Ich habe ein zwiespältiges Verhältnis zu den toll designten Lebensweisheiten, die man im Internet allerorts findet. Einerseits sind sie ja wirklich inspirierend, motivierend, tröstend, unterhaltend oder was auch immer. Schon alleine deswegen habe ich ein ganzes Pinterest Board davon. Andererseits sind es eben auch nur Worte. Diese dann auch tatsächlich zu leben ist eine völlig andere Geschichte.

Dennoch bin ich vor ein paar Tagen dank Lisa über ein Zitat von Tina Fey gestolpert, das sehr gut zusammenfasst, wie ich in meinem Leben bisher und hoffentlich auch weiterhin zu Chancen stehe. Sei es privat oder beruflich.

sayyes

Say yes. You’ll figure it out afterwards.

Hell yeah, wie oft bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen oder geworfen worden und bin geschwommen. Nicht zu verwechseln mit Ja-Sagen zu allem und jeden. Nein, nein. Das ist nicht gemeint. Aber manchmal muss man einfach Dinge tun, von denen man nicht weiß, ob man das kann oder wie man das jetzt bloß machen soll. Zum Beispiel ein Kind bekommen. Oder im Beruf. Ja, ich könnte an dieser Stelle über all jene schimpfen, die mir bisher begegnet sind und mich beruflich gebremst haben, weil ihnen dieses Motto fremd zu sein scheint. Ich lass das jetzt mal, denn dann würde ich wohl hier länger sitzen und neben mir wartet ein Kind auf die letzte Stillung (so wie das letzte Abendmahl nur täglich für unser Baby) vorm zu Bett gehen zu bekommen. Aber das ist auch nicht der einzige Grund. Denn statt sich zu beschweren, browse ich einfach ein wenig durch mein Pinterest Board und ersticke so aufkeimendes Suderantentum sofort im Keim. Ganz nach einem weiteren Lieblingsmotto von mir: Inhale the good shit, exhale the bullshit.

dearpast doilikethem inhalethegoodshitexhalethebullshit

Im Käfig mit einer 12-Jährigen

Wie macht man einen eher mittelmäßigen Song zu einem Hit? Man macht etwas, das von der Musik ablenkt. Wie eben ein Musikvideo, das provozieren könnte. Ja, diese Strategie hat man schon oft gesehen. Sex sells und darum darf damit auch gerne die Provokation hervorgerufen werden. Nur sind wir 2015 schon sehr abgestumpft was sexuell aufgeladenes Bildmaterial angeht, hat uns doch 2013 schon ein Song, der auch “rapey” sein könnte, nicht besonders aufgeregt, sondern Dauerbeschallung gebracht. Was ist schockierender als angedeutete Vergewaltigung? Richtig: Pädophilie.

Damit spielte Sia schon gekonnt im Video zu “Chandelier“, denn warum steckt man sonst ein Mädchen (das großartig eine noch großartigere Choreographie tanzt) in eine Outfit, das bei nicht genauerem Hinsehen vermittelt, dass die Kleine nackt sein könnte. Hier war zumindest der Song auch stark. Bei dem kürzlich veröffentlichten Video zu “Elastic Heart” geht die Künstlerin noch mal einen Schritt weiter und die kleine Tänzerin darf mit Shia LeBeouf in den Käfig, um eine animalische Geschichte zu erzählen. Er nur im knappen Höschen, sie wieder im gewagten Hautton-Body. Der Song dazu ist schwach. Die Aufregung dafür umso größer.

Meine bescheidene Meinung? So wie der Schelm denkt… Wie oversexed sind wir mittlerweile schon, dass ein kindlicher Körper – sei er nackt oder nicht – mit Erotik oder mehr in Verbindung gebracht wird? In dem Video erkenne ich eher eine künstlerische Vater-Tochter Szenarie als eine Lolita Verführung. Mit einer poetischen Tänzerin, deren Ausdrucksstärke durch ihr Alter noch mehr wirkt. Es gibt sicherlich erwachsene Frauen, die genau so gut, vielleicht sogar besser tanzen können. Aber die Energie, die dieses Mädchen transportiert, ist nicht nur in ihrem Tanz sondern auch in ihrem Gesichts- nein, Gesamtausdruck. Es entsteht eine Schere im Kopf und die fasziniert.

