Geh weg mit deinem Burger!

Eigentlich sollte man die paar Minuten, die einem zwischen Babyversorgung, Körperpflege, Haushalt, wichtige Mails beantworten, Kontakt zur Außenwelt bewahren und – für Streber – sogar dem eine oder anderen Mini-Wirkout, sinnvoll nutzen. Trotzdem letztens beim Internet-Prokrastinieren entdeckt: Den simplen Guide zum Hipster Restaurant.

Was mir auf der Liste fehlt? Der anscheinend verpflichtende Burger, den jedes trendy Lokal auf der Karte führen muss und auch gerne behauptet, den allerbesten davon anzubieten. Was früher das Clubsandwich war, wurde mittlerweile vom Burger des Hauses abgelöst. Überall bekommt man das Fleischlaberl im Brötchen serviert. Selbstverständlich immer mit hausgemachten Pommes, die eigentlich Wedges sind und immer aufrecht in einem extra Becherchen oder Ähnlichem serviert werden. Fade neben dem Burger legt man seine selbstgemachten Fritten doch nicht einfach so. Soll ich euch jetzt einmal etwas verraten? In den seltensten Fällen sind die Burger und die Kartoffelbeilage dazu wirklich gut. Ich meine, ja, sie sind gut. Aber ich bin jetzt mal ehrlich: Die Mäci Pommes schmecken mir einfach am allerbesten. Und dauernd dieses medium-gebratene Fleisch, das bei der Fast Food Kette von nebenan das Ausmaß eines Triple-Burgers hätte, schlägt sich schon ganz schön auf den Magen. Ja, eh klar, dort ist es sicher nicht so nachhaltig und bio und mit so viel Liebe und handgemacht. Aber ganz nehme ich das den meisten Hipster-Schuppen ja auch nicht ab. Darum sag ich: Geht weg mit euren Burgern! Mehr Vielfalt auf den Speisekarten wünsch ich mir. Mehr Unterscheidbarkeit statt dem ewig gleichen Vergleich! Wie wär’s mal mit einem echt hippen Schnitzel. Oder der weltbesten Lasagne, wenn’s schon etwas Faschiertes sein muss. Setzt doch bitte mal eure eigenen Trends.

Eloquent Burger

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