Ich finde das Spiel mit den Geschlechtern sehr spannend. Vor einigen Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es Models wie Andrej Pejic oder Casey Legler gibt. Erstere modelt als Mann gerne auch für Frauenmode, letztere lässt sich, obwohl Frau, ausschließlich nur als Männermodel buchen – beide wunderschön. Pejic zählt mittlerweile zu den bekanntesten Models weltweit. Dass es eine Frau als Männermodel gibt war mir hingegen bis vor Kurzem nicht bekannt. Umso cooler finde ich Legler.

Andrej Pejic

 

Casey Legler

Wenn man sich ihre Bilder ansieht, so merkt man, dass nicht alles von der Statur abhängt, um männlich oder weiblich zu wirken. Es geht ums Posen. Bestimmte Körperhaltungen sind typisch männlich, andere typisch weiblich. Da man weiß, wie wichtig Körperhaltung für die nonverbale Kommunikation ist, wäre es spannend rauszufinden, ob Frauen, die männliche Körpersprache annehmen leichter die gläserne Decke durchbrechen. Dass das aber nicht unbedingt Ziel sein muss, habe ich auf dem Digitalista Blog geschildert.

Ein sehr unterhaltsamer Film, der sehr männliche Vertreter des starken Geschlechts (Wesley Snipes und Patrick “Gogong” Swayze) in Frauenrollen – wenn auch als Drag Queens – zeigt,  ist “To Wong Foo, thanks for everything. Julie Newmar” aus dem Jahr 1995 – auch schon ein bißl her. Gleichzeitig der Film mit dem längsten Filmtitel den ich kenne :-) Ich weiß noch, dass ich damals wahnsinnig beeindruckt war, wie weiblich mein damaliger Dirty Dancing Traummann rüber kam – wieder unter anderem dank der Körpersprache.

Was ich euch damit sagen möchte? Strike your pose!

Lass dir mal Eier wachsen!

Was für ein passender Titel für die Osterwoche :-)

Aber es geht hier nicht um Ostern. Nein. Es geht um mich. Um meine nicht vorhandenen Eier. Ja, ich könnte jetzt feministisch werden. Ja, ich könnte hier auch auf die Initiative Digitalista – ein Netzwerk für Frauen in der Digital Branche, das ich mitbegründet habe – verweisen. Aber nein. Das tue ich jetzt nicht. Denn ich bin eine Frau und ich suche die Schuld natürlich bei mir selbst und meinen Unzulänglichkeiten. Zum Beispiel, keine Eier in der Hose zu haben. Ja, so schaut’s aus.

 

eier

Worum geht’s?

 

Da sitzt man in einem Meeting und macht den grundlegenden Fehler, den man aus Managementbüchern für Dummies schon längstens kennt und vermeiden könnte: Ich habe mein Ziel des Meetings nicht definiert. Daher bin ich leichter Spielball der Akteure und der Situation. Der Kunde weiß plötzlich nicht mehr, was wir vor zwei Tagen noch gemeinsam definiert haben. Akteur mit Eier in der Hose nutzt die Situation aus und packt selbige plötzlich auf den Tisch und redet und redet und redet und redet. Sagen tut er aber nicht so viel. Wer braucht das schon. Hauptsache er packt ein paar Buzzwörter rein. “Das Video muss man doch viral machen. Wir kümmern uns darum”, höre ich ihn sagen oder “Das natürliche Facebookverhalten muss man nutzen”. So ein g’scheiter Mann aber auch, möchte man meinen. Unterbrechen kann man ihn kaum, denn schließlich hat er so viele wichtige Dinge zu sagen. Kurz schweife ich ab und denke nur “blablablablabla”, wird schon bald fertig sein das Meeting, den nimmt ja keiner ernst. Dann streift mein Blick das Gesicht der Verantwortlichen beim Kunden und erschrecke: “Damn! Die sind begeistert!” Verdammt. Das geht so nicht. Halte etwas dagegen! Nimm die Führung zu dir! Und das nach einem Tag, der einem vom Schritt aus dem Bett an in die nicht vorhandenen Eier tritt. Das letzte Meeting des Tages. Fertig. Ausgelaugt. Müde. Unmotiviert. Komm. Mach was. Ich formuliere ein paar gezielte Zwischenfragen und Argumente und merke, dass ich zu nett bin. Hat gar nichts gebracht. Angriff wäre richtiger gewesen. Weg mit den guten Manieren. Nicht lieb und vernünftig sein. Revier markieren. Den Schwanz mit den Eiern raushängen lassen und mit einem Schlag mit dem eigenen riesigen Gemächt den Dampfplauderer auf seinen Platz verweisen. Ja. So wäre es richtig gewesen. Da hätte er aber schön geschaut. Aber so bin ich nicht. Selbst wenn ich mir mal meinen imaginären Dildo – Gemächt kann ich mir noch nicht vorstellen – schnappe, stupse ich nur mal lieb hin. Reicht ja auch oft. Ich versuche mit Kompetenz zu glänzen, die entwaffnen soll. Zuviel reden mag ich nicht. Ist erstens anstrengend und zweitens bin ich sehr pragmatisch – ich mache lieber als stundenlang darüber zu reden. Aber ärgern tu ich mich trotzdem, wenn mir so etwas wie gerade beschrieben passiert. Darum soll mir der Osterhase zu Ostern ein paar Eier bringen, damit ich sie beim nächsten Mal präsentieren kann. “Nicht mit mir!” heißt es dann. Eat my balls!

