinen Stimmungsbarometer teilnehmt, wäre es auch fein.

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