Was ich durch Slip-Ons über Instagram Videos lernte

In der diesjährigen Frühjahrs- und Sommer-Saison kommt man an Slip-Ons kaum vorbei. Als ich meine extravagantes Paar dieser Schuhkategorie im winterlichen Online-Shopping erstanden habe, war ich hocherfreut über das Comeback, hätte aber nicht erahnt, wie dieses Modell fast schon obligatorisch die aktuelle Schuhsaison bestimmen wird. Das war vor ein paar Jährchen noch anders, als ich mein erstes Paar Slip-Ons – damals von Vans – erstanden habe. Gut, dass ich die beim Einwintern im letzten Jahr aussortiert habe. Schön langsam komme ich in ein Alter, indem sich Trends beginnen zu wiederholen. Wie muss das bloß erst derzeit für meine Mutter sein, mit all den 70er-Jahre Outfits, die derzeit in den Läden hängen?! Wie dem auch sei.

Dem überall um sich greifenden Selbstdarstellungszwang seit der ersten Stunde folgend, habe ich meine neuen Treter auf Instagram festgehalten und zwar als Video. Einfach ein bißchen herumexperimentieren, dachte ich mir. Ich also raus auf die Terrasse – weil sieht ja blöd aus, wenn man die Schuhe nicht draußen trägt – Baby im Wohnzimmer in Sichtkontakt via Terrassentür. Baby grundsätzlich gut drauf, aber Mama driftet immer mehr ins Festhalten des neuen Schuhwerks ab. Vor dem Video müssen sogar noch ein paar Aufnahmen mit der Kamera gemacht werden, was alleine ohne Fotograf, nur mit Selbstauslöser gar nicht so einfach ist. Das kann dauern. Baby beginnt sich logischerweise mittlerweile darüber zu beschweren. Mama mittendrin im Selbstdarstellungs-Flow und sieht sich die Ergebnisse schon mit Stolz am Blog präsentieren, die passenden Zeilen dazu im Kopf schon einmal notierend. Abgesehen davon, dass sich bereits eine gewisse Jammer-Resistenz in der Wahrnehmung der Mama eingeschlichen hat – sonst kommt man ja zu gar nichts mehr. Nicht Rabenmutter-Style, aber bei jedem Laut muss ich ja auch nicht parat sein, weil sich das Problem des Sohnes dann oft auch mal von ganz alleine löst.

Das Video wird in das weltweite Netz gestellt und die ersten Herzerl trudeln ein. Kind freut sich darüber wie die Mama, oder darüber, dass es auf das Handy greifen darf. Dann kommt die Nachricht vom Mann: “So lässt du also unser Kind jammern, für sowas? ;-)” Ich: “Hä, wie kommt er denn darauf?” Und da lerne ich, dass ich mir Instagram Videos grundsätzlich ohne Ton ansehe. Darum habe ich auch nicht bedacht, dass auf meinem netten Schuh-Selfie, der Sohnemann zu hören ist, wie er auf sich aufmerksam macht.

Ist mir schon ein bißchen peinlich, aber ich sag mir: Das ist das Leben einer Bloggerin und Mutter, die versucht beides unter einen Hut zu bringen. Manchmal besser. Manchmal schlechter. #thereallife #SueMeImHuman

Hier kommt jetzt als der Pro-Tipp für Instagram Videos ;-) : Achtet darauf, was sich bei euch im Hintergrund so tut, denn es gibt Menschen, die sehen sich Videos tatsächlich mit Ton an. Wer hätte es gedacht! Oder verwendet Musik dazu. Wie auch immer.

Nette Anmerkung noch am Rande: Die Schuhe sehen toll aus, nicht wahr? Und so sportlich. Die müssten eigentlich bequem sein. Eigentlich. Ich habe sie bisher erst einmal getragen und mir dabei auf beiden Seiten die fürchterlichsten Blasen, die ich jemals hatte, innerhalb weniger Minuten geholt. Insgesamt also ein absoluter Gewinn! #mylife

Happy that Slip Ons are back! #slipons #shoes #shoelove #springtime #newin #austrianblogger

Ein von Susanne Liechtenecker (@sueholzer) gepostetes Video am


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