Sexueller Missbrauch an Kindern ist für mich eines der fürchterlichsten Verbrechen überhaupt. Punkt. Aber aus Angst vor dieser, müssen wir nicht den kindlichen nackten Körper oder “anzüglich” gekleideten mit oder ohne Interaktion mit einem Mann, der einfach nur einen nackten Oberkörper hat, unter Generalverdacht stellen. Das erinnert ja fast an die Rechtfertigung, warum Frauen verschleiert sein sollten, weil sie sonst zu aufreizend wären. Darüber den Kopf schütteln und sich gleichzeitig über dieses Video aufregen. Das passt nicht. Da hat man als Mutter ja bald Angst, den eigenen Sohn auf den Mund zu küssen.

Die Aufregung ist sicherlich beabsichtigt, aber dass sie funktioniert, ist schon ein bißchen traurig.

Eure Meinung zum Video? Yay or nay?

Der Neujahrsvorsatz: 99% genießen

Die letzten Stunden des Jahres 2014 sind angebrochen und ihr werdet überschüttet mit Neujahrsvorsätzen und Jahresrückblicken. Was meinen Jahresrückblick angeht, so gibt es für mich ein Ereignis, der alles andere – egal ob negativ oder positiv - überblendet und zwar die Geburt meines Sohnes. Er ist die Liebesexplosion des Jahres! Und jeden Tag wird diese Liebe sogar noch stärker. Ganz schön heftig. Ja, es ist fordernd mit Kind. Aber wenn man mit seinem Partner ein eingespieltes Team ist, bekommt man das hin. Das Schönste daran ist, dass man mehr fokussiert auf die wichtigen Dinge im Leben. Und das Wichtigste ist: einfach glücklich zu sein mit seinen gesunden Liebsten. That’s it. Dazu brauche ich keinen Neujahrsvorsatz, denn das ist sozusagen, das Lebensziel schlechthin. Und was jetzt kommt, klingt furchtbar cheesy, aber: Zu 99% meines Lebens habe ich das Ziel immer erreicht. Die restlichen 1%, da wo das ganze Unglücklichsein, die Probleme und negativen Energien stecken, die möchte ich auch nicht missen. Sie machen die 99% der Zeit erst so richtig wertvoll und sie bringen mich immer weiter, auch wenn der kleine Prozentanteil manchmal der Dauerzustand zu sein scheint, nervt oder verletzt – denn die Zeit ist ja bekanntlich relativ und fünf Minuten Langweile können länger dauern, als eine Stunde geile Zeit. Um die 1% aber immer wieder in die richtige Relation zu setzen, hilft mein Sohn ungemein. Schon einmal an Sorgen beim Anblick eines Kinderlächelns gedacht? Eben. Auch darum ist er eines der besten Dinge, die mir je passiert sind.

Ich werde also für 2015 keine Neujahrsvorsätze fassen, sondern einfach die 99%-Zeit genießen.

eloquent neujahrsvorsatz

Kinderwagen: Eine Glaubensfrage

Die Zeit schreitet voran. Unser kleiner Nachwuchs ist jetzt im siebten Monat und eine gewisse Schwangerschaftsroutine hat sich eingestellt. Die Schwangerschaftswochen, die für Schwangere eigentlich viel interessanter sind als das Monat, sind blitzschnell umgerechnet, damit das kinderlose Gegenüber mit meiner Antwort auf die Frage, wie weit ich denn bin, auch etwas anfangen kann. Meist bekomme ich dann ein erleichtertes Dankschön retour, das ich nur zu gut kenne, denn mir ging es davor auch nicht anders mit den kryptischen SSW-Angaben.

Mein Bauch und mein Gewicht haben sich drastisch verändert. Im Freibad blicke ich neidisch auf die schlanken Teenies und denk mir insgeheim: „Dir wird’s auch irgendwann so gehen.“ Um mich dann gleich wieder zu korrigieren und anzuspornen mit: „Dort kommt ich auch bald wieder hin, sogar besser“. Ansage!

Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist ansonsten problemlos und unspektakulär verlaufen, wenn man davon absieht, dass es schon sehr flashig ist, wenn man spürt wie sich in einem drinnen, ein Mensch bewegt. Aber irgendwie ganz realisiert habe ich das ja ohnehin nicht.