 

Photocredit: Swagger Bear

Wehrpflicht – Wer soll entscheiden?

Am Sonntag dürfen wir ÖsterreicherInnen abstimmen, ob die Wehrpflicht abgeschafft werden soll oder nicht. Ich möchte hier gar nicht darauf eingehen, ob ja oder nein. Ich habe zu dieser Frage eine ähnliche Meinung wie Tom, der auf seinem Blog die Argumente gegen eine Wehrpflicht gut dargelegt hat. Ich möchte hier nur kurz loswerden, dass ich es eigentlich unnötig finde, über so etwas abzustimmen.

 

Nicht deswegen, weil ich gegen eine Beteiligung des Volks an Entscheidungsprozessen bin. Aber diese Volksbefragung wird mit meinem Geld bezahlt. Steuergeld, das in die massenhafte Plakatierung und breite Sendung von Radiospots investiert wird, das schon fast an Propaganda grenzt – den eine Informationskampagne ist das nicht – um eine Entscheidung herbeizuführen, die die gewählten Volksvertreter zu feige sind alleine zu treffen oder dem Volk den Glauben vermitteln soll mitzubestimmen bei so einer Frage, um bei den heißen Eisen wo es nicht mitreden darf sagen zu können “bei der Wehrpflicht wurdet ihr eh gefragt”, nur damit sie vielleicht wiedergewählt werden. Da stellt man sich die Frage, wozu man eine repräsentative Demokratie in diesem Land hat. Bevor hier jemand mich belehren will, wie wichtig es ist, dass das Volk direkt in den demokratischen Prozess eingreifen kann, so wiederhole ich: Da bin ich nicht dagegen. Wie heißt es so schön: Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Aber diese “Frauen für ein Berufsheer”-Dauerbeschallung, die mit Billa-Hausverstand Sätzen daherkommt, erinnert mich bei der Argumentation an so manche Daham-statt-Islam Kampagne aus einem ganz anderen politischen Lager.

 

Soviel von mir. Jetzt dürft ihr mir sagen, warum ich falsch liege.

Neujahrsvorsätze 2013

Ich hatte eigentlich nie das große Bedürfnis nach Neujahrsvorsätzen. Ich nehme mir ständig etwas vor und verwerfe es bald wieder, dazu brauche ich nicht den Jahreswechsel ;) Aber dieses Jahr ist etwas anders. Nach einigen erholsamen Tagen, merke ich wie langsam meine Kräfte wieder zurückkommen und realisiere erst so richtig, wie verdammt leer ich bereits war. Ich war immer ein sehr neugieriger und ideenreicher Mensch. Im alten Jahr hatte ich das Gefühl, dass mir ein gewisser Durst und Hunger verloren ging im stressigen täglichen Agenturleben, der aber genau dafür besonders wichtig ist. Ein paar freie Tage lassen wieder die Lebensgeister und den Tatendrang zurückkommen. Das Geheimnis ist die Zeit. Ich würde wohl – selbst mit einem Lottosecher – nie Nichts machen. Nach einiger Zeit kommen mir einfach zu viele Ideen, die ich gerne verfolgen würde.

