Humpty Dumpty Mode

susanne, am 09. März 2010

Beim blättern in meiner Lieblings-iPhone-App von Style.com bin ich mal wieder über ein Fashion-Highlight gestolpert des Designerduos Viktor & Rolf. Wenn es nach den beiden geht, gibt es bald Mäntel, die mich persönlich an Humpty Dumpty aus Alice im Wunderland – ach, wie passend zum Film, der gerade in den Kinos läuft – erinnern.

viktor & rolf 3viktor & rolfviktor & rolf2

Das Model droht unter dem Ungetüm unterzugehen.

Ich mag ja die verrückten und kreativen Entwürfe der beiden Designer. Die letzte ihrer Shows schaffte auch bereits eine Erwähnung hier auf eloquent. Die Präsentation der Herbst Kollektion und damit auch der riesen Mantel folgt jedoch einem besonderem Konzept. Die beiden Herren zogen dem Model live auf dem Runway immer eine schicht aus und drapierten sie dem nächsten vorbeigehenden Model um. Als das Model dann nurmehr ein Kleidchen an hatte wurde sie wieder bestückt, wieder mit Kleidung der vorbeiwandernden Models. Eine nette Idee, wie ich finde. Viktor & Rolf erklären das so, dass sie zeigen wollten, dass Fashion beides, extrem und tragbar, sein kann.

Meine erste Reaktion dazu war folgende:

sueholzer

Hier das Video zur Show von Viktor & Rolf:

Was meinst ihr zu den riiiiiiesen Mänteln?

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Ich mag kein Mängelexemplar

susanne, am 14. Oktober 2009

Frau Kuttner hat es geschafft und ist mit ihrem Buch “Mängelexemplar” in der Bestsellerliste. Das freut mich sehr! Ich mag Sarah Kuttner. Finde sie ist eine humorvolle und interessante Moderatorin. Aber, ob ich ihr das Lob auch für ihre schriftstellerisches Werk geben kann?

Mängelexemplar

Leider muss ich das verneinen. Die Sprache mag zwar verspielt und lässig sein, so wie Frau Kuttner ja auch spricht, aber wirklich mitreißen konnte mich das Buch nicht. Dabei wurde es mir von vielen verlässlichen Quellen aus meinem Umkreis empfohlen. Word-of-Mouth par excellence quasi. Dennoch. Nichts. Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen.

Leider nein

Ich sehe dafür verschiedene Gründe:

Erstens, ich hatte noch nie eine Depression oder einen Panikanfall. Soetwas muss zwar eigentlich kein Grund sein, dass man sich in eine Geschichte hinein findet, dennoch war für mich die Nachvollziehbarkeit der Situation der Hauptfigur so wenig gegeben. Dabei wird überall davon berichtet wie treffend dieses Buch die sogenannte “Quarterlife Crisis” beschreibt. Als ob alle Mitte Zwanzig Jährigen mit irgendeiner Lebenskrise zu kämpfen hätten, vielleicht auch noch in Zusammenhang mit einer schlechten Kindheit! Ich bin da mitten drinn und hab genauso viel oder genauso wenig Krise wie mit 18, als sich auch viel in meinem Leben verändert hat und es galt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Natürlich macht einem das älter werden zu schaffen und der Druck ist groß, aber Krise? Das soll für meine Generation sprechen? Naja, nicht zu vorlaut sein, vielleicht kommts ja noch.

Zweitens, war mir die Geschichte zu flach. Eine junge Frau ist unzufrieden mit der Gesamtsituation, hat Ballast aus der Kindheit, trennt sich von ihrem Freund und hat Liebeskummer, Nervenzusammenbruch, Krankheit, neue Liebe und zum finale das große Learning. Ja ,eh gut, was will man mehr. Ich weiß es auch nicht. Mir war es zu fad.

Zusammengefasst, die Sprache macht Spaß, wobei sie vielleicht etwas zu sehr MTV-isch ist, der Rest hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.

Übrigens, für alle die wie der Stern meinen, Kuttner hätte DEN Roman zu Psychokrankheiten geschrieben hier eine Empfehlung meinerseite: “Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen”. Darin geht es um ein junge Frau mit Schizophrenie. Hat mich damals mehr gefesselt als “Mängelexemplar”.

Update: Ich mochte auch das Buch von Charlotte Roche nicht. Feuchtgebiet hat mich tatsächlich von vorne bis hinten genervt. Dabei finde ich auch die Roche eigentlich interessant und unterhaltsam als Moderatorin. Vielleicht sollt ich nicht mehr auf Moderatorinnen-Gequassel reinfallen und mir deren Bücher kaufen.