Da mich alle fragen, ob ich schon die einen oder anderen Dinge besorgt habe, dachte ich mir, dass ich mir vielleicht wirklich die einen oder anderen Dinge besorgen sollte. Der Mann an meiner Seite hat mir widerwillig zugestimmt („Großartig. Kinderwagen schauen ist meine absolute Lieblingsbeschäftigung.“ #eyeroll), also ging es ins Babyfachgeschäft, um sich Kinderwagen, Beistellbett und Autositz zu besorgen. Der Gedanke dahinter: Irgendwie muss das Kind ja transportiert werden vom Spital nach Hause und irgendwo sollte es auch schlafen können. Sonstige Nestbau-Ambitionen halten sich bei mir noch in Grenzen. Ich mein, Oktober, das ist ja noch sooooo laaaang hin.

Wie dem auch sei. Nach ausführlicher Beratung haben wir uns für den Bugaboo Cameleon als Gefährt der Wahl entschieden. Ich war etwas vorbelastet, da zwei Freundinnen von mir sehr zufrieden davon berichtet hatten, bei unserem Besuch in Stockholm im Frühjahr jede/r, ja, wirklich jede/r stylishe Mum und Dad einen vor sich herschob und er eigentlich ganz gut ausschaut – ja, ich muss mir das Ding täglich ansehen, da soll es auch schön sein. Eigentlich hätte mir ein Modell von Stokke sogar besser gefallen, aber da es bei uns vorm Haus am Stadtrand auch recht holprig ist, wollte ich ein etwas geländegängigeres Modell (sofern man beim Cameleon davon sprechen kann) als den reinen Stadtflitzer. Alle anderen Leistungsmerkmale scheinen zu passen, darum haben wir nicht lange überlegt und gekauft.

Sehr beruhigend war es dann für mich, einige Tage später zu hören, wie erfahrene Mütter über unsere Wahl, die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben. Naja, ich geb zu, ganz so intensiv war die Reaktion nicht, aber irgendwie kam es mir so vor. Zu niedrig, die Tasche zu unpraktisch, kein passendes Preis-Leistungsverhältnis. Wieder andere beschwichtigten und Tage später hörte ich, dass Brio das Maß aller Dinge sei.

Nun ja, gekauft ist gekauft. Und ich steh zu unserer Entscheidung. Aber eines habe ich gelernt: Der Kinderwagen ist eine Glaubensfrage. Ein richtig oder falsch gibt es nicht. Dafür kenne ich  mich jetzt mit ganz neuen Marken aus, die zuvor keine Rolle in meinem Leben gespielt haben, die aber anscheinend sehr stark identitätsstifend sind. Ich werde also eine Bugoaboo Mama. Was das genau heißt, werde ich wohl noch erfahren.

Der Kinderwagen wurde übrigens in schwarz gewählt. Das lässt sich zu jedem Outfit gut kombinieren.

pregnancy

Mein Urlaubscocktail

Auch wenn mein Arzt meint, dass ich ruhig alles Essen kann und ein Glaserl Sekt in der Schwangerschaft auch noch niemanden geschadet hat, so will man ja als verantwortungsbewusste Bald-Mutter nicht unnötige Gefahren eingehen. Das heißt, dass ich doch eine Liste an Dingen vermeide.

Ganz oben auf dieser Liste: Alkohol – Auch wenn ich vielleicht mal nippen könnte, stellt sich die Frage: Was hab ich denn davon? Da lasse ich es doch lieber gleich weg. Mit dem Ergebnis, dass mir mein Freitagabend-Bier, mein Samstags-Cocktail und so generell mein Alkohol-Genuss fehlt. Ja, das mag nach Alkoholikerin klingen, aber ich steh offen dazu. Als Tochter von Weinproduzenten gehört der Genuss mit Promille für mich zur Lebensqualität. Wobei ich festgestellt habe, dass alkoholfreies Bier auch gut schmeckt.

