Mein Urlaubscocktail

Auch wenn mein Arzt meint, dass ich ruhig alles Essen kann und ein Glaserl Sekt in der Schwangerschaft auch noch niemanden geschadet hat, so will man ja als verantwortungsbewusste Bald-Mutter nicht unnötige Gefahren eingehen. Das heißt, dass ich doch eine Liste an Dingen vermeide.

Ganz oben auf dieser Liste: Alkohol – Auch wenn ich vielleicht mal nippen könnte, stellt sich die Frage: Was hab ich denn davon? Da lasse ich es doch lieber gleich weg. Mit dem Ergebnis, dass mir mein Freitagabend-Bier, mein Samstags-Cocktail und so generell mein Alkohol-Genuss fehlt. Ja, das mag nach Alkoholikerin klingen, aber ich steh offen dazu. Als Tochter von Weinproduzenten gehört der Genuss mit Promille für mich zur Lebensqualität. Wobei ich festgestellt habe, dass alkoholfreies Bier auch gut schmeckt.

Der Mann an meiner Seite hatte vor Jahren eine alkoholfreie Zeit. Die scheint aber jetzt völlig vorbei zu sein. Man hat fast das Gefühl, jetzt wo ich nichts trinken kann, fallen ihm die kreativsten Drinks ein. Nur eben für sich selbst bzw. für Freunde und Familie. Aber ich werde sie alle einfordern, sobald ich kann.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Satz ein, den ich bei Bekanntgabe der Schwangerschaft immer wieder zu hören bekomme: „Genieß die Zeit!“ Ich grüble und grüble und grüble über diesen Satz. Was genau soll ich genießen? Gut, in der ersten Zeit, kann das wohl niemand ernst gemeint haben, aber da wusste es auch kaum jemand, denn zur Übelkeit kann mir doch keiner geraten haben, sie toll zu finden. Aber auch jetzt. Meine Figur nimmt seltsame Formen an – auch wenn ein Babybauch nichts Hässliches ist, so ist es jetzt kein Idealkörper. Und nein, es ist einfach nicht schön, wenn man nicht mehr in seine Sachen passt. Ich bin viel kurzatmiger und habe weniger Ausdauer. Das Wissen, dass da ein kleiner Mensch in einem ist, ist schon manchmal genial und manchmal aber auch wahnsinnig beängstigend. Ich verzichte unter anderem auf Sushi und rohen Teig – zwei Dinge, die mir natürlich gerade jetzt noch umso mehr fehlen. So sehr, dass ich bei der Zubereitung eines Kuchens vor Kurzem ganz grantig wurde. Den Alkoholverzicht habe ich schon erwähnt. Dann wäre da noch, dass das Baby einfach noch nicht da ist und die Wartezeit doch recht lang meiner Meinung nach. In einer Zeit in der alles immer gleich verfügbar ist, ist das fast 10-monatige Warten schon ganz schön lang und ungewohnt. Vielleicht meinen diese Glückwünscher genau das. Genieß noch die Zeit ohne Kind. Hmm…find ich auch komisch.

Ihr seht, hier komme ich nicht weiter. Also zurück zum Alkohol.

Neben diversen Antialkoholischen Getränken, gibt es ebenso alkoholfreie Cocktails. Beim Blogger City-BBQ im Hotel Imperial Riding School wurde mir ein besonders leckerer kredenzt: Basil Smash! Eigentlich ist es ein Gin Basil Smash, aber eben für mich ohne Gin. Da musste ich gleich nach dem Rezept fragen und hab es dankenswerter Weise zugeschickt bekommen, um es in weiterer Folge hier zu teilen.

Da ich derzeit im Urlaubsmodus bin, war das der perfekte Cocktail, um in ein paar entspannte Wochen zu starten. Für den Mann an meiner Seite, gibt’s die Gin Variante. So sind wir beide dann entspannt. Jeder auf seine Weise :-) Dabei kann ich die Zeit dann tatsächlich genießen!

Rezept:

Gin Basil Smash alkoholfrei

Gin Basil Smash: 

5 cl Gin (in unserem Fall Tanqueray No. Ten)

3 cl frische Zitrone

2 cl Simple Sugar (1 Teil Zucker Zucker, 1 Teil Wasser)

Viel Basilikum eine gute Hand voll

Sommeroption: 

Mit Club Soda auffüllen

Für die alkoholfreie Variante … Gin weglassen Soda als Filler benutzen!

Zubereitung: 

Basilikum in einen Shaker geben. Zitronensaft zufügen und kräftig „muddeln“ man kann auch optional einfach eine halbe Zitrone mit dazugeben, dann muss man allerdings die Menge des

Zuckers abschmecken. Das Geheimnis ist die Balance zwischen Süße uns Säure!

Anschließend den Gin einfüllen hier kommt es sehr auf die Qualität des Gins an. Ich bevorzuge Gins die recht zitruslastig sind für diesen Drink.

Nun kräftig mit Eiswürfeln shaken und durch ein feines Sieb in ein Glas mit Eiswürfeln abseihen. Wichtig ist, dass ein Metallshaker benutzt wird, damit bei der Herstellung wenig Licht an das Basilikum kommt. Ansonsten

wird der Drink durch die Reaktion Chlorophyll + Licht, nicht grün. Ähnlich wie bei der Herstellung von Pesto.

Für mehrere Personen kann man den „Basilikumsaft“ auch im Vorfeld herstellen. Man nimmt einen Mixer mit Metallaufsatz, schmeckt Süße und Säure ab und fügt die dementsprechende Menge an Basilikum hinzu. Danach mixen, wieder fein durch ein Sieb geben und dunkel und kühl lagern. Hier ist wichtig, dass wirklich keine festen Bestandteile (Basilikumstückchen) mehr in dem Saft enthalten sind, da der Saft sonst schnell braun wird!

Hält sich ca. 2 Tage.

Drinks mit frischen Zutaten werden Grundsätzlich ohne Trinkhalm serviert, da man die Aromen auch über die Nase aufnehmen sollte. Durch einen Trinkhalm ist die Nase viel zu weit entfernt!

 

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4 Kommentare

  1. jaaaaa … das kommt mir sehr bekannt vor! Ich habe mich immer gefragt, ob ich sonderbar bin weil ich in der Schwangerschaft Lust auf Wien, Bier, Cocktails, kurz einfach Alkohol hatte (obwohl ich eigentlich seit Studienzeiten nicht mehr allzu viel Alkohol konsumiert habe). Mittlerweile habe ich seit fast 2 Jahren nichts getrunken weil ich doch länger gestillt habe als geplant war. Demnächst werde ich abstillen – du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich mich auf mein erstes großes Glas Wein (nach dem ich wahrscheinlich sehr betrunken sein werde) freue :)

  2. Hey,
    klingt sehr lecker, ich hab mich mit einer alkoholfreien Pipeline oder Pim’s Cup Version über Wasser gehalten.
    Btw, Basilikum soll wehenfördernd sein,.. also kurz vor knapp dann viele Cocktails trinken :)
    Ich bin mittlerweile beim Schwarzbier gelandet. Alles Gute weiterhin für den Sommer.

  3. This is a very good tip particularly to those new to
    the blogosphere. Short but very accurate information…
    Appreciate your sharing this one. A must read post!

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