Noah – der etwas andere Kurzfilm

Eigentlich habe ich heute Digital-Detox verordnet. Kein Smartphone, iPad, Laptop whatever. Einfach mal offline. Einfach mal keinen Status checken. Eigentlich. Aber ich bin gerade unbeaufsichtigt. Unbeaufsichtigt von meiner bessere Hälfte und von meinem Gewissen. Darum hab ich mir jetzt doch kurz den Laptop geschnappt, um mit euch den Kurzfilm Noah zu teilen. Ein Film, der nur den Computerscreen des Teenagers Noah zeigt und mittels der darauf zu sehenden Programme und Websites (Youporn, Facebook, Skype, Chatroulette, iTunes, etc.) eine Beziehungskrise erzählt. Gleichzeitig zeigt der Film unser tägliches Mediennutzungsverhalten – zumindest ähnelt es meinem. Alles immer jetzt. Status checken und so. In diesem Sinne gehe ich jetzt wieder offline.

 

I am a Digitalista

Da ich mich gerade von einer Hochzeit in der Südsteiermark mit vielem guten Wein erhole (nein, nicht (nur) vom Wein, sondern auch vom Schlafmangel), gibt es von mir heute nur einen kurzen Eintrag. Ich möchte euch unser Digitalista-Badge zeigen. Jedes Digitalista Mitglied kann es sich in unserer Members Area holen und dort einbauen wo sie/er möchte. Denn: I’m proud to be a Digitalista – that’s for sure.

Digitalista-Badge

Ich geh jetzt mal an die frische Luft. Outdoor-Yoga ist angesagt bei so einem Sonnenschein!

Neujahrsvorsätze 2013

Ich hatte eigentlich nie das große Bedürfnis nach Neujahrsvorsätzen. Ich nehme mir ständig etwas vor und verwerfe es bald wieder, dazu brauche ich nicht den Jahreswechsel ;) Aber dieses Jahr ist etwas anders. Nach einigen erholsamen Tagen, merke ich wie langsam meine Kräfte wieder zurückkommen und realisiere erst so richtig, wie verdammt leer ich bereits war. Ich war immer ein sehr neugieriger und ideenreicher Mensch. Im alten Jahr hatte ich das Gefühl, dass mir ein gewisser Durst und Hunger verloren ging im stressigen täglichen Agenturleben, der aber genau dafür besonders wichtig ist. Ein paar freie Tage lassen wieder die Lebensgeister und den Tatendrang zurückkommen. Das Geheimnis ist die Zeit. Ich würde wohl – selbst mit einem Lottosecher – nie Nichts machen. Nach einiger Zeit kommen mir einfach zu viele Ideen, die ich gerne verfolgen würde.

Mein Neujahrsvorsatz lautet also:

 

Zeit nehmen für kreative Pausen.

 

Dazu gehören folgende Sub-Jahresvorsätze:

 

Fokussieren auf die wichtigen Dinge.

Mein Mann sagt immer so schön: Das Rauschen reduzieren. Ich muss mich auf die wichtigen Töne konzentrieren.

 

364 Tage Yoga

Ich habe meine Yoga-Routine leider in den letzten Wochen und Monaten etwas außer Augen verloren. Das ist sehr schade, denn erstens ist es für mich wahnsinnig erholsam und hält mich fit. Zweitens habe ich schon so viele Fortschritte gemacht und ich will hier noch viel weiter kommen. Drittens ist es ein guter Grund für eine Denkpause. Gerade Yoga zeigt mir immer wieder, wie man mit ausreichend Disziplin immer ein Stückchen weiterkommt und seine Grenzen erweitern kann. Das möchte ich: Meine körperlichen Grenzen mit einer täglichen Routine erweitern. Darum nehme ich mit jetzt mal ganz mutig vor 364 Tage Yoga zu machen. Ja, 365 Tage gehen schon nicht  mehr, da mir der Einfall erst heute kam. Aber hey, heute habe ich es schon mal durchgezogen. Ich bin gespannt, ob ich es tatsächlich schaffe. Ich hoffe, es hilft, dass ich es hier öffentlich hinausposaune und somit verstärkt gezwungen bin, den Vorsatz einzuhalten.

 

Gerade eben habe ich einen spannenden Artikel darüber gelesen, dass man sich Jahresziele mal anders setzen sollte um seine Produktivität zu erhöhen. Ein Wort wählen, dass zum Motto für 2013 wird. Schwierig, wenn man so viel gleichzeitig will. Aber ich würde mich spontan für “Lernen” entscheiden.