Der Mann an meiner Seite hatte vor Jahren eine alkoholfreie Zeit. Die scheint aber jetzt völlig vorbei zu sein. Man hat fast das Gefühl, jetzt wo ich nichts trinken kann, fallen ihm die kreativsten Drinks ein. Nur eben für sich selbst bzw. für Freunde und Familie. Aber ich werde sie alle einfordern, sobald ich kann.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Satz ein, den ich bei Bekanntgabe der Schwangerschaft immer wieder zu hören bekomme: „Genieß die Zeit!“ Ich grüble und grüble und grüble über diesen Satz. Was genau soll ich genießen? Gut, in der ersten Zeit, kann das wohl niemand ernst gemeint haben, aber da wusste es auch kaum jemand, denn zur Übelkeit kann mir doch keiner geraten haben, sie toll zu finden. Aber auch jetzt. Meine Figur nimmt seltsame Formen an – auch wenn ein Babybauch nichts Hässliches ist, so ist es jetzt kein Idealkörper. Und nein, es ist einfach nicht schön, wenn man nicht mehr in seine Sachen passt. Ich bin viel kurzatmiger und habe weniger Ausdauer. Das Wissen, dass da ein kleiner Mensch in einem ist, ist schon manchmal genial und manchmal aber auch wahnsinnig beängstigend. Ich verzichte unter anderem auf Sushi und rohen Teig – zwei Dinge, die mir natürlich gerade jetzt noch umso mehr fehlen. So sehr, dass ich bei der Zubereitung eines Kuchens vor Kurzem ganz grantig wurde. Den Alkoholverzicht habe ich schon erwähnt. Dann wäre da noch, dass das Baby einfach noch nicht da ist und die Wartezeit doch recht lang meiner Meinung nach. In einer Zeit in der alles immer gleich verfügbar ist, ist das fast 10-monatige Warten schon ganz schön lang und ungewohnt. Vielleicht meinen diese Glückwünscher genau das. Genieß noch die Zeit ohne Kind. Hmm…find ich auch komisch.

Ihr seht, hier komme ich nicht weiter. Also zurück zum Alkohol.

Neben diversen Antialkoholischen Getränken, gibt es ebenso alkoholfreie Cocktails. Beim Blogger City-BBQ im Hotel Imperial Riding School wurde mir ein besonders leckerer kredenzt: Basil Smash! Eigentlich ist es ein Gin Basil Smash, aber eben für mich ohne Gin. Da musste ich gleich nach dem Rezept fragen und hab es dankenswerter Weise zugeschickt bekommen, um es in weiterer Folge hier zu teilen.

Da ich derzeit im Urlaubsmodus bin, war das der perfekte Cocktail, um in ein paar entspannte Wochen zu starten. Für den Mann an meiner Seite, gibt’s die Gin Variante. So sind wir beide dann entspannt. Jeder auf seine Weise :-) Dabei kann ich die Zeit dann tatsächlich genießen!

Rezept:

Gin Basil Smash alkoholfrei

Gin Basil Smash: 

5 cl Gin (in unserem Fall Tanqueray No. Ten)

3 cl frische Zitrone

2 cl Simple Sugar (1 Teil Zucker Zucker, 1 Teil Wasser)

Viel Basilikum eine gute Hand voll

Sommeroption: 

Mit Club Soda auffüllen

Für die alkoholfreie Variante … Gin weglassen Soda als Filler benutzen!

Zubereitung: 

Basilikum in einen Shaker geben. Zitronensaft zufügen und kräftig „muddeln“ man kann auch optional einfach eine halbe Zitrone mit dazugeben, dann muss man allerdings die Menge des

Zuckers abschmecken. Das Geheimnis ist die Balance zwischen Süße uns Säure!

Anschließend den Gin einfüllen hier kommt es sehr auf die Qualität des Gins an. Ich bevorzuge Gins die recht zitruslastig sind für diesen Drink.

Nun kräftig mit Eiswürfeln shaken und durch ein feines Sieb in ein Glas mit Eiswürfeln abseihen. Wichtig ist, dass ein Metallshaker benutzt wird, damit bei der Herstellung wenig Licht an das Basilikum kommt. Ansonsten

wird der Drink durch die Reaktion Chlorophyll + Licht, nicht grün. Ähnlich wie bei der Herstellung von Pesto.

Für mehrere Personen kann man den „Basilikumsaft“ auch im Vorfeld herstellen. Man nimmt einen Mixer mit Metallaufsatz, schmeckt Süße und Säure ab und fügt die dementsprechende Menge an Basilikum hinzu. Danach mixen, wieder fein durch ein Sieb geben und dunkel und kühl lagern. Hier ist wichtig, dass wirklich keine festen Bestandteile (Basilikumstückchen) mehr in dem Saft enthalten sind, da der Saft sonst schnell braun wird!

Hält sich ca. 2 Tage.

Drinks mit frischen Zutaten werden Grundsätzlich ohne Trinkhalm serviert, da man die Aromen auch über die Nase aufnehmen sollte. Durch einen Trinkhalm ist die Nase viel zu weit entfernt!

