Kitsch Bitch

Kitsch Bitch, das würde ich ja gerne mal jemanden an den Kopf werfen und sehen wie die Person darauf reagiert. Dabei ist damit gar nicht unbedingt etwas Beleidigendes gemeint. Das wissen zumindest die Hipster unter uns. Kitsch Bitch, das sind fesche Leiberl und Ketterl für den urbanen Modebewussten und die kann man kaufen, wenn sie aufpoppen in Form eines Pop Up Stores und das meist an ganz coolen Orten, wo man gar nicht damit rechnen würde und es sogar noch wahnsinnig coole Musik mit DJs und so spielt, wie letzten Samstag und Sonntag in der FEST.LAND.BAR. Ganz schön viele “und”s in einem Satz. Egal. Weiter im Text.

 

Vor kurzem habe ich eine Folge Happy Endings gesehen (Eine US-Serie, die krampfhaft versucht an den Friends- und How I Met your Mother-Erfolg anzuknüpfen. Ein paar gut aussehende Endzwanziger, die ja sooooo gut miteinander befreundet sind und sich die ganze Zeit sehen und super lustige Dinge miteinander anstellen.) , in der eine der Hauptfiguren ein Date mit einem Hipster hat. Alle Klischees wurden dabei bedient. Von der Hornbrille über das Vintage-Gehabe bis zum Moustache.

 

Wenn die Figur Penny zu einem Kitsch Bitch Pop Up Store gehen würde, könnte sie sich die passenden Accessoires für ein Hipster Date zulegen. Von Ketten mit Oldschool-Gameboy als Anhänger über Stofftaschen mit (für Hipster) lustigen Sprüchen bis zu T-Shirts, mit völlig unaufgeregtem Schnitt, dafür mit aussagekräftiger Typo.

 

Nun ja, was soll ich sagen. War doch klar, dass ich am Sonntag dorthin musste! Und folgende Dinge hab ich mir gekauft.

 

Dem Moustache Ring konnte ich gerade noch widerstehen. Oder besser gesagt, meine bessere Hälfte meinte, dass das ja wohl reichen würde und er ist eindeutig oftmals die vernünftige Stimme in meinem Kopf.

 

Die Gameboy-Kette musste ich unbedingt aus nostalgischen Gründen haben. Ich war Hardcore Gameboy Spielerin hatte aber nur ungefähr drei Spiele. Super Mario (aber dafür 1 und 2), Tetris und irgendein anderes Arcade-Spiel – meine kleiner Bruder würde wahrscheinlich schimpfen, dass wir eh mehr hatten, aber ich kann mich gerade nur an die drei erinnern. Diese drei Spiele wurden  immer wieder und wieder durchgespielt. Bei einer langen Klassenfahrt im Bus von Wien nach Paris wurden die Tetris-Skills perfektioniert im Zwei-Spielermodus. Schulfreundin Kati als härteste Gegnerin. Keine Freundlichkeiten und kein Kitsch mehr, sondern nur mehr bitchy. Bald haben wir wieder Klassentreffen und da werde ich die Kette stolz tragen. Und wer weiß, vielleicht nehme ich ja meinen alten Gameboy mit und fordere Kati zum Duell!