 

Was wäre es bei euch? Wer hat noch gute Vorsätze?

Feschmarkt Winter 2012

Gestern ging es zum Feschmarkt in die Ottakringer Brauerei. Was der Feschmarkt ist, brauche ich glaube ich niemanden mehr erklären. Schon alleine der Andrang der gestern herrschte scheint das zu beweisen. Wir mussten tatsächlich fast 20 Minuten anstehen, um überhaupt rein zu kommen. Es war nicht ganz leicht meiner Begleitung verständlich zu machen, dass sich das Warten auszahlen wird. Hat es aber. Auf hunderten von Quadratmetern findet man beim Feschmarkt Kunst, Mode, DIY-Einzelstücke, Mobiliar und mehr von 150 Jungdesignern und -künstlern. Der Andrang war leider etwas unangenehm. Gerade auf unteren Ebenen der Ottakringer Brauerei wurde man einfach nur von Stand zu Stand geschoben. Es zeigt, dass Wien nach Designmärkten nur so lechzt. Ich musste an meinen New York Aufenthalt vor fast genau einem Jahr denken und wie wir an einem Samstag in Chelsea von einen Designmarkt in den anderen per Zufall gestolpert sind. In Wien ist sowas dann doch eher ein außergewöhnliches Happening. Aber wir wollen das Jammern gleich mal wieder sein lassen. Viel lieber zeig ich euch meine Ausbeute:

 

Von “Fucker” wird man seit gestern in unserem Vorzimmer begrüßt. Er stammt von den Serbischen Designern, die sich Remake nennen. Von ihnen gibt es auch sehr spannendes Porzellan. Sollte man auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Teeservice sein, sollte man sich die Kreationen von Remake ansehen.

Ein bißchen Schmuck muss auch immer sein. Diese wunderschöne Halskette von Schmucke Sarah Lisa musste ich einfach haben. Ihre Ring-Auswahl ist auch großartig. Vor Ort konnte ich mich nicht für einen entscheiden, aber man kann ja noch immer später online bestellen.

Zu guter Letzt haben wir noch einen jungen Künstler mit seinen Collagen unterstützt: Nikolaus Fröhlich. Mir gefiel das Bild sehr gut, aber die Geschichte des Künstlers dazu war das Verkaufsargument: Eine Person, die mit all ihren Hoffnungen, Träumen und Wünschen im Ballon in die Ferne blickt und noch nicht weiß, ob sie die Hindernisse in Form der Berge überwindet.

Heute kann man auch noch stöbern beim Feschmarkt. Wer von euch war dort? Was sind eure Eroberungen?

 

Opera Viva mit Lavazza

Kaffee und ich haben eine ganz eigenartige Beziehung. Würde ich Koffein vertragen, wäre ich wahrscheinlich ein schlimmer Kaffee-Junkie. Da ich das aber nicht tue, darf es für mich immer nur ein koffeinfreier Kaffee sein. Geschmacklich finde ich die schwarze Brühe immer sehr gut, aber in den Variationen bin ich damit schon sehr beschränkt. Natürlich wie überall gibt es bessere und schlechtere Sorten und Hersteller. Zum Kaffeetrinken gehört meiner Meinung nach jedoch noch so viel mehr dazu als das Getränk selbst. Kaffeetrinken ist für mich auch immer Austausch – noch dazu in einer Stadt wie Wien mit einer ausgeprägten Kaffeehauskultur. Sei es bei einem Business-Meeting oder ein Tratscherl mit Freunden – der Duft von Kaffee macht jedes Treffen heimeliger.

 

 

Lavazza hat das auch verstanden und vermarktet ein gewisses Image rund um die Kaffeemarke. Dazu zählen auch die jährlichen exklusiven und nicht käuflichen Kalender, die von internationalen Künstlern und Modefotografen präsentiert werden wie Annie Leibovitz oder David LaChapelle. 2013 wird Marco Brambilla die Umsetzung für das neue Kalenderjahr machen. Nur kann dieses Mal jeder dabei mitmachen. Brambilla ist ein international anerkannter Videokünstler. Bis 23.11.2012 können User aus der ganzen Welt ihren Beitrag zu 12 unterschiedlichen Themen einbringen, sei es per Instagram (mit #operaviva Hashtag), Microsite oder sogar via eigener iPhone App. Der Künstler macht dann daraus zu jedem Thema ein Videokunstwerk, dass insgesamt die Opera Viva ergeben wird.

