Fashioncamp 2011 – Recap

Es ist September und damit gibt es Fashionweeks soweit das geschminkte Auge reicht und dazu passend auch das 2. Wiener Fashioncamp. Ich war natürlich wieder mitten drin statt nur dabei und erzähl euch hier kurz von meinen Highlights. Dazu zählen die hervorragende Organisation von Maria von Stylekingdom, Anna von h.anna, Michaela von Cooloutfit, Teresa von Colazionaaroma, Viktoria von Modeltalk und Leni von Stylekitchen, die netten Leute vor Ort, das gute Essen von 12 Munchies (Stichwort Kürbis-Quiche und diese unglaublich leckere Welcome-Praline) und die hervorragenden inhaltlichen Programmpunkte. Ich picke mir da zwei Sessions raus, die für mich persönlich am spannensten waren – was aber nicht heißen soll, dass die anderen weniger interessant gewesen wären.

Copyright – Dr. Axel knows best

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Foto by Cooloutfit.at

Dass die Session, die ich auch moderieren durfte, zu meinen Highlights zählt ist wohl wenig verwunderlich. Ich muss aber ehrlich sagen, dass es inhaltlich für mich einfach sehr spannend war, so manche offene rechtliche Fragen, die man sich beim bloggen so manchmal stellt von einem Rechtsanwalt beantworten zu lassen. Graubereich war gestern, nach dem Fashioncamp wissen wir alle Bescheid, dank Dr. Axel Anderl, seines Zeichens Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf IT-, Urheber-, Medien- sowie Markenrecht.

Was hab ich gelernt? Mein Impressum muss ich eindeutig überarbeiten, denn da steht nicht die volle Adresse außerdem fehlt auch die grundlegende inhaltliche Richtung, wie beispielsweise “die Förderung der Anziehkultur in Österreich” oder, dass ich Google Analytics verwende.

Beim Bilder verwenden bin ich schon seit längerem vorsichtiger geworden: Auch hier zählt – sei dir sicher, dass du die Rechte hast, sonst hilft dir keiner.

Was die neue Gewinnspielsteuer in Österreich angeht, so habe ich für mich mitgenommen, dass man am besten immer mit dem betreffenden Unternehmen abklärt, das es die Gewinnspielsteuer übernimmt bzw. einfach keine Gewinnspiele mit höherem Wert durchführen als 500 Euro.

Nachdem ein Rechtsanwalt natürlich immer sagt, dass man die Dinge alle machen muss, habe ich natürlich auch die Frage gestellt, wie wahrscheinlich eine Abmahnung in dem Bereich ist. Seine Aussage war, dass man in Österreich noch weniger zu befürchten hat, aber in Deutschland gibt es eigene Firmen bzw. Rechtsanwälte, die sich auf solche Fehltritte spezialisiert haben und hier durchgreifen. Wieder einmal bin ich froh in Österreich zu leben und nicht in Deutschland, aber Rechtsfehltritte will ich sowieso einfach keine machen.

Bei cooloutfit gibt es die Rechtsdetails schön schlüssig angeführt zum nachlesen.

Unternehmen und Blogger

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Foto by Cooloutfit.at

Ein weiteres Highlight war für mich die Session moderiert von Julia zum Thema Unternehmen und ihr Umgang mit Social Media. So hieß die Session zumindest. Besser wäre gewesen Unternehmen und ihr Umgang mit Bloggern. Aber das sind ja nur Titel. Inhaltlich war es top. Julia interviewte Jette Farwick (Dealhunter für eBay), Sabine Kolby (The Fashion Squad für Humanic) und Heiko Hebig (Burda) zum Thema, was Unternehmen von Bloggern erwarten.

Die Antwort:

  • Professionalität
  • Engagement
  • Mediakit (ein paar Blogkennzahlen, wie Visits, Zielgruppe, etc.)
  • Proaktive Ideen

Könnt ihr haben. Mein Mediakit wird sogleich gebastelt und mit proaktiven Ideen an die Unternehmen gebracht.

Ich hab die Frage gestellt, ob denn die Reichweite denn immer am wichtigsten ist und die Antwort von Heiko von Burda war, dass das nicht unbedingt immer so ist, aber natürlich ein wichtiges Merkmal. Er gab aber auch den guten Tipp sich einmal Medienvergleichszahlen anzusehen und seinen eigenen Blog da einzuordnen. Die ÖWA wäre dafür in Österreich die richtige Anlaufstelle und dort sieht man, dass manche Seiten auf denen Werbung geschalten wird, gar nicht sooooooo arge Unique Clients Zugriffe aufweisen. Mit solchen Vergleichszahlen lässt sich mit Unternehmen gleich ganz anders verhandeln und, liebe BloggerkollegInnen, das sollten wir auch tun. Damit meine ich nicht, dass man gleich immer etwas verlangen muss, wenn man über ein Unternehmen schreibt, aber bei Kooperationen, sollte man dann doch noch mal nachhaken.

Fazit

Ich finde es großartig, dass das Fashioncamp in Wien entstanden ist und dass es trotz Beschränkung auf das Thema Fashion bzw. Fashionblogging doch so ein breites Themenspektrum anbietet, das weit über den Fashionblogger-Bereich spannend ist.

Damit bleibt mir nichts mehr zu sagen als: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Und nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

Ach ja, und alle Artikel zum Fashioncamp findet ihr hier.

Wenn dir dieser Artikel gefällt, wäre dieser auch was für dich: Veganes Haar: Der Selbsttest

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