Mach dich nackig!

Ich mag schöne Frauen. Ich finde nackte Frauenkörper sehr schön. Sehr ästhetisch. Ich finde auch nackte Männerkörper sehr schön und anziehend, aber ich verstehe, warum man sich gerne nackte Frauen ansieht. Dagegen habe ich auch ganz und gar nichts. Eigentlich finde ich sollte man so manchen #Aufschrei auch bleiben lassen, denn wenn es um die Ästhetik geht verstehe ich den Einsatz schöner Frauen. Vor allem in Musikvideos. Trotzdem fällt mir eines dabei auf:

Weibliche Künstler machen sich selbst nackig (Lady Gaga, Rihanna und Co), männliche holen sich den nackten weiblichen Aufputz dazu. So zum Beispiel Robin Thicke.

Das Problem dabei? Dadurch, dass die Männer alle gar so viel anhaben, ist in der Bildsprache sofort ein Machtverhältnis zu sehen. Frauen sind den Männern unterlegen und dürfen nur so lustig herum springen. Dass der Liedtext eindeutig “rapey” ist – wie es in englischsprachigen Medien heißt, trägt das seine dazu bei. Ist ja alles eine Grauzone, aber “I know you want it”. Aha. Du weißt also, dass ich so dargestellt werden will, dass ich auf jeden Fall von dir vernascht werden möchte.

Wie absurd die Darstellung der Frauen in diesem Video ist, zeigt, wenn man das sich das ganze einmal mit Männern ansieht.

Eindeutig nicht das gleiche. Aber hey, unsere Rollenbilder haben wir doch längstens alle hinter uns gelassen, nicht wahr? Oder etwa doch nicht?

Wie großartige wäre es, wenn diese Parodie von einer Musikerin wie Lady Gaga, Beyonce, Madonna oder Rihanna gekommen wäre. Es würde viel mehr zum nachdenken darüber anregen. Stattdessen lassen sie sich auch auf dieses Sexspielchen ein, denn Sex sells.

Nun bestimmen die täglichen Bilder die wir sehen unser Unterbewusstsein. Wenn es um Sex und die Freizeit geht beherrschen solche Darstellungen das Frauenbild. Aber in der Arbeit, da werden wir auf jeden Fall ernst genommen. Ganz klar.

Dabei mag ich den Song. Ist wirklich nett. Ein schöner Sommerhit. Und so ein bißchen sexy herumspringen kann ja den einen oder anderen Mann der Begierde verführen – kann also vom weiblichen Geschlecht auch gezielt eingesetzt werden um das zu bekommen was sie will. So ist das eben mit “blurred lines”. Wichtig ist nur zu hinterfragen und auch Gegenbeispiele zu zeigen. Wenn nicht, kommt es eben soweit, dass unsere Jugendlichen ihr Sexleben von der Pornofiktion bestimmen lassen.

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7 Kommentare

    1. Hatte ich erst sogar in Betracht gezogen zu erwähnen. Aber Robin Thicke ist dann noch mal ein Stückl ärger. Aber auch bei Justins Video trifft oben beschriebenes völlig zu. Das stimmt.

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