 

Mehr dazu in folgendem Video:


Um dies bekannt zu machen, wurden auch einige österreichische Blogger gefragt ein Thema zu wählen und zu präsentieren. Ich habe das Thema “Play” gewählt.

 

Das Briefing dazu:

 

“I am looking for play: amusement park rides, people dancing at concerts, fireworks flowering, disco balls reflecting light – the more energetic and full of life the better. This is the simultaneous celebration of the end of the day and the end of the year.”

 

Ich spiele für mein Leben gern. Sei es Poker, Gesellschaftsspiele oder Sportliches. Ich mag auch verspielte Ansätze im Alltag. Vor etwas längerer Zeit bin ich über den Graben in Wien flaniert und habe dabei einen Seifenblasenkünstler (ich nenn ihn mal so) entdeckt. Gibt es Menschen auf dieser Welt die keine Seifenblasen mögen? Das kann gar nicht sein! So simpel und doch so verspielt. Daher soll diese Seifenblasen-Momentaufnahme mein Beitrag zum Thema Play für die Opera Viva sein und passt ja auch zum Briefing ;)

 

 

Weitere Beiträge zu folgenden Themen findet ihr in Kürze bei:

 

Anna von hpunktanna.com Food

Fabian von fabianpimminger.com  Awake

Christina von ohnemusik.com  Sun

Richard von hdrr.at Neon

Daniel von imrich.net Dream

Monika von kathmography.com Dark

Teresa von colazionearoma.com Rush Hour

Petra von pixi.mitmilch.at Shadows

Barbara von rosapfeffer.at Home

Rene und Hugo von we-are.at Work

Silvia von Linzlife Shadows

Wakeboarden in Wien

Ich probiere ja gerne neue Sachen aus. Komme aber viel weniger dazu, als ich mir wünschen würde. Das ist eigentlich nur eine Ausrede, denn die Zeit kann man sich schon irgendwie für alles nehmen, was man möchte. Für mich ist es daher sehr praktisch eine Freundin wie A. zu haben. Sie ist zwar so gut wie nie da, denn unter der Woche arbeitet sie an großartigen und spannenden Projekten in der ganzen Welt oder sie ist gerade irgendwo auf Urlaub ebenfalls irgendwo in einem anderen Land, denn sie kennt ja so gut wie überall jemanden, den es gilt zu besuchen oder sie ist am Wochenden, wenn sie einmal da ist schon völlig verplant mit Ausflügen und Verabredungen. Und wenn man mal zu den Verabredungen zählt, die sie gerade geplant hat, dann finden die meist nicht einfach nur im Kaffeehaus oder daheim gemütlich statt, sondern es wird so richtig etwas gemeinsam unternommen. Da zählt eine Yogaklasse genauso dazu (durch sie habe ich Bikram Yoga überhaupt erst ausprobiert, auch wenn ich dabei nie geblieben bin) wie Schwimmen gehen, Ausstellungen besuchen oder wie letzten Freitag Wakeboarden gehen.

Den Wakeboardlift an der Neuen Donau in Wien kannte ich schon lange von Hörensagen. Die Vorstellung das auch mal zu versuchen war verlockend. Kann ja nicht soooo schwer sein. Schließlich habe ich auch einen sehr guten Gleichgewichtssinn und stelle mich allgemein bei solchen Dingen nicht zu doof an. Einziger Nachteil, ich bin eher Skifahrerin als Snowboarderin. Die Brettstellung könnte also durchaus ungewohnt für mich sein. Aber Snowboarden konnte ich auch innerhalb eines Tages, auch wenn ich nie dabei geblieben bin, da werd ich das auch hoffentlich schnell behirnen. Nun ja, ihr könnt euch bereits denken, dass das Ganze dann doch nicht so einfach war.