Mein Neujahrsvorsatz lautet also:

 

Zeit nehmen für kreative Pausen.

 

Dazu gehören folgende Sub-Jahresvorsätze:

 

Fokussieren auf die wichtigen Dinge.

Mein Mann sagt immer so schön: Das Rauschen reduzieren. Ich muss mich auf die wichtigen Töne konzentrieren.

 

364 Tage Yoga

Ich habe meine Yoga-Routine leider in den letzten Wochen und Monaten etwas außer Augen verloren. Das ist sehr schade, denn erstens ist es für mich wahnsinnig erholsam und hält mich fit. Zweitens habe ich schon so viele Fortschritte gemacht und ich will hier noch viel weiter kommen. Drittens ist es ein guter Grund für eine Denkpause. Gerade Yoga zeigt mir immer wieder, wie man mit ausreichend Disziplin immer ein Stückchen weiterkommt und seine Grenzen erweitern kann. Das möchte ich: Meine körperlichen Grenzen mit einer täglichen Routine erweitern. Darum nehme ich mit jetzt mal ganz mutig vor 364 Tage Yoga zu machen. Ja, 365 Tage gehen schon nicht  mehr, da mir der Einfall erst heute kam. Aber hey, heute habe ich es schon mal durchgezogen. Ich bin gespannt, ob ich es tatsächlich schaffe. Ich hoffe, es hilft, dass ich es hier öffentlich hinausposaune und somit verstärkt gezwungen bin, den Vorsatz einzuhalten.

 

Gerade eben habe ich einen spannenden Artikel darüber gelesen, dass man sich Jahresziele mal anders setzen sollte um seine Produktivität zu erhöhen. Ein Wort wählen, dass zum Motto für 2013 wird. Schwierig, wenn man so viel gleichzeitig will. Aber ich würde mich spontan für “Lernen” entscheiden.

 

Was wäre es bei euch? Wer hat noch gute Vorsätze?

Warum Skyfall bei mir durchfällt

Warum euch gerade meine Kritik zu einem Kino-Blockbuster interessieren sollte, frag ich mich auch. Aber ich schreib meine Gedanken zum neuen James Bond Film trotzdem hier einmal nieder. Und Acht gegeben: Ja, hier könnte man Dinge lesen, die man nicht wissen möchte, wenn man den Film noch nicht gesehen hat – Spoiler Alarm ist also angesagt.

 

Skyfall heißt der dritte Teil mit Bond-Darsteller Daniel Craig. Er war eine Enttäuschung für mich. Ich bin ein Fan von guten Agentenstories, liebe die coolen technischen Gadgets, die darin oft vorkommen, mag gute Kampfszenen und auch Daniel Craig. In Skyfall enttäuscht genau all das und er ist damit kein guter Nachfolger für Casino Royale oder Ein Quantum Trost sondern eher für die langweiligen Pierce Brosnan Verfilmungen des Doppel-Null-Agenten. Als Brosnan den Bond gab waren die Verfilmungen am absteigenden Ast. Ganz einfach, weil es nur mehr um ein Action-Geballere ging ohne sinnvolle Geschichte, spannende Charaktere oder besonders innovative Ideen und das bei gleichzeitig aufstrebender Konkurrenz wie die Bourne Trilogie oder der Mission Impossible Reihe – auch wenn bei Letztere der Teil 2 ein ähnliches Versagen aufweist wie Skyfall.