 

365 Yogachallenge – What happened?

Es ist ruhiger hier geworden. Ich hätte auch viel zu erzählen gehabt in den letzten Wochen, aber ich wusste nicht, ob ich das öffentlich tun möchte. Aber vielleicht fragt sich der eine oder andere, wie es um meine #365Yogachallenge so steht.

Eloquent.at ist für mich eine Spielwiese meiner Gedanken und für die Dinge, die mich so interessieren. In den letzten Monaten ist für mich ein spannendes Thema hinzugekommen, das mich wiederum von anderen abgelenkt hat. Im Konkreten: Ich habe einen kleinen Untermieter bei mir, der/die seit einiger Zeit meinen Körper beansprucht und ihn wohl noch für ein paar Monate recht verändern wird. Mr. Wunderbar und mich freut das außerordentlich, auch wenn wir beide eher von der ungeduldigen Sorte sind und 9 Wochen Vorbereitungszeit langen 9 Monaten (oder eigentlich länger, wie ich gelernt habe) vorziehen würden.

Jetzt ist das immer so eine Sache mit dem Bloggen. Wie öffentlich will man darüber schreiben, dass man schwanger ist? In den ersten drei Monaten gar nicht. Es könnte ja soviel noch passieren. Jetzt, Anfang des 5. Monats, wissen erstens, die Menschen im näheren Umfeld bereits Bescheid und zweitens, ist man schön langsam in die Rolle reingewachsen, sodass man (ich) nicht täglich von Unsicherheit geplagt wird. Oder von Übelkeit.

Was mich auch schon zu meiner #365yogachallenge bringt. Groß war mein Vorhaben und meine Motivation. 365 Tage Yoga machen. Dabei jedes Monat eine ausgewählte Position vertiefen. Und dann erfahre ich genau im ersten Monat der Challenge, dass wohl einige Positionen bald nicht mehr so günstig sein werden. Denn auch wenn ich als geübte Yogini Yoga relativ normal weiter betreiben kann bis zum Ende, so müssen so manche Übungen in der Schwangerschaft dann doch nicht sein. Abgesehen davon, dass sich meine Yoga Routine in den ersten Monaten einfach nicht mehr durchziehen ließ, da Übelkeit mein ständiger Begleiter war. Die größte Fehlbenennung der Menschheit ist übrigens der Begriff Morgenübelkeit. Rein auf den Morgen, wollte sich das bei mir nicht beschränken. An täglich Yoga war nicht zu denken.

Jetzt in Woche 17 ist alles besser und ein Bäuchlein zeichnet sich auch schon ab. Für jemanden wie mich, die immer relativ bauchlos durchs Leben schritt, entsteht das Gefühl einer Wampe. Aber hey, das wird noch ärger. Dafür bin ich beruhigt, weil es jetzt mit dem Yoga wieder besser geht. Der Kreislauf spielt zwar noch immer etwas verrückt in der Früh, aber ich bin nicht völlig antriebslos. Von den Profi-Posen habe ich mich dennoch jetzt mal für das Erste verabschiedet. Es geht eher darum, nicht nichts zu tun, als großartige Ziele zu erreichen.

So. Jetzt ist es draußen. Ihr könnt also erwarten, dass sich das eine oder andere Baby-Thema hier einschleichen wird.

Ein Ausschnitt der ersten Learnings der ersten 17 Wochen:

  • Manche Menschen erraten, dass man schwanger ist, weil sie meinen, dass man anders auf sie wirkt – mehr in sich ruhend. Hmm…
  • Den ersten Herzschlag zu hören, ist eine sehr flashige Angelegenheit.
  • Asos hat die schönsten Anziehsachen für Schwangere.
  • In den Wiener Spitälern muss man sich schon sehr früh für die Geburt anmelden.
  • Seife mit Granatapfel-Duft riecht einfach widerlich – könnte auch generell so sein, fällt mir nur jetzt besonders auf.
  • Es gibt sehr gemeine Eltern, die ihren Kindern sehr gemeine Namen geben und dabei auch noch die Schreibweisen verunstalten. Zum Beispiel: Schantalle-Schakeline oder Brain Ulrich (Ich hoffe, dass es Brian und nicht Brain heißen soll und man sich nur verschrieben hat.). Mehr Inspirationen für derart schöne Namen findet man am Chantalismus Blog.

Zum Abschluss gibt es noch das heutige Yoga Bild:

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