 

Da kommt man hin und stellt fest, dass man es mit lauter Surferboys zu tun hat. Alle total zu cool für die Welt. Braun gebrannt, durchtrainiert – wo ist meine Sommerbräune plötzlich hinverschwunden? Und die wenigen Mädls, die in der Schlange beim Lift anstehen, scheinen auch alle Halbprofis zu sein. Und wenn ich mir ansehe wie vereinzelt gestandene Jungs nicht mal den Start schaffen, wird mir klar, dass es für mich problematisch werden könnte. Dabei hasse ich es vor vielen Augen zu versagen. Nur nicht entmutigen lassen, sag ich mir und bitte A. mir ein paar Tipps zu geben, die soetwas schon in Australien (wo sonst?) gemacht und auch schon Erfahrungen hier am Lift in Wien gesammelt hat. Sie sagt: “Den Start wirst du beim ersten Mal sicher nicht schaffen, aber das wird schon.” Sehr aufbauend. “Einfach nach hinten lehnen, Balance halten und nicht verkrampfen. Du machst das schon,” sind ihre weiteren Worte. Ok, ok. Locker bleiben. Wieso bin ich plötzlich nervös? Dann gehe ich eben gleich baden. Auch egal. Aber hoffentlich tut der Aufprall nicht weh.

 

So. Wir rücken weiter. Es ist Zeit sich das Board an die Füße zu schnallen. Da das mein erstes Mal ist, brauche ich dafür etwas länger, halte die Schlange auf und werde von den Liftwarten angeschnauzt. Na toll. Das auch noch. Das hilft nicht meine Nervosität zu besänftigen. A. hüpft mit dem Brett an mir vorbei und startet vor mir, damit etwas weitergeht. Dann bin ich an der Reihe. Der Liftboy sagt, in die Knie soll ich gehen. Noch tiefer. Und den Bügel ganz nah an die Hüfte halten und alles anspannen. Dann wird die Ampel grün. Zack. Weg bin ich. Nämlich unter Wasser. Ich glaube ich bin nicht einmal eine Hundertstel Sekunde gefahren. Aber hey, stürzen tut nicht weh. Gut zu wissen. Etwas gekränkt ist mein Ego zwar schon, aber für die Ehre probiere ich es noch mal und aufgeben tut man nur einen Brief – was für ein Spruch! :) Mit Brett retour ans Ufer zu schwimmen ist ein bißl mühsam, aber auch das wird besser von Mal zu Mal wie ich feststellen werde. A. kommt bis zur ersten Kurve. Eine gute Leistung.

 

Erneut in der Schlange am Lift. Eine Stunde dürfen wir fahren. In einer Stunde gehen sich bei der Masse an Wakeboardern 4 Starts für mich aus. Bei Start Nummer 2 passiert eigentlich das gleiche wie beim Ersten, aber ich hatte das Gefühl für mich herausgefunden zu haben, wie ich besser stehe und ich bin weniger verkrampft. Das meinten auch die Jungs vom Lift, die plötzlich doch nett zu mir sind und mich nicht anblaffen. Anscheinend hat man doch auch eine Berechtigung hier zu sein, wenn man kein Pro ist.

 

Bei Start Nummer 3 bin ich eine gefühlte Zehntel Sekunde gefahren bevor ich ins Wasser schleuderte. Ein Erfolg! Ok, dann soll es auch ein viertes Mal für mich geben. Ich kann das besser. Ich weiß das. Also kommt Start Nummer 4 und was soll ich euch sagen, ich bin gefahren! Jawohl! Ich bin über die Donau gegleitet, hab die Wellen genommen und habe erfahren wie toll sich das anfühlt…für ungefähr eine Sekunde. Dann ging’s wieder ab ins Wasser. Aber hey, es war eine gute Sekunde und es waren einige Meter. Damit umso weniger peinlich zu stürzen, denn wenigsten war es nicht sofort beim Start. Was für ein Erfolgserlebnis!

 

Danach wurde noch alles bei ein paar Bier mit Blick auf die verbleibenden Wakeboarder analysiert. Ein sehr schönes Plätzchen für den Sommer. Und jetzt ist Sonntag. Ich habe einen Mördermuskelkater (Bauch-, Schulterbereich) von lächerlichen 4 Starts und kann an nichts anderes denken, dass ich das unbedingt wieder machen muss. Wieso um Himmels Willen habe ich das noch nicht früher versucht? Jetzt ist der Sommer quasi schon vorbei. Zum verzweifeln. Mein Ego muss bis nächstes Jahr wohl warten. Dann wird ab Saisonstart trainiert. Das kann ich euch garantieren. Vielleicht mache ich dann wieder eine 30 Days Challenge daraus. In 30 Tagen eine Runde am Wakeboardlift schaffen. Ja, so machen wir das!

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