Die Handlung

 

Das Schlimmste ist natürlich die Story. Ohne gute Geschichte, kein guter Film. Bei Skyfall wird man als Zuseher nicht besonders gefordert. Dass eine Liste mit Agentennamen gestohlen wird, kommt einen verdächtig bekannt vor: Stichwort Mission Impossible 1. Es gibt kein großes Rätsel zu lösen, keine überraschenden Wendungen. Aber auch nicht für den Agenten. Wer der Bösewicht ist, ist schnell klar und sein Plan M zu erledigen auch. Es gilt nur diesen zu durchkreuzen, aber auch das tut Bond eigentlich nicht wirklich aktiv. Er ist in der Geschichte eher reaktiv als proaktiv. Das macht den Helden, der im Normalfall ja doch nicht nur durch seine körperliche Kraft, sondern auch durch seine Ausgefuchstheit glänzt, etwas langweilig. Außerdem ist es sehr schade, dass Bond plötzlich ein alter Sack sein soll, der noch eher schlecht als recht zu seinem Dienst taugt, sich von Jungen MI6 Mitarbeitern als Hau-Drauf-Werkzeug degradieren lässt und mit den technischen Neuerungen nicht mehr so mitzukommen scheint. Was ist mit dem frechen Bond aus Casino Royale passiert, der eher wie ein verschmitzer Schuljunge mit brillianter Kampftechnik und gutem Aussehen daher kam? Oder dem verzweifelten Rächer aus “Ein Quantum Trost” mit dem man einfach mitleiden konnte? Was soll mich überhaupt an dieser Geschichte packen? Dass M getötet werden soll? Langweilig! Hört sich blöd an, aber sie ist zu alt, um ein attraktives Opfer abzugeben. Dass sich ein von M enttäuschter Agent, gegen einen ehemaligen ebenfalls von M enttäuschten Agenten stellt, der versucht sie zu töten? Dazu werden die Beziehungen zu M zu wenig herausgearbeitet. Die Sache mit Bonds Eltern? Bond als Agent mit Kindheitstrauma? Dazu ist darauf emotional viel zu wenig eingegangen worden, um das ansatzweise nutzen zu können. Eigentlich dient das ja nur dazu, um eine Location für den Showdown zu haben – nämlich Skyfall, das Landgut von Bonds Eltern. Hinter der Benennung des Films hätte ich mir im Übrigen daher auch mehr erwartet. Es gibt auch nicht wirklich eine Frau an seiner Seite. Alle weiblichen Darsteller außer M sind nur gefühlte 5 Minuten im Film und haben allesamt nur sehr schwache Rollen.  Moneypenny ist zwar nett, aber war eher nur dazu da, dass Moneypenny eben wieder da ist. Sévérine wäre spannend gewesen, aber sie wird wahnsinnig schnell getötet. Das wars. Ach ja, irgendeine Frau durfte sich auch noch ohne Text in Bonds Auszeit in der Türkei mit ihm vergnügen. Eine völlig unnötige Szene.

Technische Gadgets

 

Die James Bond Filme hatten immer coole technische Gadgets, die dem Agenten lässig aus der Patsche helfen konnten. In Skyfall gibt es derlei eigentlich gar nicht. Das ist doch etwas unkreativ und selbst den Schreiberlingen muss das aufgefallen sein, denn nicht umsonst lassen sie Bond bei der Begegnung mit Q darauf hinweisen, dass das gar ein bißl wenig ist. Eine Pistole, die nur von Bond abgefeuert werden kann, weil sie auf seinen Handabdruck reagiert und ein Peilsender. Ja, richtig gelesen, ein Peilsender. Wo sind wir? In den 60er Jahren? In Zeiten wo jeder mit einem Handy bis auf einen Meter genau geortet werden kann, braucht James Bond einen kleinen Peilsender, den er per Knopfdruck aktivieren kann. Wie lächerlich ist das bitte? Da lob ich mir Mission Impossible 4 mit den Handschuhen mit denen man Hochhäuser hochklettern kann oder der Leinwand die das aufgenommene Bild immer im richtigen räumlichen Winkel des Betrachters anzeigt, sodass man sich dahinter gut verstecken kann, um einen Gang entlangzuschleichen oder den Kontaktlinsen, die fotografieren können. Hinzu kommen dann so lächerliche Szenen indenen James Bond den großartigen Quellcode des Programms seines Gegenspielers von Q gezeigt bekommt. Das Ganze sieht natürlich so aus, wie sich irgendjemand, der nicht programmieren kann sich einen Quellcode vorstellt. Eigentlich sieht es aus wie ein Visualisierung eines Social Graph ;) Das mag ja alles sogar noch seine Berechtigung haben. Aber dann der Satz von Bond dazu zu Q, dass er mal näher ranzoomen soll, weil er glaubt etwas entdeckt zu haben, da kann man einfach nur den Kopf schütteln.