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iPhone, Paris, Hochzeit?

susanne, am 13. Oktober 2009

Heute geht es in meinem Blogbeitrag gleich um mehrere Dinge gleichzeitig, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben: Eine iPhone Applikation, die Pariser Fashionweek und meine anstehende Hochzeit nächstes Jahr. Meine Mama würde sagen: “Typisch, mit einem Ar… auf zehn Kirtag sein wollen.” Aber liebe Mama, es gibt ein verbindendes Element und das ist Mode, Fashion, Couture!

Die iPhone Applikation

Als iPhone Userin, stöbere ich immer wieder gerne im App Store, um mein Handy zu pimpen. Dabei probiere ich gerne viel aus und entdecke so manch lustige bis brauchbare App. Wer zum Beispiel bei mehreren Gläschen Bier mit dem Ultimate Fart Maker daher kommt, staubt einiges an Bewunderung ab.

Aber ich will euch doch eigentlich von einer ganz anderen Anwendung berichten und zwar der von Style.com. Auf Style.com findet man die aktuellen Modeschauen zum durchblättern. Mit der Applikation kann man das auch auf dem Handy. Außerdem die neuesten Blogbeiträge und Fotos von Partys. Zweiteres interessiert mich persönlich weniger. Gerade während der Fashion Weeks lassen sich damit die neuesten Modetrends verfolgen und das sehr einfach mit gewohnter iPhone-Foto-wegwisch-Technik. Das macht Spaß und ist für Fashionvictims fast ein Must-have!

Style.com

Pariser Fashionweek – Prêt-à-porter

Da letzte Woche auf der Pariser Fashionweek die neuen Frühjahrskollektionen vorgestellt wurden, habe ich eben mit dieser gerade vorgestellten iPhone App, das ganze Geschehen mitverfolgt und bekam mehr Designs, mehr Informationen und mehr Lust auf Frühlingsmode über mein Handy, als über die kurze Berichterstattung in anderen Medien (Internet ausgenommen).

Ein absolutes Highlight war für mich die Show von Viktor & Rolf! Die beiden holländischen Designer haben meine Traumkollektion entworfen. Die Farben und die Schnitte der Kleider – einfach schön. Gerade die Farbkombinationen sind für mich ein Highlight, weil sie kontrastieren und dennoch harmonieren. Leicht punkig aber trotzdem klassisch. Witzig sind die Entwürfe für die Abendroben. Hier wird zum Beispiel einfach ein wallendes Prinzessinenkleid scharf abgekantet. Angeblich diente die Wirtschaftskrise als Inspiration.

Hier meine Highlights:

(Alle Fotos von Style.com, Photo: Marcio Madeira)

Noch dazu hat eine meiner Lieblingsmusikerinnen Roisin Murphy bei der Show performt und die Designer verhalfen ihr ihren Babybauch nicht gerade “unauffällig” zu verstecken.

Roisin Murphy

Apropos Pariser Fashionweek: Kann sich jemand von euch noch an den Film Prêt-à-porter von Robert Altmann erinnern? Ich mag den Film! Vor allem das Ende, wenn Sonia Rykiel beschließt, dass alle Models nackt über den Laufsteg laufen, weil es nichts mehr zu zeigen gibt.

Das Hochzeitskleid

Da ich seit ca. einem Monat nun offiziell verlobt bin, bin ich bereits fleißig auf der Suche nach einem Hochzeitskleid. Style.com und die Pariser Fashionweek haben mir dabei insofern geholfen, als dass ich nun eine genaue Vorstellung von meinem Wunschkleid habe. Und sieht so aus:

Hochzeitskleid

Mein Problem: Erstens, habe ich vergessen von wem es ist und ich nicht mehr dieses Bild finde auf style.com. Zweitens brauch ich jetzt eine Schneiderin, die mir genau so ein Kleid macht, aber in weiß, weil ich kein anderes mehr möchte. :)

Wie findet ihr es?

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Internetdemokratie

susanne, am 25. August 2009

Auf eloquent.at schreibe ich über alles und nichts. Dinge, die mir unterkommen, mich interessieren. Von großem Interesse ist für mich die Entwicklung des Internets. Diesem Thema widme ich mich doch meist andernorts und zwar bei Liechtenecker.

Dennoch möchte ich hier kurz auf meinen neuesten Artikel dort verweisen: Netzdemokratie – Hilfe die Piraten kommen!

Worum geht es

Der Artikel beschreibt die Veränderung von einem statischen Tool zu einem sozialen Kanal, der die Gesellschaft vor Veränderungen stellt. Noch nie war es so leicht mit so vielen Menschen gleichzeitig in Kontakt zu treten. Schnell formen sich Gruppen um Themengebiete, Widerstand gegen Aufreger. Daraus entstehen neue politische Möglichkeiten jenseits der Parteienlandschaft. Wie es mit dieser neuen Internetdemokratie weitergeht ist unklar, auch ob sie tatsächlich relevant wird. Spannend finde ich es allemal.

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