 

Actionszenen

 

Ein Actionfilm braucht Actionszenen. Ich weiß, dass hier Geschmäcker verschieden sind, aber mit möglichst großen Explosionen alleine fange ich persönlich recht wenig an. Ich liebe gute Kampfszenen. Davon hat Skyfall auch ein paar. Aber eher sehr kurz. Daniel Craig hat da zwar einige geniale Moves drauf, darf aber nur sehr wenig davon zeigen. Verfolgungsjagden gehören natürlich auch zum Metier. Zu Beginn eine rasende Motorradverfolgungsjagd und 2 Männer die sich am Zug prügeln. Schön und gut, aber nicht besonders neu. Wieder muss ich hier Mission Impossible 4 erwähnen – die Verfolgungsjagd im Sandsturm mit Handyortung war einmal etwas Neues. Und wenn die Kletterszene in Dubai am Burj Khalifa nicht spektakulär und actionreich war, dann weiß ich auch nicht. Auch in Casino Royale startete man mit einer gelungenen Verfolgungsjagd bei der Free Running zum Einsatz kam – so etwas hatte man bis dahin auch erst selten gesehen. Bei Skyfall nichts dergleichen.

 

Darsteller

 

Was die Darsteller angeht, so war wie zu erwarten Javier Bardem herausragend. Ich würde auch sagen, dass sein Auftritt bei der ersten Begegnung mit Bond einer der besten Szenen des Films überhaupt sind. Vor allem die kleine homosexuelle Anspielung ist großartig. Insgesamt kann man sich wahrscheinlich auch gar nicht so sehr über die Darsteller beschweren, sondern über die schlechte Zusammensetzung der vorkommenden Rollen. Viele vereinzelte Auftritte, aber kein großer Zusammenhang. Auch hier muss ich wieder auf Mission Impossible verweisen. Dort dreht sich der erste und vierte Teil – so wie alle natürlich – um die Rolle des Ethan Hunt, aber in Teil 1 und 4 lebt der Film vom Zusammenspiel der einzelnen Charaktere, die damit den Helden besser durch die Geschichte tragen. Eine Rolle, wo jemand besonders tolpatschig oder lustig sein soll, eine verführerische Frau, ein Genie, etc. All das gibt es bei Skyfall nicht oder nur sehr kurz. Erneut kann man hier auch den Vergleich zu Casino Royale (ja, man merkt das ist meine Lieblings-Bond-Verfilmung ;)) ziehen. Dort gab es die verführerische Frau (Vesper) oder den lebenslustigen Kumpanen (René Mathis).

 

Fazit

 

Nun ja, was mein Fazit ist, kann sich wohl jeder denken. Den Film muss man nicht gesehen haben. Ich freue mich, dass Daniel Craig für weitere Bond Filme zugesagt hat. Ich hoffe, nur dass Sam Mendes nicht mehr Regie führt und die Geschichte wieder besser wird. Mein idealer James Bond ist ein frauenaufreißender, intelligenter, schlagkräftiger Agent mit kleinen Schwächen, die ihn menschlicher erscheinen lassen, der mit Hilfe von technischen Raffinessen, Sherlock Holmes-artiger Kombinationsstärke nicht zu überzeichnete Bösewichte zur Strecke bringt und dabei den einen oder anderen Martini geschüttelt und nicht gerührt zu sich nimmt während er mit Miss Moneypenny flirtet um sein Briefing für den nächsten Auftrag entgegenzunehmen. Vielleicht wird meine Wunschvorstellung ja wahr.

 

In der Zwischenzeit kann ich nur einen etwas unbekannteren älteren Agentenfilm empfehlen, in der eine Frau eine unglaublich starke und spannende Spionen-Hauptrolle übernimmt: Haywire. Der hat wirklich alles und er zeigt, das gute Actionhelden auch von Frauen gespielt werden können.

“Haywire ist ein US-amerikanischer Action Thrilleraus dem Jahr 2012 mit Gina Carano in der Hauptrolle. Regie führte Steven Soderbergh. Weitere Mitwirkende sind Antonio Banderas, Michael Douglas, Ewan McGregor und Michael Fassbender.

Tod den Muckerln und der Coolheit

Mein Leben hat sich verändert. Nein. Falsch. Das stimmt nicht. Mein Leben hat sich gar nicht so sehr verändert. Meine Prioritäten haben sich verändert. Irgendetwas in mir schreit nach mehr Häuslichkeit. Ich weiß nicht warum. Ich finde das auch gar nicht übel. Das Ergebnis sind leckere Desserts und Kuchen, an denen ich plötzlich interessiert bin sie selbst zu kochen bzw. zu backen, Unmengen von Hauben und Schals, die wohl bis Weihnachten noch von mir hergestellt werden und sonstige andere DIY-Projekterl. Dinge, bei denen man sich auf seine innere Hausfrau besinnen muss. Etwas, dass mir immer ein Graus war. Vom Nachtschwärmer zur Business-Woman hin zu Martha Stewart – auch wenn sich die drei Rollen nicht immer ausschließen müssen. Meine Mutter ist davon so völlig verwirrt, weil sie mich mit rebellischer Abwehrhaltung gegenüber solchen Dingen in die Welt hinausziehen sah, und wirft mir nun vor offensichtlich viel zu viel Zeit zu haben. Die könnte ich doch viel besser nutzen und endlich Journalistin werden, wie sie es sich immer für mich gewünscht hat, denn das was ich jetzt so mache, findet sie immer noch komisch. ;))) Mama, das wird wohl nie passieren.

 

Eine Erklärung ist sicherlich, dass all diese – ich nenn es jetzt mal – häuslichen Dinge mit der Retro-Hipster Welle plötzlich cool sind. Das sicher. Aber es ist noch mehr. Zumindest fühlt es sich so für mich an. Ihr seht, so ganz habe ich das für mich noch nicht durchschaut.

 

Aber so kommt es, dass ich dieses Wochenende für Gäste einen leckeren Nachtisch gezaubert habe und mich aufgrund dessen am Tod gefühlter 1.000er Obstfliegen geweidet habe. Das heißt, ich hab ihn für euch: Den ultimativen Tipp zum Muckerl vernichten!

 

Ich weiß, die Spannung ist unerträglich und ihr wollt den Trick unbedingt wissen. Davor möchte ich aber noch auf meinen leckeren Nachtisch (von dem ich natürlich vergessen habe ein Foto zu machen – mein Instagram-Hipster-Karma ist dadurch sicherlich schwer beschädigt worden) hinweisen. Es gab Schokoküchlein nach einem sehr feinen Rezept von The Stepford Husband. Ich kann nur sagen, danke Kevin – es war ein Genuss und sehr einfach und schnell zubereitet. Dazu gab es eine Eigenkreation: Karamelisierte Ananas, eingekocht mit Rum und Pflaumenwein.

 

Mit der Ananas kamen auch die lästigen Viecher daher. Es war fast schon eine Invasion von Muckerln, die sich immer wieder in eine neue Angriffslinie brachten, um mir lästig um den Kopf zu schwirren. Aber nicht mit mir! Pah! Und jetzt kommt’s: Schnell ein mit Essig gefülltes Glas aufgestellt mit einem Spritzer Spülmittel rein, damit es keine Oberflächenspannung gibt. Die perfekte Falle. Die Obstfliegen dachten wohl, ich lad sie auf eine Party ein. Und Pow! Ab in den Essig und dort geblieben. In meiner “Die Tribute von Panem”-Welt (die Trilogie ist so nebenbei absolut empfehlenswert) fühle ich mich wie die Protagonistin, die ihren Gegnern überlegen ist. Ja, auch kleine Erfolge kann man übertrieben groß feiern.

 

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